Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 11 (24.2.1909)
- Date
- 1909-02-24
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 243 Zum Schluss möchte ich noch der angenehmen Unterstützung gedenken, die mir bei meinen Arbeiten seitens des Herrn Wrhehn Hecker, des Bruders unseres A. Ii., zu teil wurde. Ueber mehr als einen Plan kann ich den Bundesbrüdern heute nicht berichten, aber immerhin über einen fertigen Plan, und da ein solcher die wesentlichste Bedingung zum Vollbringen ist, so sind wir guter Hoffnung, dass uns das Werk gelingen wird. Dipl. Ing. Max Berlowitz, Charlottenburg, Sybelstr. 53 I. Das F. W. V.er Taschenbuch. So notwendig es auch für uns ist: es ist nicht leicht, das F. W. V.ertum zu analysieren. Am instruktivsten ist es nach dieser Richtung bisher immer noch gewesen, wenn man einen echten F. W. V.er persönlich kennen lernte. Einen Vertreter jenes Typus, der stets von Nietzsche oder mindestens nietzschisch redet, der in kokettem Spiel die banalsten Dinge unter dem Gesichtswinkel seiner „Weltanschauung" betrachtet, der sich nichts Menschliches und alles Jüdische fremd wähnt. Die Freie Wissenschaftliche Vereinigung hat vor wenigen Wochen ein Büchlein*) herausgegeben, das'bestimmt ist, auch den Aussenstehenden Klarheit darüber zu verschaffen, was (He F. W. V. ist und will. Wie die Redaktionskommission der Monatsberichte der F. W. Y. im Geleitwort hervorhebt, ist das Buch als „ programmatische Zusammenfassung der Bestrebungen" der F. W. V. gedacht, und obwohl die darin vertretenen Anschauungen „nicht für alle F. W. V.er verbindlicha sind, so soll es doch den aktiven Bundesbrüdern ein studentischer Wegweiser sein. Ich glaube, dass das Büchlein seinen Zweck, über die F. W. V. zu orientieren (ein kurzer Aufsatz von Professor von Liszt über „Organisation und Organisationsformen im studentischen Leben" — ein typischer Ehrenmitgliedsbeitrag — dient wohl etwas äusserlicheren Zwecken!) gut erfüllt — wenn auch vielleicht nicht ganz in der Weise, wie die Redaktionskommission das beabsichtigt haben wird. Es deckt den gewaltigen Kontrast zwischen Einst und Jetzt in der F. W. V. auf, während offenbar gerade der Eindruck erzielt werden soll, dass die F. W. V. - sich stets gleich geblieben ist. In hohem Masse bezeichnend ist es, dass zwei vom Standpunkte der F. W. V. besonders bedeutsame Themata („der nationale Gedanke der F. W. V." und „die Beziehungen der F. W. *) F. W. V.er-Taschenbuch, herausgegeben von der Freien Wissenschaftlichen Vereinigung an der Universität Berlin. Verlag von J. S. Preuss, Kgl. Hofbuchdr., Berlin S. 14. 128 S.