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Der jüdische Student · 1909-06-17 · Heft 3 (17.6.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 3 (17.6.1909)
Date
1909-06-17
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Der jüdische Student. 69 Von Innenarbeit des Vereins ist zu bericbden, dass für jeden A. B. jetzt ein Vortrag obligatorisch ist. Den B. C. ist davon ausgegangen, dass die wissenschaftlichen Kenntrisse des Burschenexamens dem Tendenzparagraphen in keiner Wase genügen. Die V. J. St.er sollen ja „mit dem geistigen Rü&zeug ausgestattet werden, zu allen wissenschaftlichen, sozialen und politischen Fragen innerhalb des Judentums Stellung zu nehmen". Heute ist es nun so, dass unsere Jungburschen kaum die Probleme aus unserer Gesch'chte und Gegenwart kennen, geschweige denn Stellung zu ihnen genommen haben. Sie sollen sich in ihrer Bursriienzeit mit diesen Problemen beschäftigen und von dem Ergebnis ihrer Arbeit in einem Vortrag Rechenschaft ablegen. Die Wissenschaftliche Komm'ssion hat denn auch bereits Tag und Thema Sir jeden Burschen festgesetzt und ihre Hauptaufgabe darin gesehen, zu jedem Thema die geeignete Litteratur anzugeben. Der Konxent hat auVh die- Einführung regelmässiger Zeitungsreferate beschlossen, weil dadurch ein besseres Verständnis für die gegenwärtigem Kämpfe und Bestrebungen innerhalb des Judentums vermittelt md eine regere Anteilnahme am jüdischen Leben hervorgerufen Wörden soll. Persönliches: Dr. Julius Rosenfeld wurde zum A. H. ernannt, Enoch erhielt den Rat zum Austrittweg^n Verhaltens, das geeignet war, das Ansehen des Vereins nmh aussen hin zu schädigen. Der Fux Simson wurde als unbrauchbar aisgegeben, nachdem er uns eine Austrittserklärung geschickt hatte. Max Löwenherz wurde in den B. C. rezipiert, nachdem er das Burschenexamen mit gut bestanden hatte. L Perl mann. München. Persönliches: I. a. B. Adolf Schüller bestand das zainärztliche Examen und wurde A. H.iert. Fux Siegfried Adler machte das Fuxenexanien mit „gut". I. a. B. Horovitz erhielt vom E. R. eine Eüge wegen Beleidigung eines A. H. — Die Antrittskneipe fand am 10. Mai statt;, am 13. feierten wir unser Stiftungsfest anlässlich des 9jährig£n Bestehens des V. J. St. München (das ist wenigstens die Rechnung der Münchener) durch einen schönen Ausflug mit Buiadesschwestern etc. nach Grünwald. — Das innere Vereinsleben nimmt nun seken regelmässigen Gang. Die Zeitungsreferate haben begonnen. Als erster sprach Baneth und ging anlässlich des Gemeindetaggs in Berlin näher auf das Thema der Gemeindeverfassung ein. — Baneth hält einen hebräischen. Sprachkurs (nur Sprechübungen) aß.* der bei vielen Bbr. Bbr. Interesse erweckt hat und nun vom Convent offiziell gemacht worden ist. — Auf dem ersten Inaklkenabend referierte A. H. Arnbrunn über eine Statistik der Juden in Russland. Bei

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