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Der jüdische Student · 1905-06-01 · Heft 2 (Juni 1905) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 2 (Juni 1905)
Date
1905-06-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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___- 51 gen selbst zieht und dadurch zugleich dem interessierten Arbeiter eine statistische Schule bietet. Was die Abhandlungen der Zeitschrift betrifft, so sind sie hauptsächlich statistischen und anthropologischen Inhalts. Eine Kritik über diese Artikel steht uns nicht zu. Was jedoch die Abhandlungen allgemeinen Inhalts anbetrifft, so begreifen wir nicht, wie die beiden Aufsätze über die „Auserwählungsidee und ihre biologische Bedeutung" hier einen Platz finden konnten. Obgleich ich nicht auf dem streng materialistischen Geschichtsstandpunkt stehe, scheint es mir doch unmöglich, aus dieser Idee diese Konsequenzen zu ziehen. Das sind geschichtsphilosophische' Phantasien und als solche vielleicht interessant. Wissenschaft ist es nicht. Wir kommen nun zu der Veröffentlichung über den „Anteil der Juden am Unterrichtswesen in Preussen", deren Druck vom Vorstand der jüdischen Gemeinde in Berlin subventioniert wurde. Sie zerfällt in einen geschichtlichen Teil, verfasst von Dr. Jakob Thon, und einen statistischen, den der Redakteur der oben besprochenen Zeitschrift, Dr. Arhur Ruppin, ausgearbeitet hat. Der geschichtliche Teil, welcher nach dem Vorwort eigentlich nur eine in das Verständnis der gegenwärtigen Verhältnisse einführende Einleitung des statistischen Teiles ist, ist dementsprechend knapp ausgefallen, vor allem am Ende. Den 8 Religionsschulen der Berliner Gemeinde und ihrer Geschichte ist nur eine einzige Zeile gewidmet. Der statistische Teil zerfällt in drei Abschnitte: i. die Schüler, 2. Die Studierenden, 3. Die Lehrer. Dass bei aller Klarheit auch hier sich Unvollkommenheiten vorfinden, liegt wohl mehr daran, dass hier vielfach, vor allem bei den spezifisch jüdischen Organisationen, das Material fehlt oder doch wenigstens in den Archiven vergraben liegt. So erfahren wir z. B. auch hier nichts über die Religionsschulen der Berliner Jüdischen Gemeinde, obgleich sie ein äusserst fruchtbares Feld für statistische Erhebungen verschiedenster Tendenzen darbieten würden. Auch der Abschnitt über die Studierenden musste mit einer Einschränkung betreffs der Fachhochschulen begonnen werden, für die umfassende statistische Erhebungen mit Berücksichtigung der Konfessionen nicht vorliegen. Ich glaube, dass hier die private statistische Arbeit gut ansetzen könnte, da die Einsicht in die Matrikelbücher ohne Umstände gestattet werden dürfte. Jedenfalls ist an der Technischen Hochschule zu Charlottenburg

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