Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1904) (Fortsetzung)
- Issue
- Heft 1 (April 1904)
- Date
- 1904-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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12 -:-!- die Brünetten unter der allgemeinen Bevölkerung nach dem Süden hin zunehmen, sinkt der Prozentsatz derselben bei den Juden. Dasselbe soll für Böhmen und die Bukowina zutreffen. Im Gouvernement Mohilew herrscht nach Judt der blonde Typus unter den Russen vor, und doch sind von den Juden 57 % brünett; während in Turin, wo eine dunkle Bevölkerung lebt, die Zahl der brünetten Juden nur 32 °/0 beträgt. Wir haben nach dem Beispiel der Autoren bei unserer Feststellung den rothaarigen Typus ausser acht gelassen, zunächst, weil die Ansichten über das "Wesen dieses Pigments noch nicht geklärt sind, und dann ist das Vorhandensein von Rothaarigen sehr gering. Wir kommen nun zum dritten physischen Merkmal, zur Körperhöhe. Nach einigen ist sie eine variable, von Klima, Wohlstand und Beschäftigung abhängige Grösse; nach anderen wird sie durch Vererbung bestimmt. Judt, der sich zu der ersten Auffassung bekennt, folgert diese aus der Analogie, die zwischen der Körperhöhe der Eingeborenen und der Juden besteht. In London W. ist das Durchschnittsmass für die Engländer 170,8 cm, für die Juden 170,0 cm; in Odessa 169,9 und 166,1, in Polen 162,7 und 161,3 — kurz, überall die gleichen Verhältnisse! Trotz dieser Zahlen wird man dem Faktor der Vererbung nicht seine Bedeutung absprechen können. Und das findet, wie uns scheint, seinen Ausdruck darin, dass in allen Ländern die Höhe der Juden doch um ein Geringes hinter derjenigen der übrigen Bevölkerung zurückbleibt. Welche Stellung man auch zu dem strittigen Problem nehmen mag, die Einheitlichkeit des jüdischen Typus, falls man einen solchen überhaupt anerkennt, wird durch eine variable Körpergrösse nicht gestört. Das Milieu ist nicht nur für das eben besprochene Merkmal von Bedeutung, noch wichtiger ist es bei der Bestimmung der Rassenpathologie. Auch diese wollen manche Forscher allein aus dem Milieu heraus erklären; doch wir stützen uns auf keinen Geringeren als Virchow, wenn wir sie als ein Rassenmerkmal betrachten. Luschan hat festgestellt, dass die Rasse Einfluss auf die pathologischen Veränderungen hat, und umgekehrt werden wir bestimmte abnorme Veränderungen als charakteristisch für eine bestimmte Rasse in Anspruch nehmen können. Die grössere Lebensfähigkeit der Juden haben Buschan und in jüngster Zeit Hoppe ziffernmässig nachgewiesen. Ich greife aus dem reichen Material nur einiges heraus. In London East, der Stätte der Not, des Elends und des Schmutzes, sterben von jüdischen