Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 8. Kriegsheft (30.4.1916)
- Date
- 1916-04-30
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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192 Der Jüdische Student es in der Ortsgruppe, im Jüdischen Turnverein oder in der Schülerverbindung „Ivria", da war der B. V. erfolgreich tätig. Was insbesondere unsere Arbeit in der „Ivria" und überhaupt die Keilarbeit in Posen betrifft, so waren greifbare Erfolge in diesem 'Jahre allerdings noch nicht in dem erwünschten Maße zu erzielen, da mehrere der diesjährigen Abiturienten dem B. J. A. seit langem sicher waren. Jedoch haben wir hier für die nächsten Jahre, insbesondere bei den künftigen Muli, sehr gute Aussichten. Um die Jungen, die zum Teil bestimmt zu uns kommen, zum Teil unseren Ideen sehr nahe stehen, noch enger an uns zu fesseln, haben wir aus Anlaß des einjährigen Bestehens des B. V. — und unter diesem Namen» — am Sonnabend, den 25. März, eine Keilkneipe veranstaltet. Dank der vortrefflichen Organisation durch unseren Vorsitzenden, Bbr. Georg Loewenberg, dem das Zustandekommen der Veranstaltung und die Beteiligung von auswärtigen Bundesbrüdern zu danken ist,, klappte alles vortrefflich. Wir konnten nicht nur etliche Keilfüxe, sondern auch eine stattliche Anzahl von Bundesbrüderri aus der Provinz, man kann sogar sagen aus dem Reiche, bei uns begrüßen. Aus Berlin, Breslau, Bromberg, Gnesen waren insgesamt 15 ältere und jüngere K.J.V.-er — Soldaten und andere — erschienen. Mit den etwa 15 Mitgliedern des B. V. und den ungefähr 10 Keilfüxen aus Unter- und Oberprima bildeten wir die im Kriege sehr stattliche Korona von 40 Leuten. Loewenberg eröffnete die Kneipe mit einer Begrüßungsrede und leitete den offiziellen Teil. Unter dem frischen Eindruck der von Bbr. Fritz Loewenstein (Hasmonaeae) Berlin gehaltenen Tendenzrede meldete sich der Mulus Radciejewskl aus Wreschen aktiv. In der Fidulität war man recht ausgelassen, wenn auch in den durch die Kriegszeit gezogenen Grenzen. sinns und studentischer Gemütlichkeit kennen lernen konnten. Kbr. Kbr. fast aller 1. K. V. K. V. konnten wir hier begrüßen . . . Anfang Februar konnte sich dank des, Erscheinens fast aller unserer Alten Herren und verschiedener in Garnison stehender a. B. a. B. ein B.C. konstituiren, von dem die Brander Arfeld, Götz, Levita, Liebmann, Rosenthal und Seligmann nach bestandener Prüfung rezipiert wurden. Derselbe B. C. beschloß die Kriegsrezeption der beim Heere stehenden Brander Hahn, - Hesse, Hirsen, Arthur Mayer und Martin Erich Mayer ... Aktiv meldete sich Unteroffizier Hans Frühberg, stud. jur. (z. Zt. im Felde). Die vollständige Aktivitas des K.C.-Stammtisches setzte sich somit zusammen aus }1 a. B. und vier Füxen; allerdings steht der größere Teil davon im Heeresdienst. Die Keilaussichten für das nächste Semester sind gut. Wir beschließen dieses Semester am 26. Februar mit Bierabend im „Faust" und eröffnen das S. S. 1916 am 29. April mit Convent und Bierabend ebendaselbst. r;