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Der jüdische Student · 1907-11-01 · Heft 7 (November 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 7 (November 1907)
Date
1907-11-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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174 Der jüdische Student. scharf an, besonders wegen seiner Weigerungen, den jüdischen Kommilitonen im Kampf gegen den Antisemitismus, den jüdischen Brüdern überhaupt zur Zeit äusseren Unglücks korporativ Beihilfe zu leisten (z. B. durch eventl. Mitarbeit im jüdischen Volksverein). Die immerhin schwere Behauptung, dass dieser Verein gegen „das Odium, er sei ein jüdischer Verein" überall protestiere und dass seine Mitglieder „scheu ihr Judentum, den jüdischen Charakter ihres Zusammenarbeitens verleugnen glaubte der Herr Studiosus mit dem Schleier der Anonymität genügend zu decken. Von persönlichem Mut zeugte diese anonyme Anrempelei nicht; Dr. Goldmann, A. H. des A. J. G. V., konnte dem wtapferen Anonymus* auch noch ein paar faktische Unwahrheiten nachweisen (No. 27). Er wies das — trotz des „wissenschaftlichen" und nicht politischen Charakters des Vereins erfolgte — korporative Eintreten des A. J. G. V. für die russischen Juden, die-speziell jüdische Betätigung der einzelnen Mitglieder für die Toynbeehalle, den Centraiverein, den Bund jüdischer Vereine (anlässlich der Lesehallen wähl) nach. Die Tatsache freilich, dass der A. J. G. V. kein jüdischer Verein ist, die ja abgesehen vom offiziellen Namen auch im Paragraf 4 der Statuten die Bestimmung beweist, »dass jeder Studierende Mitglied des A. J. G. V. werden kann*, diese Tatsache konnte und wollte wohl auch Herr Dr. G. nicht aus der Welt schaffen. Die in ihr begründete Unklarheit ein für alle Mal festzunageln und damit die durch die einseitige Pflege der jüdischen Vergangenheit erfolgende Fernhaltung der A. J. G. V.-er von der jüdischen Gegenwartsarbeit zu kennzeichnen, bemühte sich der „Studiosus" nunmehr in No. 32 und entpuppte sicli gleichzeitig als der Münchener „cand. med. F. Teilhaber*. Man muss es Herrn Dr. G. lassen, dass er mit seiner ^offenen Antwort* in No. 35 nicht den Kürzeren gezogen hat. Vornehm und einfach verteidigt er seinen Standpunkt und erkennt Herrn T. das ehrliche Bemühen im Dienste des Judentums durchaus zu; jüdische Gegenwartsarbeit leiste übrigens der A. J. G. V. sehr „kräftig, wenn auch nicht geräuschvoll und prahlerisch" und ohne stundenlang vor- und nachher drüber zu reden." Diesem Seitenhieb fehlt leider nicht die innere Berechtigung; und bedenkt man, dass Herr Dr. G. auch formell nicht übel abgeschnitten hat, so ergeben doch diese Plänkeleien mindestens einige taktische Lehren. — — Dass der K. V. sich auch ausserhalb seiner Reihen — er umfasst übrigens zur Zeit 27 V. D. St.-en mit 1200 Aktiven und 13 A. H.-Bünde mit 2800 A. H. A. H. — übergrosser Beliebtheit erfreut, beweist denen, die es noch nicht wussten, eine tolle Lobhudelei, die ein cand. phil. Wastian in den »Akademischen Turnbundsblättern^ — der Zeitschrift des Verbandes nichtfarbentragender Akademischer Turnvereine auf deutschen Hochschulen — zu veröffentlichen sich gedrungen sieht (214. u. 215. Heft). „Unsere Stellung zu anderen Korporationen und Verbänden. 1. V. D. St. und A. T. V.a nennt er seine captatio benevolentiae, die einen

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