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Der jüdische Student · 1909-06-17 · Heft 3 (17.6.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 3 (17.6.1909)
Date
1909-06-17
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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70 Der jüdische Student. der gemütlichen, z. T. etwas erregten Besprechung des Themas wurden manche Anregungen gegeben. — Der nächste Abend wird uns ein ähnliches Referat über Oesterreich bringen. Der Fecht- und Turnbetrieb ist regelmässig und die Leitung in geeigneter Hand. Die Keilarbeit hat weiter keinen positiven Erfolg gezeitigt. (Ich behalte mir vor, später darauf näher einzugehen). Es hat sich infolgedessen besonders bei vielen älteren Bbr. Bbr. im Hinblick auf den quantitativ so unzulänglichen Nachwuchs eine Müdigkeit eingestellt; man sieht nicht ein, für wen, bei aller Anerkennung der inneren Vereinsarbeit, die ganze Aufmachung des äusseren Betriebes da ist. Auf den Conventen ist man unzufrieden mit der Leitung, will darin Aenderungen eintreten lassen, verkennt aber die Faktoren, die unsere Möglichkeiten ausmachen. — Noch sind Ferien. — Vielleicht kommen alle mit gesunder Arbeitsfreudigkeit aus den Bergen zurück. Isaac Horovitz. Maccabaea. Wir eröffneten die Berliner Semestertätigkei mit einer grossen B. J. C. Kneipe, zu der sich eine stattliche Anzahl von A. H. A. FL eingefunden hatte. A. H. Herlitz hielt die Tendenzrede. A. H. Zlocisti drückte im Namen der A. H. A H. seine Freude darüber aus, dass sich in den A. H.-reden der jüngsten Füxe wieder eine grössere Hochachtung und Wertschätzung der A. H. A. H. bemerkbar mache; dagegen fühlte er sich angesichts der die Fuxenkorona fast erdrückenden Menge der A. IL A. H. von den Erfolgen der Keiltätigkeit enttäuscht; er suchte sich diese Beobachtung daraus zu erklären, dass der Radauantisemitismus mehr und mehr verschwinde, indem er leiser und salonfähiger werde. — Die Fidulität verlief unter Leitung der A. H. A. H. Zwirn, Zlocisti und Feitelberg — auch ohne Fuxenulk! — sehr gemütlich. Bbr. Lutz Kneller bestand sein Burschenexamen und wurde in den B. C. rezipiert. Wir haben ihm auf Wunsch seine Aktivität durch Ernennung zum O. Y. G. mit moralischer Verpflichtung zu möglichst reger Anteilnahme am Vereinsleben erleichtert. Noch ein anderer O. V. G. hat sich bei ,uns gemeldet, cand. med. Michael, der schon zum Marburger Kartellverein in diesem Verhältnis gestanden hat. Das Vereinsleben stand bisher hauptsächlich im Zeichen des Sports, von ernster Arbeit werden wir erst nach Pfingsten berichten. Einige Bbr. Bbr. liegen vier Mal wöchentlich den ganzen Nachmittag auf dem Wasser in Grünau. Andre bilden mit einigen sehr netten Damen eine Tennisgesellschaft. Persönliches: Bbr. med. dent. Fabian hat in Breslau sein Examen mit „guttt bestanden. Dr. Albert Strauss ist zum A. H. ernannt worden. Inaktiviert sind: Zamory, Pinner, Martin-Cohn. Fritz Blankenfeld.

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