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Central-Verein-Zeitung · 1925-12-18 · 51 (18.12.1925) · p. Seite 797

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
51 (18.12.1925)
Date
1925-12-18
Page
Seite 797 (sequence 9)
Language
German
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797 Einmal diese maßlose Ueberheblichkeit, die behaupten will, daß es vor dem Zionismus kein Judentum gegeben habe! Die Jahrhunderte jüdischer Arbeit, in beiten jüdisches Wissen und jüdische Wissenschaft^ bis ins ciii^crftc cmsgebildet worden sind, sind nichts gewesen. Erst der Zionismus hat das Judentmn geboren! Tann die unglaubliche Unterstellung, daß sich die Orthodoxen zur Bekämpfung des Zionismus m i t dein Hakenkreuz verbunden haben. Es wirkt wohltuend, wenn man gegenüber diesen Angriffen die Tonart liest, in der die Wiener „I ü d i sch e P re s se", das Organ für die Interessen des orthodoxen Judentums, das allerdings sicherlich nicht die Aspiration hat, mit der sonstigen Presse in Konkurrenz zu treten, diese Anreucheleien zurnclweist. Allerdings wird der Aerger der zionistischen Presse verständlich, wenn man liest, daß die Genfer M a n d a t s k o m m ission den zionistischen G e m e i n d e g e s e tz e n t w u r s f ü r P a l ü st i n a endgültig a b g e l e h n t hat. Atan weiß, daß gegen diesen Geßtzentlvnrs, loeil er im wesentlichen die politischen und nicht die religiösen Interessen berücksichtigte, die Aguda mit Nachdruck Sturm gelaufen rvar. Ihre Bemühungen haben Erfolg gehabt. Dieser Erfolg zeigt — und das ist das Entscheidende für uns —, daß die Mandalenracht gar nicht daran denkt, Palästina nur im 2inne der zionistischen Idee 311 verwalten. Dr. Kurt Alexander (Urcfclb). (Schluß folgt.) Der Preußische Landtag hat — wir wir bei A.ed alt io ns schlug erfahren — in seiner Ditzung vom 15. Dezember bei der drittelt Lesung des Etats die Anträge betreffend die E>cwähruug von SLaaLsbcilrilserr an die Svnagoacug.cureindcn, die von der Deutschen Boltspartei, beit Denwlraren, dem Zentrum und der Wirtjchastspaitei cingebracht woren, mit ciucr Mehrheit, die von den Sozialdemokraten bis in die Leihen der Teutschuationalcrl ging, angenommen. Danach sind in das Ordinarimlt zwei Positionen für die DpnagogellgemeilDen eingestellt worden, und zwar für d a u e r li d e Beihilfe n an leistungsschwache Dnnagogengemeinden behufs Erfüllung ihrer Wrpstichu.'.ng zur Dorge für den Religionsunterricht 250 000 Marl und ferner ein lv i d e r r n s l i ch e r B e d ü r f 11 i s z u s ch u st an 201eng ege;;gemei 11 dcn zur Besoldung ihre r A a b 0 i ne r und zur Borste-rgnng ihrer Btnhestandsrabbiner und der Hinterbliebenen ihnec Aaboiner von 209 009 Mark. Diese Desch-üsse [icüeii insofern eine 11 i ch t n n rv e f e n t! i ch e Verbesserung der für die zweite Lesung gestellten und damals abgekehnten Anträge dar. als dort für den jüdischen Religionsunterricht lediglich eine entsprechende Erhöhung des betreffenden Etatstitels „zirr Verfügung für. bis Volks schulwesen" vorgesehen war, während jetzt ein besonderer E t a t s t i t e l für die 2 9 n a g 0 g eti> gemeinden geschaffen ist. Hapreuth - Ein Srsitz öer Nation. Erklärungen Siegfried Wagners. Eine Angelegenheit, die auch in der „E. V.-Zeitung" mehrfach behandelt werden mußte, ist nun aus dem ihr nicht angemessenen Zustand polemischer Erörterung erlöst und auf das Eleis einer friedlichen Aussprache gebracht worden. Tie Unterhaltung darüber fand an einem vom Verein Berliner Presse veranstalteten Abend statt, der den Erben von Bayreuth, Siegfried Wagner, int Kreise führender Berliner Journalisten sah. Das; dieser Abend zustande kam und einen guten Verlaus nahm, ist ebenso ein Verdienst derer, die ihn in die Wege leneren, wie es ein Lob zugleich für Siegfried Wagner bedeutet, der ohne Ausweichen und Aengstlichfcit in die „Hohle bc* Löwen" ging. Ein Lob aber auch für die um ihn Versammelten, die, bis ans eilte einzige Ausnahme, ihr angeborenes und bernssmästiges Tcmperalttenl zu zügeln wußten und allesamt ans einen versöhnlichen Ansgang hinsteuerten. Es ist dabei zu bedettken, daß der Verein Berliner Presse, der von ganz rechts bis fast ganz littls Angehörige aller Parteien nutfaßt, politische Erörterungen sonn grundsätzlich ausschließt. Wenn hier von der Regel abgewichen wurde, wenn der für j seine Person politisch ntehr nach rechts orientierte Vori sitzende des Vereine, Tr. M e t g e r, die Aussprache mit herbeigeführt hatte, wenn in der Distllmon ein Mirglied, das als Abgeordneter der Dentschnationalen Partei nahesteht, in ausgleichendem ^inne sprach, so äußerte sich eben mit alledem ein aus allen Seiten in gleicher Stärke lebendiges Grnndgefüht dahin, daß Bayreuth kein politisches Kampsobjekt! fein dürfe und daß es uns allen ausnahmslos gehöre und i a l s E e in c I n b c s i tz c r halte n blei b e u m ü s s e.! 2Ber die Acußernngen Siegfried Wagners, die er im Ver-! lauf eines kurzen Vortrages und mit größerer Frische dann DIE ZWÖLF HAUPTGRÜNDE DER LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER lYTErmbSmGLJ u vii_3 ihtavü y ej'ö ^Uw d u Q» ALTONA-BAHREN FELD REISHOLZ BEI DÜSSELDORF BUSSUM IN HOLLAND tkijou.i M Ü'V DIE BEOBACHTUNG DER WiLIWIRT5CKAFTUCHEN VO»GANG8. i! 8H 1«! MiiiemaBrjart-c< 3£SS®SaS3353E32^^

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