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Der jüdische Student · 1905-03-01 · Heft 1 (März 1905) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 1 (März 1905)
Date
1905-03-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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1852 (TV, 37): Es ist in Bayern, wie Kuh mir sagt, eine Broschüre wider die Juden erschienen, worin auch ich zu den Beschnittenen gerechnet werde. Nun, das würde ich nur übel nehmen, wenn ich ein Dukaten wäre. IV. Urteile über Personen. 1. Genereller Bedeutung: a) Rahel: 1838 (I, 175): .... Jedenfalls darf man von dieser höchst gesunden Frau ebenso wenig Folgen ableiten, wie von ihrem Gegenbild, der Seherin von Prevorst. Uebrigens eine der aller-ausserordentlichsten Erscheinungen, und — sie erkennt es zuletzt an, anfangs sah sie darin einen Fluch — ein Glück für sie, dass sie Jüdin geboren war, denn dadurch war ihre Stellung sogleich eine scharf gesonderte, deren diese wundersam - fremde Natur so sehr bedurfte. b) Ludwig Wihl: 1840 (II, 10) sprach mit Wihl über seine Literaturgeschichte. Ich sagte ihm: das Buch ist Kritik, nicht Geschichte der Literatur; die Kritik versucht sich am Gegebenen, die Geschichte sucht das Notwendige, oder besser, sie liefert den Beweis, dass alles notwendig sei. Auch sprach ich über den von ihm gewählten, oder vielmehr den ihm natürlichen antichristlichen Standpunkt, den ich nicht am Autor vermissen, im Buch jedoch nicht gern finden möchte, und machte ihn darauf aufmerksam, dass, wenn ein Jude eine von Christen geschaffene Literatur beurteile, der Stoff notwendig spröde und widerspenstig sein müsse. Er gab dies alles zu und freute sich meines Urteils. Felix Bamberg: 1843 (II, 262): Ich lernte ihn durch Hagen kennen und dieser Bekanntschaft wegen will ich mit etwas vermindertem Aerger daran denken, dass ich an diesen indefiniblen Menschen einen Brief mitgenommen, ja, ihm von Hamburg aus, ohne ihn zu kennen, selbst geschrieben habe. Er ist ein Jude, aber es ist ein Glück für seine Nation, dass ich mit ihm in Berührung gekommen bin, denn meine liberalen Ansichten über bie Juden hatten sich im allgemeinen verändert und bedurften der Unterstützung durch die Bekanntschaft mit respektablen jüdischen Persönlichkeiten gar sehr.

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