Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 5 (24.8.1909)
- Date
- 1909-08-24
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
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128 Der jüdische Student. uns mit dankenswert Bereitwilligkeit bei und unternahm zu unseren Gunsten Schritt che vori überraschendem Erfolge" begleitet waren; aus dem v.'°nzen J. C\ flössen uns Spenden und Darlehen in ungeahnter Tülle zu, so dass wir, abgesehen von unserer Dankbarkeit für die materielle Subvention, mit freudiger Genugtuung die einhellige Hilfsbereitschaft und selbstlose Opferfreudigkeit unserer Bundesbrüdc, konstatieren konnten; es war dies ein moralischer Erfolg, der inf .n Eindruck auf uns alle, besonders auf unsere jungen Füxe, .,;?ht verfehlte und der auch die skeptischsten Zweifler an der „i^mdesbrüderlichkeit" zum Schweigen bringen muss. So dürfen wü jn dieser Beziehung mit den Erfolgen der Arbeit dieses Sem«Jcfvls vollauf zufrieden sein; künftig wird der Y. J. St. Freiburk jn seiner Entwicklung nicht mehr durch drückende materiell.. Schwierigkeiten gestört werden. Und wenn dies der einzige 1\.»Schritt dieses Semesters wäre, und wenn wir andere nicht zu veiv^hnen hätten — dajenu. Aber auch in inderer Beziehung ist das Facit dieses Semesters ein günstiges zM nennen. Zunächst die Errungenschaften der äusseren Politik: Da- Arbeitsfeld ist im sommerlichen Freiburg auf die Zionistische Oii^lUppe und den Jüdischen Jugendbund beschränkt;, die übri^tt jüdischen Vereine Freiburgs finden nur im Winter zur Betätigim,; ihrer rein geselligen Bestrebungen Gelegenheit. In der Ortsg»uppe waren wir stets aktiv und passiv sehr stark beteiligt, aiwN an den Veranstaltungen des Jugendbundes nahmen wir des C>fLi,.n teil, obgleich eine intensive Betätigung in diesem Kreise, der s'.. ails wenigen für uns ganz wertlosen Sprösslingen der Gevatter hneider und Handschuhmacher zusammensetzt, eine Kräftevc,. ndung bedeuten wurde, zumal da die Leitung des Jugendbui:.;,-. jetzt nicht mehr in den bewährten Händen des Bbr. Dukas lic-. \Yenn darum von einer positiven ^Rückwirkung auf weite—.- Kreise1 in diesem Semester auch nicht viel die Rede sein könnt-. haben wir uns doch eben durch ein stilles und freundliches Ve>v . -»sieben, das frei von hässlichen Zwistigkeiten und Stunkaffären. von rauschenden Festlichkeiten und von studentischen RaufhäncK' i mit ruhiger Stetigkeit seinen geordneten Gang nahm, nicht -a mindesten auch durch die radikale Beseitigung unserer Fina \, mi^ere, die hier geradezu Aufsehen erregt hat, die Sympathien ,ier nahestehenden Kreise zurückgewonnen, die fernerstehender e. -vorben. — Unser Verkehr mit der Ivria war so herzlich, wie es -^t Rücksicht auf den nie ganz verwundenen Konkurrenzneid des K r/u y. angesichts unserer grossen und seiner minimalen Keilerfolge irgend möglich ist; die >guten Beziehungen'5 fanden ja ihre Yerko;/perung in dem gemeinsamen Auschuss. — Zur Ghibellinia unteih^;ren wir natürlich keine Beziehungen, schneiden uns vielmehr k-.-.n^tant und suchen uns, wo wir uns treffen, mit Blicken zu Vernich.:on. C'est la guerrc!