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Der jüdische Student · 1905-06-01 · Heft 2 (Juni 1905) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 2 (Juni 1905)
Date
1905-06-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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50__--- der Anfang war gemacht und, was das Wichtigste war, aus dem „Verein für jüdische Statistik" wurde bald, bereits im ersten Jahre seines Bestehens, ein „Verband für Statistik der Juden'V der neben der Berliner Centrale Sektionen in Hamburg, Wien, Lemberg, Warschau, Odessa, Tomsk und Bern begründete, wozu noch im zweiten Jahre selbständige, in Bayern und England entstandene verwandte Vereine kamen. Da bei der Zerstreuung der Juden über alle Länder die dezentralisierte Arbeit vor allem wegen der sonst schweren Zugänglichkeit statistischer Quellen eine unerlässliche Vorbedingung für jede Betätigung jüdischer Statistik ist, so ist es klar, dass mit der Begründung des Verbandes ein guter Schritt vorwärts getan war, wenn auch die ideale Organisation erst dann erreicht sein wird, wenn möglichst jedes Land, in dem sich Juden befinden, seine Untersektion haben wird. Noch ein Glück widerfuhr diesen ursprünglich rein zionistischen Bestrebungen, und das bestand darin, dass die offiziellen jüdischen Kreise ihnen ihr Interesse zuwandten. Unter diesen Auspicien konnte das „Bureau für die Statistik der Juden" bald an eine geregelte, wohlorganisierte Arbeit unter fachmännischer Leitung gehen und das Jahr 1905 mit der Herausgabe einer monatlich erscheinenden „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" eröffnen, deren erste fünf Hefte nun bereits vor uns liegen. Im April 1905 erschien dann auch das erste Heft der „Veröffentlichungen des Bureaus für Statistik der Juden" über den „Anteil der Juden am Unterrichtswesen in Preussen". Was die Zeitschrift anbelangt, so zerfällt jede Nummer in zwei Abschnitte: 1. Abhandlungen, 2. Statistisches Archiv, wozu noch hin und wieder ein dritter, die einschlägige Literatur besprechender Abschnitt kommt. Wer jemals sich in die Notwendigkeit versetzt sah, zu irgend einem Zwecke — sei es zu einem Vortrage, sei es zu einem Aufsatze — statistische Daten zu sammeln und dabei die mühselige Arbeit des Zusammenlesens der Angaben aus den jüdischen Zeitungen und Schriften durchgekostet hat, um schliesslich die fUnzuverlässigkeit und Fehlerhaftigkeit all dieser sich zumeist noch widersprechenden Daten zu erkennen, der wird zunächst die Notwendigkeit des „Statistischen Archivs" erkennen und die ihm gebotene Erleichterung freudig begrüssen, um so mehr, als die Zeitschrift sich nicht mit der blossen Zusammenstellung der Tabellen usw. begnügt, sondern die wichtigsten Schlufsfolgerun-

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