Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 1 (März 1905)
- Date
- 1905-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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--- 29 Heinrich Heine: 1862 (IV, 243): Die Gegner des christlichen Prinzips, die es aus Gründen der Schönheit sind, wie Heinrich Heine, sollte sich doch fragen, ob denn die Welt der Resignation, der freudigen Entsagung, nicht ihre eigentümliche Schönheit habe, und ob sie diese auslöschen möchten. 2. Individueller Bedeutung. a) Ludwig August Frankl: 1847 (III, 251):^Leute, die für ihre Gedichte Brillantringe empfangen und nachher schlecht rezensiert werden, haben ihre Antikritik in der Hand. So Herr Dr. Frankl, der Verfasser des Don Juan. 1857 (IV, 149): Ich hinter Hammers Sarg in der Stephanskirche, zu meiner Fechten Dr. L. A. Frankl, zu meiner Linken Regierungsrat Deinhardstein. Frankl (mir ins Ohr): Ich habe eine Hand voll Erde aus dem Tal Josaphat in der Tasche und werde sie auf den Sarg werfen. (Er dachte daran, wie hübsch sich das in einem Gedicht ausnehmen würde) .... b) Berthold Auerbach: Brief an Schöll, als dieser ihm in bezug auf Uhland eine Lüge nachgewiesen hatte (863 IV, 332: .... Die „Rechtfertigung" des Lügners gleicht dem Versuch eines Kopfes, der noch sprechen will, nachdem er bereits vom Rumpf getrennt ist, auf ein Haar. — Ich glaube, nicht ungerecht gegen den Volks- und Kalendermann zu sein; ich erkenne sein Talent, fremden Tiefsinn auszubeuten und den entlehnten Grundgedanken mit eigentümlichem Detail so gut zu bekleiden, dass er fast unsichtbar wird, vollkommen an, aber er ist unlauter durch und durch. IV, 319: Berthold Auerbachs Sohn, elf Jahre alt, küsst 117 Mitschülern die Stiefel und erhält dafür von jedem einen Pfennig. Adolf Stern, der es mir erzählte, war als Lehrer des Instituts dabei. STUDENTISCHES. Charlottenburg, 20. Februar. Die antikonfessionelle Studentenbewegung steht seit Juni 1904 im Vordergrund des deutschen Hochschullebens. Ihre ersten Anregungen in Jena findend, nahm sie damals ihren eigentlichen Ausgang von der Hochschule zu Hannover, indem dort die konfessionellen Verbindungen „seien sie katholisch oder jüdisch-national" aus dem Studentenausschuss ausgeschlossen und entsprechende Anträge bei Rektor und Senat eingebracht wurden. Diese stellten sich anfangs einer Auflösung der konfessionellen Verbindungen günstig gegenüber, und wurde daraufhin Abfassung und Druck einer Denkschrift in Angriff genommen, die an die Hochschulen versandt werden sollte.