Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 8. Kriegsheft (30.4.1916)
- Date
- 1916-04-30
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Der "Jüdische: Student ^^^^^^mf^^sj&i^^w^^^^'^^^'' HEfllSe^t^^dem Kartell Zahlen vorzulegen. Die meisten unserer H^^^p^öBeärsind in finanziellen Dingen unerfahren und leicht n^^p^^in^eihervierstelligen Zahl einen märchenhaften, uner- B^gh^^ zu erblicken. Eine Veröffentlichung von ^p^Üen^würde> daher in weiten Kreisen des Kartells zu einer ^Slscfien%Beurteilung unserer Finanzlage führen und Illusionen, ^pr^eckeri,; die durch die Tatsachen ' nicht gerechtfertigt« sind. SDentsachverständigen Bundesbrüdern will ich auf Wunsch gern »fnähere.; zahlenmäßige Angaben machen. Wir dürfen nicht verpigessen/ daß auch an das Präsidium nach dem Kriege große Anforde- ^Tungen gestellt werden müssen. Wir werden größere Beiträge auf i; die Ausgestaltung des J. St. verwenden, wir werden insbesondere i eine großzügige Keilarbeit entfalten müßen* Wir tun deshalb recht, wenn wir beizeiten anfangen zu sparen. Unser Sparen muß. aber einen vernünftigen Sinn haben. Wie wollen nicht eine Thesaurierungspolitik treiben, um uns an unsern Schätzen zu erfreuen, sondern wir wollen gerüstet sein, damit wir mit vollen. Händen geben können, wenn wichtige zionistische Aufgaben an uns herantreten. Wir wollen uns auch darüber klar sein, daßunsere Kraft nicht in einigen ersparten tausend Mark liegt, sondern in der Steuerkraft unserer Mitglieder, und daß die Bereitwilligkeit Beiträge zu zahlen, wiederum von dem Grade an zionistischer Schwungkraft, Begeisterungsfähigkeit und Diszipliniertheit, der in den Reihen unserer Bundesbrüder herrscht, abhängt. Ich habe entgegen der Ansicht gewiegter Sachkenner, die es für allein richtig halten, dem Kartell die finanzielle Lage in. ' den schwärzesten Farben zu malen, keine Bedenken getragen,, die Finanzlage des Präsidiums als geordnet und befriedigend zu. bezeichnen. Denn ich habe die Ueberzeugung, daß unsere Bundesbrüder ihre Beiträge ebenso gern und vielleicht mit größerer Genugtuung zahlen, weijn sie wissen, daß geordnete und gesicherte Verhältnisse herrschen, als wenn man aus tiefster Not zu ihnen schreit und an ihre heiligsten Pflichten appelliert. Beiträge zu zahlen ist kein Zeichen besonderen Edelmuts,, sondern selbstverständliche Pflicht jedes Bundesbruders, ebenso wie es die Pflicht des Präsidiums ist, die Beiträge so zu bemessen, daß sie den einzelnen Bundesbruder, insbesondere im Hinblick auf seine sonstigen Verpflichtungen an die Verbindung, nicht unerträglich belasten. Daß in dieser Beziehung noch nicht alles vollkommen ist, gebe ich zu. Ich werde dem Kartelltag,. der sich ohnehin mit der Regelung finanzieller Dinge zu befassen haben wird, auch eineuneue Kassenordnung des Präsidiums vorlegen, die eine Staffelung der Beiträge vorsieht, durch welche die jüngeren Bundesbrüder entlastet und die.- wirtschaftlich selbständigen Bundesbrüder stärker herangezogen werden. Einstweilen wird, um unnötige Härten zu vermeiden,.