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Der jüdische Student · 1908-12-16 · Heft 9 (16.12.1908) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
5 (1908-1909)
Issue
Heft 9 (16.12.1908)
Date
1908-12-16
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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180 Der jüdische Student. Zugleich winden die Bundesbrüder Rosen blüth und Danziger, die auf Wunsch des Freiburger Vereins als Sekundanten räch Freiburg fahren wollten, mit der wenn irgend möglich friedlichen Erledigung der Angelegenheit beauftragt. Die Besprechung der Präsidiumsdelegierten mit 3 Herren vom K. C, der vom V. J. St. Freiburg Benenson und Landau beiwohnten, ergab den oben gekennzeichneten Sachverhalt. Eine Revocation des V. J. St. musste die Folge sein. Sie erfolgte schriftlich, worauf die Ghibellinia die Erklärung abgab, dass' sie mit Rücksicht darauf, dass es sich um 2 jüdische Corporationen handle, auf die Äustraguug der Suite verzichte. Am nächsten Tage erfolgte du Erledigung weiterer Missstimmigkeiten zwischen den beiden Corporationen durch einfache Aussprache. Alfred Schwarz. Bericht über die Jüdische Akademiker-Versammlung am 5. November 1808. Vor etwa 4 Wochen hatte Herr Rechtsanwalt Dr. Pinkus, Berlin, im Auftrage der B. Z. V. sich mit uns und der Masmonaea in Verbindung gesetzt, um eine jüdische Akademiker-Versammlung in die Wege zu leiten. Obwohl wir uns von vornherein nicht viel von der Versammlung versprachen, blieb der Besuch doch noch hinter den letzten Erwartungen zurück Es soll nicht untersucht werden, woran das lag, jedenfalls ist die ziemlich nachlässig betriebene Agitation nicht der einzige Grund! Nachstehend die Grundzüge des Referates von Bbr. Felix Rosen blüth: Der Vortragende charakterisierte im Eingange seines Referates die psychologische Disposition der modernen jüdischen Jugend im Verhältnis zur Beschaffenheit der älteren Generationen. Seit drei Menschenaltern denkt, fühlt, handelt die jüdische Jugend jeweils anders als das voraufgehende Geschlecht. Es gibt keine jüdische Familienkultur (von wenigen Ausnahmen abgesehen)! — Der Unterschied zwischen den Alten und den Jungen, augenblicklich äusserlich charakterisiert durch das Interesse der Alten am Jüdischen und dureh die Interesselosigkeit der Jungen, hat seinen Grund in der Tatsache, dass sich die deutschen Juden in einer Entwicklung befinden. Diese Entwicklung führt von der jüdischen Kultur zur Deutschen, sie ist noch an keinen Ruhepunkt angelangt. Daher das Fehlen aller kulturellen Traditionen. — Der Redner wies darauf hin, wie somit die persönlichsten Probleme des Einzelnen, durch eine Gesamtbetrachtung der allgemeinen jüdischen Entwicklung erklärt werden müssen, und kennzeichnete die ungesunde und schwächliche Art der kultur- und damit wurzellosen modernen .jüdischen Jugend. — Zwei Lösungen sind denkbar. Assimilation und Z onismus. Beide haben das Gemeinsame, das sie das Kulturproblem erst für künftige Generationen lösen. Bei objektiver

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