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Der jüdische Student · 1909-07-26 · Heft 4 (26.7.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 4 (26.7.1909)
Date
1909-07-26
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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84 Der jüdische Student. die ADBer bestreiten, „weil sie jeden Zusammenschluss der Juden als Absonderungsbestrebungen bekämpfen müssen", vielmehr „ein völliges Aufgehen der Juden im Deutschen Staate verlangen". Dazu nehmen sie „geeignete" jüdische Studenten in sich auf, um sie ganz zu verdeutschenu. Diese Phrasen und eine Polemik, in die sich wegen solcher und ähnlicher Anschauungen, die „Akad. B1.M, das Organ des Kyffhäuser-Verbandes, und die >Burschenschaftl. Bl.c der antisemitischen alten Burschenschaften schon vor Monaten mit den ADBern eingelassen haben, bringen die M. A. ganz auf die Seite des Reformburschenschaften. Auch der ^sociale Sinn% für den die im ADB geeinigten 25 liberalen Burschenschaften immer etwas übrig gehabt haben sollen, ist eine Lockspeise für die M. A. Sie besprechen (Nro. 21—22k des Lobes voll, in einem längeren. Artikel ein Schriftchen, das ein ADBer über die sozialen Strömungen seiner Korporation veröffentlicht hat. Sie sympathisiren völlig mit der Ablehnung des Gedankens einer Vereinigung des ADB mit den KC, „da der ADB innerlich im schärfsten Gegensatz zu allen parteipolitischen und konfessionellen Verbindungen stehe, also auch zum K C, der nur jüdische Kommilitonen aufnimmt" (No. 21—22). Sie stimmen mit der ADB-Zeitschrift überein, wenn sie, gegenüber den Bemühungen der B. B., den ganzen ' DB als unsicher und der Unterstützung durch den K C bedürftig hinzustellen, erklärt: „Allerdings sind in den ersten Jahren nach der Gründung wegen der Judenfrage oder wegen des Mensurstandpunktes aus dem ADB eine Anzahl von Korporationen ausgeschieden, deren kümmerliche Reste nach mancherlei Irrfahrten schliesslich beim ADC (der „alten" Burschenschafti landeten. In den letzten zehn Jahren ist aber nur eine einzige Korporation, und zwar in Berlin, aus unserem Bunde geschieden, was uns übrigens weder einen quantitativen noch qualitativen Verlust brachte.14 Ich kann mich nicht der Ansicht anschliessen, dass die wenigen Juden, die der ADB als „geeignete" aufnimmt, um sie zu verdauen und zu verdeutschen, wie ein Tropfen auf einen heissen Stein sind; denn ich glaube, dass uns doch gerade in mancher Beziehung recht wertvolle Leute durch den ADB verloren gehen, wenn wirklich eine Aussiebung der aufzunehmenden Juden stattfinden sollte. Diese uns in paritätischen Verbindungen drohende quantitative und qualitative Gefahr des Kräfteverlustes ist' um so bedenklicher, als auch die freistudentische Bewegung wächst und blüht. Zurzeit gibt es 30 freistudentische Organisationen, die sich zu einem Verbände der Deutschen Freien Studentenschaft vereinigt haben. Ausserdem bestehen 21 Verbände ehemaliger . Freistudenten i'M. A. No. 21—22). Inwiefern der „Gedanke an eine erhöhte geistige Kultur der Menschheit* spezifisch freistudentisch sein soll, wie die Comenius-Blätter (das Organ der Comeniusgesellschaft für Volkserziehung) behaupten, ist nicht ganz klar: aber die Redensart

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