Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 6 (14.9.1909)
- Date
- 1909-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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140 Mehrheit der Bbr. Bbr. mit dem „Vorkämpfer des Bezirksverbandgedankens41 in dieser Frage sympathisiert. Immerhin kommt jetzt nach der Gründung mehiarcr B. V. B. Y. vielen Bundesbrüdern der Gedanke, dass diese Sdiöpfungen wohl doch nicht die wünschenswerte Lösung der A. H.-IFrage sind, und, nachdem der Fehler einmal erkannt ist, steht seinen Beseitigung ja nichts mehr im Wege. Den Hauptvorzug der B. Y. B. V: vor den A. EL $. A. H. B. sehen die Anhänger des Bezirksverhandgedankens in der Möglichkeit, gemeinsam mit einander und mit anderen jüdischen Virbänden jüdische Arbeit leisten zu können. Man denkt dabei zunächst au die Keilarbeit, dann an die Betätigung in den Gemeinden, in zionistischen und anderen Yereincn, wohl auch in der Politik. Es w ird feiner als ein Yor- - zug der gesellschaftliche Zusammenschluss der A. H. A. Ii. hervorgeheben. Was nun das Keilen anbetrifft, so ist das eine Arbeit, die hauptsächlich in den Ferien getrieben wird, also zu eher Zeit, wo am Sitze eines jeden B. Y. eine mehr oder minder grosse Anzahl von Aktiven und Inaktiven anw esend ist, die w ohl nach wie vor fast ausschliesslich diese wichtige Arbeit erledigen w erden. Auch da, wo kein B. V. beste. w erden die A. 11. A. H, die dazu instande sind, sich dieser Arbeit nicht entziehen. Ein B. Y. zu diesem Behufe ist durchaus entbehrlich. Für die Arbeit in den GemeincLn und Yereincn aber ist er eher hinderlich. Penn es gibt keine Tätigkeit im jüdischen Gemeinde- und Yercinslcben, zu der nur A. H. A. Ii .des B. J. C. unter Ausschluss aller übiigeu qualifiziert sind. Es wird sich vielmehr für ausscrorclentlidle Gelegenheiten (Gemeindewahlen u. dgl.) stets ein Ausschuss bilden, in dem arbeitsfreudige V. J. St.er ohne Rücksicht ilarauf, ob ein B. V. besteht oder nicht -- -- neben Gleichgesinnten Platz finden erden, w ährend für dauernde Zwecke, wie etwa die Betätigung in-iiner zionistischen . Ortsgruppe, Bbr. Bbr., die durch Wahl der betretenden Kreise auf ihrem Platz stehen, stets willkommener sein werfen als etwa eine Abordnung eines B. V. Da, wo sich die Anhängendes B. Y.-Gedanken*eine gemeinsame Tätigkeit mit anderen Verbänden denken, wird e* sich in den meisten Fällen um eine schädliche. Komplizierung cks Apparates handeln. Wo es wirklich zu arbeiten gilt, wird kein ais einem gut geleiteten K. V. hervorgegangener A. H. zurückstehcL Dazu bedarf es keiner gemeinsamen Etiquettc, che die Zusammengehörigkeit der A. H. A- H. nach aussen dokumentiert. Nur für sehr wenige grosse Gemeinden kann vielleicht von dem Nutzen eines straff organisierten B. V. die Rede seh, obwohl sich auch dort der Ausschluss von Mitarbeitern, nur weil sie nicht B. J. C.er sind, fühlbar machen wird. Will man aber, wie es Nathan verlangt, den E.V. B. V. die Möglichkeit geben, Akademiker, die keine B. J. C.er sind, als vollgültige