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Der jüdische Student · 1926-02-01 · Heft 1-2 (Februar 1926) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
23 (1926)
Issue
Heft 1-2 (Februar 1926)
Date
1926-02-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Bericht über die Wintertagung 9 Jabotinskys, seinem politischen Auftreten in den letzten Jahren usw. und glaubt, daß die Rigaer Verbindung sieh nur um die Aufnahme in das K.J.V. bemühe, um ein Propagandafeld für ihren Revisionismus zu haben. In der weiteren Diskussion sprachen dann Ernst Böhm, der sich mit einer ganz anderen Frage, nämlich mit der Ghaluziuth beschäftigte und feststellte, daß wir nicht mehr in der Art, wie es Fritz Löwenstein auf dem letzten Kartelltag versuchte, dafür Propaganda machen können. Soweit überhaupt Möglichkeiten dafür im Kartell bestehen, müßten sie durch Erziehung gefördert werden. Ferner sprachen Irvin Fisher und Fischler, die sich im allgemeinen gegen die Ansichten Foerders in bezug auf Politisierung aussprachen. In einer längeren Erwiderung äußerte sich dann Selmanowitsch zur Frage Riga. Er verwahrt sich gegen Arinstein und erklärt, daß er den Standpunkt Blumenfelds durchaus verstehe und daß man dann eben warten müsse, bis der wirkliche Konnex gefunden sei. Foerder bemerkt in seinem Schlußwort, daß er sich mit der Frage Riga in seinem eineinhalbstündigen Referat nur etwa fünf bis zehn Minuten beschäftigt habe, daß er nicht erwartet und auch nicht gewünscht habe, daß diese Frage in der Debatte einen so großen Raum einnehmen werde. Er spricht dann, auf die einzelnen Diskussionsredner eingehend, zunächst von unserer Stellung zu dem Weltverband Zionistischer Hochschüler, bei dessen leitenden Gruppen gegenwärtig jede Aktivität und auch der Wille fehle, sich mit uns auseinanderzusetzen. Wir werden uns weiter an seinen Aufgaben beteiligen, aber sonst eine durchaus abwartende Stellung einnehmen. Er wäre gern auf die Fragen der Jugendarbeit eingegangen, könne es aber in diesem Zusammenhang nicht ausführlich tun. Er wendet sich gegen den Vorwurf, daß das Präsidium seine Arbeit zu taktisch führe. Es gibt für jeden Kreis — und sei er noch so idealistisch — taktische Fragen. In unserem Kreise hätte kein Mensch Platz, der nicht die menschlichen und bundesbrüderlichen Voraussetzungen erfülle, die das K.J.V. immer gestellt habe. Er spricht dann kurz über unsere Stellung zu dem Blau- Weiß und zu dem I.I.W.B. Es sei übereilt gewesen, das Jugendsekretariat abzuschaffen. Man müsse es vielmehr ausgestalten. Von den Äußerungen zur Frage der Neutralität habe ihn der Einwand sehr getroffen, daß wir den Weg einer gewissen Schabionisierung gehen würden, den der Blau-Weiß gegangen sei. Wir wollten immer, daß man auf Grund geistiger Entscheidung zum Zionismus komme, und auch nur so wollten wir erziehen zu einer bestimmten Haltung im Zionismus, die uns ausgedrückt schien

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