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Der jüdische Student · 1916-04-30 · 8. Kriegsheft (30.4.1916) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
8. Kriegsheft (30.4.1916)
Date
1916-04-30
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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Der Jüdische Student 191 bescheiden! Wir wären schon ganz -zufrieden,, wenn man uns — was ohne Zweifel möglich ist — noch drei Aktive herschickte! Nur müßten das natürlich Leute sein, die gewillt und befähigt sind, Arbeit zu leisten, und nicht solche, die herkommen, um sich hier fürs Physikum einzupauken und dabei noch zu famulieren. Nur noch drei Aktive! Ob in Berlin zwanzig oder siebzehn Aktive sind, das macht soviel nicht aus; ob aber hier zwei oder fünf Burschen sind, das ist ein ganz gewaltiger Unterschied. An Euch, Ihr Aktiven in der Heimat, wende ich mich hiermit unmittelbar. Laßt mich nicht vergebens diesen Notschrei ausgestoßen haben! Ihr könnt helfen; wenn nur einige wenige von Euch im nächsten Semester hier studieren, dann ist schon viel gewonnen. Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Und Ihr müßt wollen. Denn was wir hier fordern, das heischen wir ja nicht in unserem Interesse, sondern im Interesse des. Kartells.*) 14. März . W. Eilbott * * Bezirks-Verband Posen. Am 10. März 1915 ist der B. V. Posen gegründet worden. Wer anfangs geglaubt hatte, daß der B. V. infolge der ungünstigen Zeitverhältnisse ein lediglich papiernes Dasein fristen. würde, der wurde bald eines Besseren belehrt. Denn nicht nur den engen Zusammenschluß der hiesigen Bundesbrüder, der durch wöchentlich stattfindende Bierabende und Monatskonvente gefördert wird, sondern auch den engeren Konnex mit den im Felde stehenden K. J. V.-ern aus Stadt und Provinz Posen haben wir durch den B. V. erreicht. Aber auch überall da, wo es galt, jüdische Arbeit zu leisten, sei *) Man vergleiche hiermit den Semesterbericht des K. C.-Stammtischs -Frankfurt a. M. aus dem letzten Heft der K. C.-Blätter. „Als der K. C.-Sta mm tisch Frankfurt a. M. die zweite Hälfte des W. S. 1915/16 am 10.1.16. mit Convent und anschließendem Bierabend im „Faust4' eröffnete, fand sich unter der noch ortsanwesenden Aktivitas von neun Mitgliedern nur ein a. B., während die übrige Aktivitas aus sechs Brandern und zwei krassen Füchsen bestand. Wir unterließen daher die Besetzung von Chargen, unda. B. Levinsobn wurde wieder mit der weiteren Leitung des Stammtisches beauftragt. Ohne uns durch dieses Provisorium, das uns der Krieg aufzwang, beinflussen zu lassen, führten wir unsern straffen Verbindungsbetrieb rege weiter. * Nach Ueberwindung von Schwierigkeiten, die in der Auffindung eines geeigneten Fechtiehrers und Pauklokals und in der Anschaffung von Paukzeug lagen, gelang es uns endlich, in diesem Halbsemester einen strammen Paukbetrieb einzurichten . . . Besondere Freude empfanden wir, daß sich zu unseren Bierabenden im „Faust" jedesmal eine große Anzahl von Gästen einfanden, die den K. C-Stammtisch von der Seite studentischen Froh-

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