Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 1 (März 1905)
- Date
- 1905-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537636-3537637--0366-3538432- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
berechtigung nachzuweisen im Stande ist. Für uns, als deren Mitglieder, ist eine solche wohl selbstverständlich. Eine subjektive Existenzberechtigung besitzt z. B. auch ein tuberkulös oder luetisch belastetes Individuum. Auf unser Verhalten unserer Rasse gegenüber ist jedoch die objektive Beantwortung dieser Frage insofern von entscheidender Bedeutung, als eine Verneinung derselben jedes Arbeiten für diese Rasse als Danaidenarbeit töricht und lächerlich erscheinen lassen würde.. Unter Existenzberechtigung müsste man also hier die Fähigkeit verstehen, zu irgend einer Zeit auf dasselbe oder ein höheres Niveau zu kommen als andere Rassen, d. h. die Möglichkeit einer unendlichen unbeschränkten Fortentwickelung auf Grund potentieller, latenter Energie. Denn die kinetische Energie, ich bediene mich hier absichtlich dieser physikalischen Fachausdrücke, die etwa gleichbedeutend sind mit Muskelkraft, Körpergrösse, auch Kultur in gewissem Sinne, kann hierbei wohl nicht in Betracht gezogen werden, da ja, wie vergleichsweise bei einer Kugel, in diesem Augenblicke der Höchstpunkt erreicht und die Reservekraft, die potentielle Energie, verbraucht sein kann und von nun an mit stets wachsender Geschwindigkeit der Rückgang erfolgt. Die Juden haben nun vor fast allen anderen Völkern den Vorzug voraus, dass sie wirklich eine Rasse bilden, dass sie also das Natürliche der Entwickelung für sich haben. Ueber dessen Wert sprach ich schon. Die reichliche Zahl markanter Varietäten innerhalb der Rasse würde schon genügen, um ihre innere Geo o 7 sundheit sowie Lebens- und Entwicklungsfähigkeit zu verbürgen. Doch dies ist ja, wie schon gesagt, nur etwas Sekundäres. Die beiden hauptsächlichsten Momente, denen das Judentum seine Kraft, seine Zähigkeit, seine Gesundheit zu verdanken hat, sind die strenge Zuchtwahl und folgender Umstand: Derjenige Faktor, der allein Leben zu erzeugen und zu erhalten im Stande ist, ist die Wärme, und zwar auf unserem Erdball die Sonnenwärme. Je näher also ein Volk dem Erdpunkt der intensivsten Sonnenbestrahlung wohnt, desto grösser ist seine Energie. Diese Energie kann aufgespeichert und vererbt werden: potentielle Energie. Auch an äusseren Zeichen lässt sie sich erkennen. Die Pubertät tritt früher ein. So treten die menses im Orient im 7.—10., bei Jüdinnen in Deutschland im 11.—13., bei Deutschen im Norden häufig erst nach dem 18. Lebensjahre ein. Es ist ferner klar, dass der menschliche Körper möglichst viel Wärme in sich aufzunehmen sucht, was sich durch möglichst starke Anhäufung des