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Der jüdische Student · 1925-02-01 · Heft 1-2 (Februar 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Februar 1925)
Date
1925-02-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Zur innerpolitischen Situation 7 folgen können in ihrer doch auf Schritt und Tritt im täglichen Leben — in der Art der Demonstration für den nationalen Gedanken, in der Auffassung des wirtschaftlichen, des gesellschaftlichen Aufbaus — zu fühlenden besonderen, nämlich individuumsfeindlichen Anschauung (um das Wort kommunistisch zu vermeiden). — Es sei bemerkt, daß die Forderung nach verstärkter Geltung dieser Kreise nur durch ihre eigene Arbeit zu verwirklichen ist, keineswegs aber einen Grund zum Kampf gegen die heutige Position der Arbeiter in Palästina geben kann. So ist also die Situation: die Arbeiterschaft, zionistisch stark und organisiert, ist doch nicht in der Lage, die zionistische Organisation zu übernehmen. Die Gruppen, denen mit der Arbeiterschaft zusammen die Aufgabe zufallen würde, sind, von Ausnahmen abgesehen, zu schwach an Leistungen und zu arm an Zielen. Es ist ein schweres Problem, wie diesem Zustand abgeholfen werden kann, der 'beseitigt werden muß, wenn die zionistische Organisation aktionsfähig werden soll. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, die festen Teile der Organisation, die geeignet wären, das Gebäude zu tragen, aus dem allgemeinen Chaos herauszuheben und zusammenzufügen. Der Weg wäre, daß die Exekutive — oder irgendeine Gruppe, die imstande ist, dem nächsten Kongreß eine leistungsfähige Exekutive zu präsentieren — ein Aktionsprogramm, zunächst für nicht mehr als die nächste Kongreßperiode, ausarbeitet. Die Kreise, die die Politik dieses Aktionsprogramms durchzuführen entschlossen sind, müßten sich auf dem Kongreß zusammenschließen. Es soll damit keine neue Partei gebildet werden, vielmehr sollen die bestehenden Gruppen, soweit das Bedürfnis besteht, aufrechterhalten werden. Aber die Anhänger des Aktionsprogramms müßten sich unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit zu einem parlamentarischen Klub zusammenfinden. In diesem Klub müßte von ihnen die Entscheidung über die Fragen des Kongresses vorbereitet werden, * und er müßte als ihre parlamentarische Gruppe auf dem Kongreß auftreten. Wenn der parlamentarische Klub dazu führen sollte, die innerlich zusammengehörigen Elemente allmählich über die bestehenden Parteigrenzen hinweg zu dauernder zionistischer Arbeit (auch solcher, die außerhalb des Kongresses liegt), einander anzunähern, so wäre das nur wünschenswert. Zunächst wäre es schon ein großer Erfolg, wenn auf dem nächsten Kongreß eine starke, auf einer deutlichen Vorstellung von den Notwendigkeiten der Organisation (und von den zu ihrer Leitung berufenen Personen) aufgehaute Gruppe einheitlich handelnd auftritt. Sie könnte durch ihr Gewicht unserer inneren Politik geben, was ihr heute am meisten fehlt: eine klare Linie.

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