Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 1 (April 1907)
- Date
- 1907-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Der jüdische Student. Erscheinens einzusenden oder die Leitung zu benachrichtigen, damit es dem Archiv zugehen kann. Ein jeder krame in seinen Schubfächern und Mappen, manches wird sich finden. Niemand glaube, das brauche ich ja nicht einzuschicken, das geht ja dem Archiv so wie so zu. Es wäre kein Unglück, wenn einmal ein interessantes Dokument uns 2- oder 3 mal zugesandt würde, besser noch, als wenn es ganz ausbleibt. Ueberzählige Exemplare werden für die Vereine oder darüber hinaus die einzelnen Bbr. Bbr., besonders den Nachwuchs aufbewahrt. Das Archiv wird namentlich den jüngeren Bbr. Bbr. zur Verfügung stehen, denen wir von früheren Veröffentlichungen so viel wie möglich nachliefern wollen. Deshalb muss jeder Bbr., jeder Verein alle überzähligen Exemplare von früheren Veröffentlichungen sofort an uns senden; wir werden sie weiterverteilen; was nutzt es heute, dass sie in den Winkeln der Schränke auf den Kneipen verkommen, was für einen Wert haben die überflüssigen Exemplare auf dem Bücherbrett des Einzelnen? Ein jeder gehe nun daran, uns zu unterstützen. Das Thema, das ich hier behandelt habe, ist Gelegenheit zu wertvoller Arbeit, die Grundlagen der Erziehung späterer und jetziger Generationen von den Ideen und Taten unseres Wirkens, von dessen Werden und Beurteilung. Man spare uns unnötige Mahnungen und Schreibereien und schicke dem Archiv freiwillig und unaufgefordert ein, was ihm gebührt; jeder Verein und Bbr. Bbr. Die Güte unserer Zeitschrift und mancher Teile des geplanten Kompendiums des Fuxenunterrichts wird davon abhängen, welchem Interesse das Archiv des B. J. C. im Kartell begegnet. Sendungen erbitte ich an meine Adresse: Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 54a III. Erich Herzberg (Mitglied des Präsidiums.) Ernste Worte über den Stand der V. J. St.ersache.*) Von Bruno Kirschner. Nachdem wir vor einigen Wochen einen neuen V. J. St. bekommen haben, und durch die Gründung der Maccabaea der staunenden Mitwelt (soweit diese überhaupt an uns Interesse nimmt) *) Die folgenden Ausführungen sind im grossen und ganzen die Wiedergabe eines Vortrages, den ich in internem Kreise im Februar d. J. auf einem gemeinschaftlichen Diskussionsabende der drei im B.J.C., Berlin, vereinigten V.J.St.en gehalten habe, dessen Thema aber für den ganzen 3.J. C. von Interesse ist. Ich habe die mir wichtig erscheinenden Entgegnungen aus der Diskussion, die sich meinem Vortrag anschloss, in diesem Aufsatz mitverarbeiten zu sollen geglaubt, einmal um Wiederholungen in Einsprüchen vorzubeugen, dann aber auch, weil durch die Behandlung der Entgegnungen gleich im Gedankengang meiner Zeilen meine Absichten eine um so klarere und zweckentsprechendere Darstellung erhalten können. Das Kolorit des Vortrages habe ich gelassen.