Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 6 (14.9.1909)
- Date
- 1909-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 153 Berlin. Unsere Hauptaufgabe für die Ferien ist der Umzug in die neue Kneipe und ihre Einrichtung.. Wir werden am 13. d. Mts. unser altes Heini verlassen, um nach der Schlüterstrasse 2 in Charlottenburg zu ziehen. Unser alter Wirt, der wahrscheinlich durch unseren und der Maccabaea Bierkonsum immense Reichtümer gesammelt hat, ißt schon vorher spurlos verschwunden, so dass wir in den Ferim nur offizielle Abende veranstalten. Wir sind Sonnabend abend offiziell zusammen. Arn 7. d. M. veranstalteten wir einen Rerienausflug, der trotz geringer Damenbeteiligung ganz nett war und mit einer Mondscheinfahrt von Schildhorn nach Wannsee erriete. Nachzutragen ist noch, dass Dukas das Bursrhcnexamen mit „gut" bestanden hat und in den B. C. aufgenommen wurde. 8. ]X. 09. LeopoldSc h uttz X a. i. Broslau. Ueber den August als allgemeinen Reisemonat ist fast nichts zu berichten; dass das offizielle Cafe regelmässig stattfindet, ist ja selbstverständlich. Hervorzuheben ist nur, dass wir meist mehrere A. H. A. H. und Inaktive unter uns sehen: ebenso selbstverständlich ist es wohl, dass verschiedene Bbr. Bbr. ihre Touren und Erholungsreisen gemeinsam unternahmen. - Im übrigen möchte ich mich ganz auf persönliche Zeitteilungen beschränken. Unsere A. II. A. H. Rechtsanwalt Hülse, lahnarzt Freund und Rechtsanwalt Manheim haben sich vermählt; mi beiden ersteren Hochzeiten waren wir vertreten. Bbr. Pelz hat sein ärztliches Staatsexamen bestanden. Bbr. Müller hangt auf Säbel cum mit einem Normannen; er wird we^en des Verrufs anderweitig belegen und iuf einige Tage austreten müssen. Für die Alte-Herren-Sammlung zur Wohnungs-Einrichtung gab A. H: Hülse 50 M.7 ferner sandten von den gezeichieten Beiträgen: Singer 10 M., Janower 5 M., Witkowski 10 M. für die Miete, letzterer auch 10 M. für die Einrichtung ^nachgetragen). 30. VIII. 09. Buttermilch. Strassburg. Von einer Tätigkeit ist während der Ferien naturgemäss wenig zu berichten. Zu erwähnen ist dass wir eine neue Kneipe gemietet haben, die klein, aber gemütlich ist und durch die letztere Eigenschaft wohltuend von uiHerm bisherigen Lokal abstechen wird. Unsere Aussichten für das rüchste Semester sind gut; eine Aktivmeldung liegt uns bereits vor. Den Semesterbeginn haben wir auf den 1(1 Oktober nachmittags 2 h. s. t. im Cafe Broglie festgesetzt. Wir bitten um grösste Pünktlichkeit, da eine grosse Keilarbeit zu feisten ist. Die Ferienbeiträge müssen bis zum 1. Oktiber in unserem Besitz sein. 1. IX. 09. Lud w ig May er. Freiburg. Von unserer Gewohnheit, der staunenden Mitwelt in diesen Blättern weltbewegende Taten zu Sünden, müssen