Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 1 (22.4.1909)
- Date
- 1909-04-22
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 17 der 4—5 Aktiven, die in Breslau wohnen. Es ist daher notwendig, dass unsere lieben Bbr, B'*r. diesmal recht früh zur Mitarbeit herkommen. Wir brauchen unbedingt sclion 8 Tage vor Beginn des S. S. Leute hier, die unsre neue Wohnung einzurichten helfen. Wir haben Werderstr. 15-19 gemietet und treten damit wie Berlin, Königsberg und München in die Aera der eigenen Wohnung ein. Die Kostenfrage macht uns gro^s Kopfzerbrechen. Die jährliche Miete beträgt 750 Mark: mit Bereinigung, Faxen, Beleuchtung, Heizung, Klavierleihe, Reparaturen etc. werden wir 1250 Mark jährlich aufzubringeu haben. Wenn nicht alle Breslauer A. IT. A. IL mindestens 25 — 30 Mark jährlich für die Wohnung zeichnen und uns nicht jetzt bei der Einrichtung, die uns auch weit über 1500 Mark kosten wird, mit grösseren Summen, die sie wirklich einsenden und nicht nur versprechen, helfen, dann müssten wir die Wohnung in einem Jahre wieder kündigen, hätten damit den Verein in Unkosten und Schulden gestürzt und für unsere Sache absolut nichts gewonnen. Wir habe® also bei diesem Schritte mit der Opferfreudigkeit aller B. J. C.er und besonders mit der Liebe der alten Breslauer V. J. St.er zum Breslauer Verein gerechnet, wir haben auf den Willen aller unserer A. II.- A. H. gebaut, den Willen, dem V. J. St. Breslau eine Stätte zu geben, wo er friedlich und gemütlich seine Arbeit leisten kann. Die Notwendigkeit dieses ^chtittes wird jeder einsehen, der die Breslauer Kneipen- und Lokalverhältnisse kernet, besonders aber der, der zusehen musste, wie wir im letzten Semester ohne Lokal grade noch vegetierten. Wenn das letzte Semester lieb- und klanglos zu Ende ging, so sind diese elendem Verhältnisse daran Schuld, wenn jetzt die Keilerfolge so mangelhaft sind, so liegt das auch wieder nur daran, dass wir die Keilfüse nie zu uns laden und keine einzige exakte Kneipe veranstalte© konnten. Für ein ruhiges Vereinsleben ist eben — das zeigt auch die "Entwicklung .in den anderen Vereinen — eine Wohnung unbedingt notwendig, und wenn nur alle .Faktoren zusammenwirken wollen, dann können wir unser rechtlich gesichertes Heim Itaben und behalten. Also, zeigt alle, dass ihr wollt. Wir bitten unsere lieben A. H. A. H. und I. A. B. I. A. B., sowie alle Bbr. Bbr., die einmal in Breslau aktiv gewesen sind, uns Beiträge* für die Einric' tung zu senden, damit wir — besonders in Rücksicht auf unser im nächsten Semester zu feierndes lOjähriges Stftungsrest? — unser neues Heim anständig ausstatten können. Jeder Bbr., der einmal hier studiert hat, weiss, dass der Mangel eines eigenen Lokals bisher ein beständiger Schaden für unser Vereinsleben und unsere äussere Stellung gewesen ist, was also, eine eigene gemütliche Wohnung für uns bedeutet, daher geben wir uns der bestimmten Hoffnung hin, dass recht viele Bbr. Bbr., auch solche, die schon für andere K. V. K. V. ihr Scherflein beigesteuert haben, für uns etwas übrig haben werden. Da wir mit Semesterbeginn die fertige Wohnung beziehen wollen, bitten wir,