Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1905)
- Date
- 1905-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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-5a trug — unter Berücksichtigung nur der Studierenden preussischer Staatsangehörigkeit — im Durchschnitt des Wintersemesters 1886-87 und Sommersemesters 1887: 9,56 Prozent, im Durchschnitt des Sommerhalbjahres 1899 unc^ Winterhalbjahres 1899- 1900 nur noch 8,28 Prozent. Unter Berücksichtigung aller, auch der nichtpreussischen Juden, sind die entsprechenden Zahlen 9,61 Prozent und 9,22 Prozent. Dass bei diesen letzteren Zahlen der Rückgang weniger stark ist, liegt daran, dass die Zahl der in Preussen studierenden nichtpreussischen Juden beträchtlich gestiegen ist. b) Verteilung auf die einzelnen Universitäten. Was die Verteilung von Christen und Juden auf die einzelnen Universitäten betrifft, so ergibt Tabelle 26, dass die Juden in einem viel stärkeren Masse als die Christen die Universitäten Berlin und Breslau, alle anderen Universitäten aber in schwächerem Masse aufsuchen. Von sämtlichen jüdischen Studierenden preussischer Staatsangehörigkeit studierten im Durchschnitt des Sommerhalbjahres 1899 und des Winterhalbjahres 1899-1900 85 Prozent (gegenüber 39,3 Prozent bei den Christen), von sämtlichen jüdischen Studierenden überhaupt 84,85 Prozent (gegenüber 40,37 Prozent bei den Christen) in Berlin und Breslau. Dagegen sind in Göttingen, Halle, Greifswald und Kiel jüdische Studenten verhältnismässig sehr selten. Nur 4,4 Prozent aller jüdischen preussischen Studierenden (gegenüber 27,9 Prozent bei den Christen) studierten an diesen vier Universitäten. Mittelmässig von Juden besucht sind Bonn, Königsberg und Marburg. (Die genannte Tabelle erstreckt sich über die Studienhalbjahre W.-H. 86—87 und S.-H. 87, S.-H. 92 und W.-H. 92-93, S.-H. 99 und W.-H. 99-1900, und über die Universitäten Berlin, Bonn, Breslau, Göttingen, Greifswald, Halle, Kiel, Königsberg, Marburg, Akd. Münster und Lyc. Hos. in Braunsberg. Sie unterscheidet zwischen Preussen, sonstigen Deutschen und Reichsausländern. Red.) c) Verteilung nach Fakultäten und Disziplinen. In der Verteilung der Juden auf die einzelnen Fakultäten und Disziplinen ist gemäss den Tabellen 27 und 28 der starke Rückgang der jüdischen Mediziner und Philologen im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Studierenden der Medizin und Philologie augenfällig, während das Verhältnis der jüdischen Juristen und