Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1926-02-01 · Heft 1-2 (Februar 1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
23 (1926)
Issue
Heft 1-2 (Februar 1926)
Date
1926-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3537599-3537621-3537622--6437-3538227
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

6 Bericht über die Wintertagung Kampf aufzurufen. Auf ihn kann die Bewegung niemals ganz verzichten. Des weiteren ging Bbr. F o e r d e r auf Einzelfragen unserer Arbeit ein und behandelte im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit in der jüdischen Studentenschaft die Frage Riga. Zu unserer Propaganda führte Bbr. Foerder aus, daß wir uns um die Weiterbildung unserer Ideologie bemühen müßten. Den neuen Gedanken schafft zwar nur die produktive Intuition des Einzelnen, aber Aufgabe des Kartells ist es. den Rahmen zu bilden für Diskussionen, aus denen der einzelne schöpferisch Veranlagte seine Anregung zieht. Für unsere innere Arbeit gibt Bbr. Foerder folgende Ziele: Organisationsreform, systematische Durcharbeitung unseres Bildungsstoffes, Systematisierung unseres Unterrichtssystems. Diskussion zum Referat Foerder. Die recht lebhafte und zum Teil mit Leidenschaft geführte Debatte im Anschluß an das Referat von Herbert Foerder wurde eröffnet von Bbr. Klimowski, Königsberg. Er sprach gegen die Aufgabe der Neutralität. Man würde durch einen empfohlenen Zionismus unsere Bundesbrüder zu einer Unselbständigkeit im politischen Denken erziehen und damit das Gegenteil dessen erreichen, was man zu erzielen wünsche. Das Präsidium könne nur anregen, um die Diskussion zu fördern, nach außen dürften wir keinen politischen Stempel tragen. Er wies dann noch hin auf die Aufgaben, die wir im Weltverband zionistischer Hochschüler hätten. Alsdann nahm der Vertreter der „Hasmonaea" Riga, S e 1 - manowitsch das Wort und behandelte in längerer Rede die Stellung der „Hasmonaea" zum K.J.V., ihre Bedeutung im zionistischen Leben Lettlands, und ihre Haltung zum Revisionismus. Er selbst gehörte zu jenen., die vor drei Jahren die „Hasmonaea" gründeten auf der Basis des K.J.V.-Programms. Sie sei aus kleinen Anfängen, in relativ kurzer Zeit, zu einer Korporation von 80 Aktiven angewachsen, die die aktivste und tätigste Gruppe im lettländischen Zionismus darstellt. In ihren Anforderungen sei die „Hasmonaea" zum Teil über die des K.J.V. hinausgewachsen. So verlange man z. B. zum Burschenexamen bereits eine vollkommene Beherrschung der hebräischen Sprache. Er geht dann ein auf die Bedingungen, die das K.J.V. an die Aufnahme der „Hasmonaea" geknüpft habe und erklärt, daß man in allen Punkten entgegenzukommen bereit sei, bis auf den der Nichtaufnahme der Alten Herren in das K.J.V. Diese Frage aber stünde im Zusammenhang mit der Stellung der „Hasmonaea" zum Revisionismus, in dem sie sich sehr wesentlich vom Kartell unterscheidet. Es sei Tatsache, daß die „Hasmonaea" Jabotinsky den Anstoß gegeben habe, das revisionistische Programm zu veröffentlichen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.