Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1909)
- Date
- 1909-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. vorzubereiten. In allen Vereinen, wo dies nötig ist — und nur in wenigen wird das nicht der Fall sein -rollten wieder einmal Tendenzdebatten stattfinden. Die Bundesknüder sollen sich einzeln über diese Dinge unterhalten, jeder soll selbständig über sie nachdenken, und nicht zum wenigsten soll die {Diskussion hier im J. St. gerührt werden. Wir müssen endlich einmal' dazu gelangen, dass alle B. J. C.er wissen, was der B. J. C. ist. Die Gefahren noch längeren Zögerns sind zu gross. Es steht zu befürchten, dass wir allmählich wirklich nichts weiter als ein Sammelpunkt jüdischer Stucknten werden. M. Bileski (Manrabaea, Breslau). - Jüdischer Studenten-Ahnaiiach.. Das Präsidium hat, einen Beschluss der beiden letzten Kartelltage ausführend, die Unterzeichneten mit der Herausgabe eines »Jüdischen Studenten-Almanachs" beauftragt. Für Inhalt und Form des Buches soll folgendes gelten: Der Almanach. im wesentlichen von der jüngeren Generation zionistischer Akademiker Deutsehlands geschrieben, soll, als eine Art Fortsetzung des „Jüdischen Alneanachs", durch seinen Inhalt einen Ueberblick über den jung-jüdischen, also zionistischen Lebens- und Gedankenkreis gebest. Die Beiträge werden demnach jüdisch-wissenschaftlichen. (insbesondere geschichtlichen! wie jüdisch-politischen Inhalts sein; der literarische Teil im engeren Sinn wird sich, wenn er wirklkh nur jüdische Kunstwerke bringen will, auf Uebersetzungen aas dem Jargon und dem Hebräischen beschränken müssen. Es ergibt sich bereits hieraus, dass als Leser keineswegs nur Studenten gedacht sind und dass der spccifkdi studentische Teil durchaus der kleinere sein wird. In ein oder zwei Aufsätzen werden Fragen des jüdischen Studententinnrs und B. J. C. behandelt werden, im allgemeinen aber soll dk Propaganda, die das Buch lür uns macht, mehr eine mittelbare sein, indem es eine Probe von unserer Leistungsfähigkeit gibt. Mitarbeiter werden zwar in .erster Linie, aber nicht ausschliesslich V. J. St.er sein. Der Almanach soll dem nächsten Kartelltag fertig vorliegen. Die Herausgeber richten an ihre Bundesbiüder die Aufforderung, ihnen geeignete Beiträge bis Ende August d. J. zugehen zu lassen; machen aber von vornherein darauf aufmerksam, dass sie sich völlige Freiheit der Kritik über das Eingesandte vorbehalten. Sie sind auch bereit, Themäia zu nennen, deren Bearbeitung erwünscht wäre. Eine Reihe son Beiträgen ist bereits zugesagt.