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Der jüdische Student · 1904-04-01 · Heft 1 (April 1904) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1904) (Fortsetzung)
Issue
Heft 1 (April 1904)
Date
1904-04-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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16 - während der grosse Prozentsatz an Blonden auf die Kreuzung mit den Amoritern zurückzuführen ist. Die zum Judentum übergetretenen Chazaren, die heutigen Karäer, und die Juden des Kaukasus, die nach sicheren Daten in früher Zeit vom Osten her dort eingewandert sind (nach Eckert), umfasst die Hypothese Luschans nicht. Sie zeigen in der Tat eine Analogie mit der umgebenden Bevölkerung, so dass sie mit .Recht nicht berücksichtigt wurden. — Weitere, eingehende Untersuchungen werden die zweifellose Bichtigkeit der Theorie festzustellen haben; für sie nimmt uns schon jetzt ein, dass sie sich, im Gegensatz zu allen anderen Anschauungen, mit den Tatsachen der psychischen Anthropologie vorzüglich vereinen lässt. Wenn es auch nicht die Aufgabe des Folgenden sein kann, die Psyche der Juden systematisch zu untersuchen, so möchten wir es doch nicht unterlassen, auf einige ebenso schwierige wie interessante Fragen zu verweisen. Die philosophische Stimmung der Gegenwart, die danach ringt, alles Naturgeschehen zu einer Einheit zusammenzufassen, hat auch auf unserem Gebiete zur Untersuchung der psychophysischen Beziehungen geführt. Vor einigen Jahren hat Driesmanns in seinem Buche „Kulturgeschichte der Basseninstinkte" den Versuch gemacht, die modernen Geistesströmungen aus der Blutmischung heraus zu erklären. Er hat sich dabei von einem Grundmotiv leiten lassen, das ich auch auf die jüdische Basse übertragen möchte. Zahlreiche Anthropologen, Welser z. B., legen grossen Wert auf die Beinerhaltung der Basse, und das mit einer gewissen Berechtigung. Denn, wie Driesmanns sagt, „ein allgemeiner Völkerbrei hat wohl niemals eine höhere, fruchtbare Kultur gezeitigt." Doch auch aus sich heraus vermag kein Volk eine Kultur zu erzeugen, und wo ein Bassetyp sich durchsetzt, wie die keltiberische Basse in Spanien durch die Massnahmen der Inquisition, da geht alle Kultur verloren. Die Mischung eines rassetüchtigen Volkes, wie es die Hebräer waren, mit fremden Elementen hat in ihnen jene Geisteswerte entwickelt, die noch heute bedeutende Kulturfaktoren sind. Die Ansätze der Semiten zu einer monotheistischen Weltanschauung, die freilich über einen höheren Naturgottesdienst nicht hinaus kamen, gewannen bei dem Volke Kanaans bestimmten, scharf charakterisierten Inhalt und Form. Wenn man nicht an der Tradition festhält, sondern nach einer natürlichen Erklärung der jüdischen Psyche verlangt, wird man die Vermutung, dass

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