Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 23 (1926)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1926)
- Date
- 1926-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Bericht über die Wintertagung 7 Jabotinsky stütze sich jetzt auf sie, weil er in ihr die aktive jüdische Jugend Lettlands sieht. Er erkläre, daß sämtliche Mitglieder der revisionistischen Partei Lettlands angehören. Die „Hasmonaea" als solche sei nicht Mitglied der Partei. Von den Füchsen verlange man noch keine Festlegung, es sei aber noch nicht vorgekommen, daß ein Bursch nicht der revisionistischen Partei beigetreten sei. Selmano witsch verbreitet sich dann noch über die revisionistische Politik und versichert, daß eine selbständige Außenpolitik von der ,,Hasmonaeai4 nicht getrieben werden würde. Er nimmt an, daß der Passus des Präsidiums, die Alten Herren nicht aufzunehmen, sich nur auf Jabotinsky erstrecke. Man könne nicht von ihnen verlangen, daß sie ihre Alten Herren verlassen und er habe zu erklären, daß die „Hasmonaea" auf diesen Punkt durchaus bestehe. Durch die Rede Selmanowitschs rückte die Frage Riga sehr in den Mittelpunkt der weiteren Diskussion. Als nächster sprach P o 11 a c k. Er betonte die Aufgaben, die wir heute gegenüber der zionistischen Jugendbewegung hätten. Es sei z. B. notwendig, Menschen in den J.J.W.B. hineinzuschicken. Er spricht sich für die Aufnahme Jabotinskys aus. Das Kartell könne und werde trotz der Aufnahme politisch einen anderen Standpunkt vertreten. Auch gegenüber der Aufnahme von Blau-Weißen in das Kartell dürfe das Präsidium keine formalen Hemmungen haben. Ludwig Meyer, München, berichtete über die Stellung des Münchener Konvents zur Frage der Politisierung. Die „Jordania" München sei gegen eine solche Entwicklung. Man müsse unsere Bundesbrüder sine ira et studio erziehen. Die außenpolitische Bedeutung eines bestimmten Auftretens des Kartells macht die Gefahren einer dadurch entstehenden inneren Zersetzung nicht wett. Er kritisiert ferner die mangelnde Jugendarbeit der Z.V.f.D. und erklärt, daß man in München von der Existenz eines Jugendsekretariats nichts gemerkt habe. Zur Frage Jabotinsky habe er den Eindruck, daß man Angst vor ihm hätte. Leo Strauß erklärt seine Übereinstimmung in diesem Punkt mit Meyer und Pollack. Nicht jeder Zionist sei für das Kartell geeignet, aber bestimmt jeder Politiker. Man könne der „Hasmonaea" nicht zumuten, daß sie sich von ihren Alten Herren trenne. Er äußert sich dann ferner zur Werbearbeit und glaubt, daß die besten Keilfüchse nicht gewonnen worden seien, nicht nur wegen der heute verbreiteten materialistischen Einstellung dieser Menschen, sondern auch wegen der mangelnden Fähigkeit vieler Bundesbrüder, propagandistisch tätig zu sein. Zu dem Punkt Werbearbeit spricht dann noch Hoppe. Er macht den Vorschlag, zwecks Werbearbeit einzelne Bundesbrüder mehrere Wochen an verschiedene Orte zu schicken lediglich zum