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Der jüdische Student · 1925-02-01 · Heft 1-2 (Februar 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Februar 1925)
Date
1925-02-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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An die Alten Herren des K. J. V. artige Gruppen existieren bereits in Nürnberg, Hamburg, Königsberg, Breslau, ferner haben die Leipziger Alten Herren zusammen mit dem Bezirksverband Sachsen die Arbeit aufgenommen. Es ist selbstverständlich, daß wir uns bemühen werden, Euch in kürzester Zeit Konkretes mitzuteilen, und besonders versuchen werden, den einzelnen Gruppen Arbeitsprogramme zu übermitteln. Wir wissen, daß viele Probleme gerade in den Kreisen der Altherrenschaft akut sind, und daß viele Fragen noch ihrer Lösung harren, die gerade für die Alten Herren von besonderem Interesse sind. Die Berliner Gruppen haben es unternommen, die Diskussion in ihren Kreisen zu eröffnen, und wir hoffen, daß es möglich sein wird, auch Euch über diese Dinge zu informieren. Ein wesentlicher Teil der Aufgaben der Altherrenschaft besteht natürlich in der zionistischen Arbeit. Wir hoffen, daß es uns gelingen wird, unseren Alten Herren, die zum Teil die Möglichkeit nicht sehen, wie sie ihre zionistische Arbeit erfüllen können, zionistische oder allgemein jüdische Arbeiten nachzuweisen. Wir erwarten insbesondere, daß die Alten Herren des Kartells in ganz anderer Weise als bisher ihren Maasser-Verpflichtungen nachkommen und sich auch über die materiellen Verpflichtungen hinaus an der Arbeit für den Keren-Hajessod in Deutschland, die ja durch die Anwesenheit Weizmanns sehr gefördert wurde, beteiligen. Wir möchten es nicht unterlassen, Euch darauf hinzuweisen, daß von der Tribüne des Delegiertentages in Wiesbaden gerade in diesem Punkte die Altherrenschaft des Kartells von mehreren Rednern in äußerst scharfer Weise angegriffen wurde, derart, daß die Alten Herren des KJ.V. in der Keren-Hajessod-Frage in jeder Hinsicht versagt hätten. Wir müssen Euch weiter mitteilen, daß die Verteidigung gegen die Angriffe uns leider nicht sehr leicht wurde, da, wie wir wissen, die Vorwürfe zum Teil berechtigt sind. Wir haben es jetzt unternommen, in Berlin jeden einzelnen Alten Herrn von Bundesbrüdern besuchen zu lassen, um ihn einmal über das Kartell persönlich zu informieren, und ihn andererseits an seine Verpflichtungen dem Keren-Hajessod gegenüber zu mahnen. Wir weisen Euch auf den betreffenden Punkt in nachstehendem Programm hin. Der nächste Kartelltag wird nochmals eine formelle Bestätigung vornehmen. Wir bitten Euch nochmals um Eure Mitarbeit. Denn, liebe Bundesbrüder, wir müssen uns darüber klar sein, daß der hier unternommene Versuch nicht ohne Folgen bleiben kann, und daß er der Mithilfe aller bedarf, wenn er gelingen soll. Mit bundesbrüderlichem Gruß! Das vorläufige Präsidium des A.H.-Bundes Martin Ascher, Lipmann Baruch, Herbert Foerder, Martin Herzog, Paul Hirsch, Leo Jaffe, Herman Lelewer, Rudolf Pick, Arthur Stein, Kurt Tuchler, Albert Wunderlich.

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