Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1905)
- Date
- 1905-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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52 -.- im einzelnen Falle dem Verein Jüdischer Studenten zum Zwecke von Auszügen die Erlaubnis zur Einsicht gegeben worden. Auch über die Frequenz der Rabbinerseminare finden wir nichts, obgleich hier die Jahresberichte uns vorliegen. Hier wäre speziell Gelegenheit für eine genau abgegrenzte, übersichtliche statistische Arbeit, die uns unter anderem lehren könnte, aus welchen Kreisen sich hauptsächlich der deutsche Rabbinerstand rekrutiert. Eine äusserst interessante Frage. Es ist klar, dass diese Mängel für die vorliegende Veröffentlichung keinen Vorwurf bedeuten, sondern in den Verhältnissen und den allzu begrenzten Möglichkeiten nur zu gut begründet sind. Sie mögen als unmassgebliche Anregungen aufgenommen werden. Zum Schluss drucken wir hier mit Erlkaubnis des Bureaus für Statistik der Juden den zweiten Abschnitt über die Studierenden ab, indem wir die Tabellen fortlassen: a) Frequenzverhältnisse seit 1886. Zu den Hochschulen in Preussen gehören neben den Universitäten noch die Fachhochschulen. (Technische Hochschulen, Handelshochschulen, Forstakademien, Bergakademien, Tierärztliche und Landwirtschaftliche Hochschulen, die Hochschule für Musik und bildende Künste.) Leider liegen für diese Fachhochschulen umfassende statistische Erhebungen unter Berücksichtigung der Konfession der Studierenden nicht vor. Nur die Universitäten erfreuen sich seit dem Jahre 1886 einer auf fast alljährlichen eingehenden Erhebungen beruhenden Statistik, deren Ergebnisse für die Zeit bis zum Winterhalbjahre 1899-1900 in den Bänden 102, 106, 116, 125, 136, 150, 167, 175 der preussischen Statistik niedergelegt sind. Für die Zeit nach dem Winterhalbjahr 1899-1900 sind bisher statistische Veröffentlichungen nicht erfolgt. Tabelle 25 gibt die absolute und relative Zahl der jüdischen Studierenden unter Berücksichtigung ihrer Staatsangehörigkeit an. In den absoluten Zahlen zeigt sich insofern ein Parallelismus zwischen Christen und Juden, als bei beiden die Zahlen vom Winterhalbjahr 1886-87 bis zum Wintersemester 1892-93 einen Rückgang und seitdem wieder ein Ansteigen aufweisen. Allerdings ist dies Ansteigen der absoluten Zahl bei den Juden schwächer gewesen als bei den Christen, so dass der Anteil der Juden unter allen Studierenden geringer geworden ist. Er be-