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Der jüdische Student · 1909-10-21 · Heft 7 (21.10.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 7 (21.10.1909)
Date
1909-10-21
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der jüdische Student. IGT nicht gerade die zionistischen Geister, die am schlausten, bedrücktesten unter uns hergehen? Der zionistische Gedanke - ich sage richtiger: der Gedanke daran, Zionist zu sein, hat Eudh. Mullose nicht mutig gemacht, vielmehr war es dieser Zionismus, der Euch einlullte; für so sehr Viele ist er einfach ein sanftes Ruhekissen. Mit den Werten: „Ich bin natürlich Ziemst" wehrt mau allle Aufregungen von sich ab. Noch mehr: der Zionismus ist das Losungswort, mit dem man sich als bew ussten Juden und dazu als ecken Y. J. St.-er legitimiert. Erschreckend gross ist die Zahl dieser Auch-Ziotnisteii unter uns geworden, die Zahl derer, die Zionisten sind - nidlit weil sie von der Wahrheit des Zionismus überzeugt wurden — in einem oder zwei Semestern kann man sich gar nicht die hiera; erforderlichen naticnalökenemischeu und historischen Kenntnisse erwerbensondern sie werden es ganz von selbst, indem sie sich einfach denen anpassen, die als die wahrhaften Y. J. St.-er gelten, dien Stärksten. Nun, wer wundert sich, dass die Aueh-Ziouisteni den Kern der Trägen unter uns bilden, der wieder alle jene an sidhi zieht, die darauf warten, sieh von der Strömung, die sie gerade packt, sanft forttreiben zu lassen: Die gleiche Erscheinung haben w ir übrigens bei der Satisfaktionsfrage. Auch hier die grosse Schar derer, die mit de;r Strömung treiben; auch hier mangeln die, die sich ein eigenes Znel suchen. Nur dass hier die Not weniger brennend ist, weil sie latejnfc bleibt, bis eine Mensur oder Chargiertenpartie auf der Tagesordnung des Convents steht. Ich möchte beinahe unter diese paar Sätze schreiben: Das sind Tatsachen das will heissen, ich glaube, dass das. was ich eben sagte, etwa auch den Empfindungen derjenigen entspricht, die über das gegenwärtige Leben unserer Yercine sich Gedanken gemacht haben. Darin glaube ich mich nicht zu täuschen. Wohl aber wird meine Auffassung über die Gründe ,,unserer Not" angegriffen werden. Denn sie ist angreifbar, und das deshalb, weil sie diese Ursachen auf psychologische Zusammenhänge zurückführt, die skh einem objektiven Erkennen einziehen. Ich bin der Meinung, dass der psychische Zustand], der uns an der Y. J. St.-er Sache verdrossen macht, der Geistesverfassung eines Menschen einspricht, der, von zwei Kräften hin ueid her gezogen, denen er beiden nicht folgen will oder kann, nicht eint und aus weiss, zur Arbeit daher unfähig ist, und zu all dem noch dler Welt gegenüber den Schein eines zielbew ussten, klaren Mannes wahren muss. - - Auf der einen Seite zeigt uns unser Programm — - ich vermeide das \Yort Tendenz einen durch die Tradition bereits heilig "gewordenen, ausgetretenen, aber um so gangbareren Weg. Aber auf der andern Seite sehen wir - ich sagtzur Abkürzung:

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