Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 6 (14.9.1909)
- Date
- 1909-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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1-^0 ' Der judische Student Mitglieder aufzunehmen, so würde da.s zu zahllosen Unzuträglichkeiten iühren. An die Verleihung politischer Rechte an diese B. V. B. V., w ie das Stimmrecht auf dem K. T., kann dann unmöglich gedacht werden. Ich würde schon Bedenken tragen, einer solchen Vereinigung überhaupt einen Namen zu geben, aus dem seine Zusammengehörigkeit mit dem B. J. C. hervorgeht. Bleibt lediglich der gesellschaftliche Ziisammenschluss. Es liegt auf der Hand, dass dieser ebenso gut durch die bisher schon bestehenden Stammtische gefördert werden kann, an denen neben V. J. St.ern auch sehr-wohl Nichtinkorporierte und Inkorporierte anderer Verbünde teilnehmen können. Für den A. H. B. gibt Nathan die Möglichkeit zu. die persönliche Note, die fast jeder Verein hat, zu wahren. Ms handelt sich da um ein keinesfalls unwichtiges Moment, das ja auch bei der Wahl eines Vereins zum Stammverein in vielen Fällen massgebend ist. Ben Folgen der unvermeidlichen Dezentralisation der A. H. B. A. Ii.' B. kann man durch regen schriftlichen Verkehr der Leitung des Bundes mit seinen Mitgliedern und eine alljährlich etwa anlässlich des K. T. oder des Stiftungsfestes stattfindende Zusammenkunft begegnen. Dass der einzelne A. FL sich durch den A. H. B. nicht enger mit seinem Verein und damit mit dem B. J. C. verknüpft fühlen sull als durch ein gelegentliches Zusammensein mit einer aus allen möglichen K. V. K. V. zusammengewürfelten Anzahl zufällig an demselben Platze oder in dessen Nähe tätiger Medizinalpraktikanten. Referendare, Apotheker usw. und dass er durch den A. M B. nicht an der Frhaltung seines Stammvereins mitarbeiten kann, ist eine Behauptung, mit der Nathan auf vielfachen \\ iJersf.aid stosser; dorrte. Ztir Empfehlung der A. H. B. A. H. B. sollte eigenilich der Hinweis genügen, dass nach Schaffung dieser Institut! n die beiden Uebclstände verschwinden werden, über die' jetzt in allen Vereinsbei ichten Klagen in allen Tonarten erschallen: die schlechte finanzielle Lage der Vereine und die geringe Anteilnahme der A. H. A. H. am Vereinsleben. Es würde natürlich Aufgabe der A. H. B. A. H. B. sein, die K. V. K. V. der Sorge für ein Kneiplokal zu entheben und bei grösseren Ausgaben (für Feste u. d<^l.i helfend beizuspritvjcn. Ks Ut ein durchaus unwürdiger Zustand, dass die Arbeit eines Vereins oft auf mehrere Semester durch kleinliche finanzielle Sorten crehemmt wird. Nun könnten zwar die Mitglieder der B. V. B. V. ihre Beiträge auch an die betreffenden K. V. K. V. entrichten. Man wird mir aber zugeben, dass es nicht dasselbe ist, ob ein Verein auf diese Weise nach und nach die Beitrüge von den B. Y. B. V. erhält (.der ob der A. H. B. als solcher Mieter der Kneipe ist und auch die Bezahlung anderer Beträge garnicht durch die Hand der Vereine geht. Zwischen den A. H. A. H. und den Vereinen wird eine enge Fühlung bestehen. Bei allen wichtigen Beschlüssen werden die