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Der jüdische Student · 1907-07-01 · Heft 4 (Juli 1907) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
4 (1907-1908)
Issue
Heft 4 (Juli 1907)
Date
1907-07-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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106 Der jüdische Student. zionistischen Feuerköpfen zu sagen, dass der B. J. C. alle selbstbewussten Juden mit den Zionisten zu gemeinsamer Arbeit für die Juden erziehen will. Wer den B. J. C. als zionistische Kadettenanstalt auffasst, der sieht in unserem Bunde eine recht kleine und kleinliche Schöpfung jüdischen Geistes. Unser Bund ist doch noch mehr. In ihm ist Leben, weil die verschiedenartigsten Ideen die Köpfe unserer Bbr.Bbr. beherrschen, Gedanken, die wiederum die Grundidee der Liebe und freudigen Arbeit fürs Judentum gemeinsam haben. Dies Judenband kann fest und innig sein, ohne dass es mit Zionsliebe verbrämt ist. Wir bemerken noch, dass die meisten tätigen V. J. St.er genau so denken. Wenn es wichtig ist, dies gelegentlich zu sagen, so ist es heute eine Notwendigkeit, diese alten Wahrheiten zu wiederholen zu einer Zeit, wo nicht untüchtige aus unseren Reihen von einer Zionisierung des B. J. C. fabeln. Trotz deren Geschrei, wir seien auf dem Holzwege, ziehen wir unseren alten Weg weiter. Eine feste Heerstrasse ist es, kein Holzweg. Fechten oder Körpersport. Curt Steinberg, Charlottenburg. Man verzeihe mir, dass ich auf die vielen lehrreichen Geschichten und Geschichtchen von Bbr. Danziger nicht mit Geschichtchen antworte. Ich bin kein Fechter, bin nicht auf dem Paukboden gewesen und habe die gute Gelegenheit verpasst, derlei kennen zu lernen. Dort wird auch der Grundsatz gelehrt: Hieb ist die beste Verteidigung, den Bbr, Danziger sich so gut zueigen gemacht, dass er — gar nicht erstaunlich — seinen Standpunkt kaum begründet, sondern zwischen den zahlreichen Geschichtchen eifrig polemisiert. Die Fechtfrage ist von zwei Seiten zu betrachten, je nachdem man die augenblickliche Stellung des B. J. C. in der Satisfaktion als unveränderlich und bindend betrachtet oder nicht, sagen wir von der praktischen und der theoretischen Seite. Ich behandele die praktische Seite zuerst, gehe also von der Forderung aus, dass der B. J. C. immer Bundesbrüder braucht, die eingepaukt sind. Es ist ganz selbstverständlich, dass die Majorität im B. J. C, deren Satisfaktionstandpunkt der B. J. C. nach aussen vertritt, diejenigen, die anzutreten haben, aus ihren eigenen Reihen stellt. In dem Augenblick, wo die Majorität nicht mehr in der Lage ist, ihren Standpunkt aus eigenen Kräften nach aussen zu verteidigen, muss der B. J. C. seine Stellung in der Satisfaktionsfrage ändern. Dies ist ebenso unzweifelhaft richtig, wie, dass kein Satisfaktionsgegner gezwungen werden kann, seine „Ehreu mit der Waffe in der Hand zu verteidigen resp. reinzuwaschen. Die Fechtübungen der Anhänger der Satisfaktion sind meines Erachtens vom Verein zu fördern oder am besten zu leiten, da man ja wissen muss, wer eventuell antreten kann und wie gefochten wird. Bei der Betrachtung der theoretischen Seite der Fechtfrage

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