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Der jüdische Student · 1909-03-19 · Heft 12 (19.3.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
5 (1908-1909)
Issue
Heft 12 (19.3.1909)
Date
1909-03-19
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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270 Der jüdische Student. einer antisemitischen Atmosphäre oder gar die Folge von Prodromen sei, Erscheinungen, die es ja im studentischen Leben Englands nicht gäbe. Mögen die englischen Brüdervereine sich gedeihlichfortentwickeln! Auch in Amerika blühen die zionistischen Bestrebungen der studentischen Kreise. Die „Welt" veröffentlicht (Nr. 2.) folgendes interessante Programm: Der Zionistische Studienverein in New York, der aus Studenten der verschiedenen Universitäten besteht, kündigt folgende Vorlesungen für den Winter 1909 an: Professor F. H. Qiddings,-Professor der Staatswissenschaften an der Columbia- Universität: „Was ist eine Nation?"; Samuel Strauss, Herausgeber des New York Qlobe: „Zionismus und Judaismus"; Dr. J. L. Magnes: „Was bedeutet der Zionismus für mich?"; Professor J. Friedländer vom Jüdisch theologischen Seminar: „Universalismus und Nationalismus". Ueber den ersten der hier angemeldeten Vorträge liegt bereits ein Bericht vor. Professor Qiddings, Vorsteher der soziologischen Abteilung an der Columbia Universität (deren zionistischer Verein eben mit dem der New York-Universität und des City-College in der Collegiate Zionist League vereinigt ist) bekannte sich als warmen Freund der Zionismen (Welt Nr. 5).In der „Neuen Nationalztg." vom 12. II. wird noch (bei der Wiedergabe eines Vortrages des bekannten jüdischen Philanthropen Jacob H Schiff) der „Jewish Historical Society" Erwähnung getan, einer Gruppe ernster Studenten, die wie ihr Name sagt, Studien zur Geschichte der Juden in Amerika betreiben. Auch über die beiden Seminare, das reformierte ,,Hebrew Union College" in Cincinnati und das orthodoxe „Jewish Theological Seminary" in New York werden einige Mitteilungen gemacht. - M ii n c h e n. Bruno. Kirschner. Der B. J. C. und die Jugendvereine. Es handelt sich für mich in diesem Augenblick nicht darum, denen, die diese Zeilen lesen werden, wiederum auseinanderzusetzen: Bitter notwendig ist es, unserer jüdischen nichtstudentischen Jugend (man mag die Schüler der oberen Mittelschulklassen und die junge Kaufmannschaft darunter begreifen oder auch ersfcre ausnehmen) Organisationen zu schaffen, die sie mit bewusst-lüdischem Geiste durch setzen können. Es wird nicht lohnen, abermals*") den Kartellvereinen und dem Präsidium die Notwendigkeit vom Standpunkt des Programms, die Nützlichkeit im Gesichtswinkel der Vereinstaktik vorzustellen, die auf die ernste Mitarbeit der V. J. St.-en in bereits bestehenden Jugendvereinen, auf die Mithülfe bei der Gründung *) Wie es bereits Alfred Schwarz (J. St. IV 12) und Jakob Jakobson (J. St. IV 174) getan haben.

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