Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 11 (24.2.1909)
- Date
- 1909-02-24
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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237 der jüdischen Studenten ist also um einige Prozent zurückgegangen. Vielleicht liegt das daran, dass österreichische jüdische Studenten jetzt mehr als früher reichsdeutsche Universitäten besuchen. Die J. R. brachte am 4. Dezember v. J. die unten abgedruckte Notiz, von welcher ich leider vorläufig nicht feststeilen konnte, auf welche Stadt sie sich bezieht: Die Mensa academica Die jüdisch-nationale Studentenschaft hat beim Obmann der Mensa academica dagegen protestiert, dass, nachdem die Mensa vom Qelde aller erhalten werde, durch den Terrorismus der Deutschnationalen viele Hunderte nichtdeutscher Studenten um ihr Mittagbrot gebracht werden. Was die Besorgnis wegen Aufrechterhaltung der Ordnung anbelangt, so ist die Mensa nicht akademischer Boden und w äre es Sache der Polizei, eventuelle Demonstrationen hintanzuhalten. Gleichzeitig hat sich ein Notstandskomitee gebildet, welches die Mensamarken gegen andere Marken umtauscht. Einige Mitteilungen über Russland, England, Amerika und Palästina muss ich zu meinem Bedauern zurückstellen. München. Bruno Kirsch n er. Neue Protestrabbiner. Von Felix Danziger. Vor mir liegen zwei Kundgebungen deutscher Rabbiner, die sich mit dem Zionismus beschäftigen: der alte Protest vom Juli 1897 und die neue Resolution vom Januar 1909. Die erste allgemein bekannte Erklärung schliesst: Religion und Vaterlandsliebe legen uns daher in gleicher Weise die Pflicht auf, alle, denen das Wohl des Judentums am Herzen liegt, zu bitten, dass sie sich von den vorerwähnten zionistischen Bestrebungen und ganz besonders von dem trotz aller Abmahnungen noch immer geplanten Kongress fern halten; die zweite heisst: 1. Angesichts der Wandlung, welche die Tendenzen des Zionismus seit Festsetzung des Baseler Programms erfahren haben, sowie der Unbestimmtheiten ihrer zukünftigen Gestaltung erscheint die Möglichkeit einer generellen Stellungnahme nicht gegeben. 2. Die Förderung der auf Jischhub Erez Israel gerichteten Bestrebungen des Misrachi erscheint dann statthaft, wenn der auf dem 6. Kongress abgegebenen feierlichen Erklärung, der Zionismus werde nichts unternehmen, was gegen das Religionsgesetz verstösst, im offiziellen Programm des Zionismus präziser Ausdruck gegeben wird. Zitieren muss ich auch die vom Referenten Rabbiner Goitein-Burg-