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Der jüdische Student · 1908-02-01 · Heft 11 (Februar 1908) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 11 (Februar 1908)
Date
1908-02-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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288 Der jüdische Student. Im Wesentlichen soll werden: 1) die Gründung von Bezirksverbänden, zweckmässig nach den Wohnsitzen von A. H. A. H.-Gruppen zusammengestellt, wie z. B. B. V. B. V. Berlin, Hamburg, Posen, Strassburg, Oberschlesien etc. Diesen B. V.'s werden Arbeitsfelder im weiten Rahmen unserer Tendenzen zugewiesen: Erstens Unterstützung der bestehenden Vereine, die zunächst bestehen muss in einer organisierten und zielbewussten Keiltätigkeit an den Gymnasien und übrigen Mittelschulen; im Verfolg dieser Bestrebungen energische Arbeit in den grossen Ferien gemeinsam mit den ortsanwesenden aktiven Vereinsmitgliedern, d. h, mit anderen Worten Gründung von Ferialverbindungen nach Beispiel der österreichischen Verhältnisse und Betätigung in diesen Ferialvereinen. Zweitens Vorbereitung und Mitgründung von neuen Vereinen an Universitätsstädten, an denen ein V. J. St. Aussicht auf Bestand hat. Drittens Arbeit in den Gemeinden, den zionistischen Organisationen, der Politik. Viertens (wäre richtiger mit Drittens und vice versa zu bezeichnen) Tätigkeit bei dem. zu gründenden Arbeitsamt des B. J. C. Endlich fünftens Erledigung von Aufgaben, die der Präsidialausschuss den B. V. B. V. zuweist. 2) die Schaffung eines Präsidialausschusses der Altherrenschaft des B. J. C. Die eben skizzierten Bezirksverbände müssen von einer Centrale geleitet werden, die ihren Sitz im Mittelpunkt des B. J. C.er Lebens, in Berlin, haben muss. Ich denke mir 3 Alte Herren, die 3 Jahre, um eine gewisse Beständigkeit zu erreichen, im Amte verbleiben müssen. Der geschäftsführende Vorsitzende dieses Ausschusses soll immer 1 Jahr an der Spitze stehen. Auf die sonstigen rein formellen Bestimmungen gehe ich hier nicht ein. Hervorheben will ich nur einen mir gemachten Vorschlag, von der Bildung einer neuen Centrale abzusehen, dazu sei ja das Präsidium da. Ich kann diesen Vorschlag nicht gutheissen: Einesteils muss dieser Centralausschuss aus A. H. A. H., und n u r aus solchen, bestehen. Zweitens hat das Präsidium genug mit sich zu tun. Soviel für heute von meinen Vorschlägen zur Reorganisation der Altherrenschaft des B. J. C. Und nun zurück zu Hantke: Was derselbe zu Anfang seines Artikels in etwas bombastischen Sätzen ausführt, lautet in Kürze folgendermassen: „Die Gründer des Vereins und dessen Vorkämpfer in den ersten Jahren sind und bleiben der jungen Generation, und zwar mit wenig Ausnahmen, unbekannt." Wie sucht Hantke die an und für sich richtige, sehr bedauerliche Tatsache zu begründen? Er weist darauf hin, dass bei ins Philisterium hinaustretenden Vereinsmitgliedern Sinn und Interesse für die Details des Corporationslebens schwindet (Autor hebt besonders den für uns jüdische Akademiker schwierigen Existenzkampf hervor), dass dieselben nur noch ganz selten auf die Veranstaltungen des Vereines kommen, wo sie dann als „Wundertiere" angestaunt werden, um schliesslich dem V. J. St.

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