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Central-Verein-Zeitung · 1925-05-01 · 18 (1.5.1925) · p. Seite 318

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
18 (1.5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 318 (sequence 11)
Language
German
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318 spielendes Lernen, wie es die richtige Kindergartcnmethode verlangt. Für die meisten Kinder war der Kindergarten ein Erholungsheim, und alle Kinder gingen freudig hin. Nichts hat die hebräische Sprache so populär gemacht wie der Kindergarten, der gleichzeitig das schülermaterial mit einheitlicher Sprache für die Schule vorbereitet hat. Nicht weniger wichtig und vielleicht noch wichtiger war für die Entwicklung dtw hebräischen Sprache zu einer lebenden in Palästina die Begründung des Lehrerseminars im April 1904. Für die bereits bestehenden und die neu Zu gründenden Schulen in Palästina und überhaupt im Orient, ebenso für die Talmnd-Torah-Schuleu, die Kolonie-Schulen und den modernen Eheder (Eheder metukan) waren Lehrer nötig. Diese sollten in erster Reihe hebräische Lehrer sein. Sie sollten nicht allein alle religiösen Lehrgegenstände, sondern auch sämtliche Disziplinen der Volksschule in hebräischer Sprache unterrichten können. Für die Voltsschulen auf dein Lande in Palästina und für die unteren Klassen der städtischen schulen, ebenso für die Talmud-Torah-schulen und den modernen Eheder (Eheder' metukan) sollte die Unterrichtssprache a u s s eh! i e ß l i ch Hebräisch sein. Denn die Schüler sollten für die Heimat und nicht für das Ausland ausgebildet werden. Allerdings sollten die heranznbildendeu Lehrer nicht einseitig eingestellt sein. Sie sollten vielmehr gleichzeitig eine umfassende deutsche Bildung erhalten, welche sie befähigen würde, an den gehobenen städtischen schulen auch den Lehrer aus Deutschland Zu ersehen. Man hatte damals allen Grund, an die Expansion? Deutschlands im Orient Zn glauben, und wollte deutsche Lehrer für die Schulen an jenen Orten haben, welche wirtschaftlich nach Deutschland orientiert waren und in welchen deutsche Unternehmungen Eingeborene mit guter deutscher Bildung suchten. Das Lehrziel mag manchem in Europa als Zu weit gehend erscheinen, es konnte aber in Jerusalem iu einem fünfjährigen Lehrkursus erreicht werden mib ist im Gesamtlehrplan zum großen Teil in den hebräischen Pensen in vollem Umfang erreicht worden. Mehr als hundert Lehrer sind von 1907 bis 1917 aus dem Lehrerseminar hcrvorgcgangen^ die meisten von ihnen wurden zu Pionieren der hebräischen Sprache in modernen hebräischen Lchnlen in Palästina und außerhalb Palästinas. Im Jahre 1912 hatte der Hilssvcrein der deutschen Juden in Jerusalem: 1. drei Kindergärten mit 414 Zöglingen; 2. ein Kiudcrgärtnerinnenseminar; 3. die Lämelschule mit^ 8 Klagen und 342 Schülern; 4. die Mädchenschule als ^chwesteranstalt der Lämelschule mit 8 Klassen und einem Fortbildungskursus nnt 398 Schülerinnen; 5. das Lehrerseminar mit 5 Klagen mit 70 Lchülern: 6. eine Handelsrealschule, ferner zwei Talmud-Thora-Schulen und einem Nabbiuerkursus. Daneben bestand das jüdische Mädchenheim, ebenfalls unter der Verwaltung des Hilfsvereins, Jvelchem selbst die extremen Gegner moderner Bildung ihre Sympathien nicht versagen konnten. Bei streng konservativem Charakter war die Haussprache ausschließlich Hebräisch. Von dieser musterhaften Erziehungsanstalt wurde nicht mit Unrecht gesagt, daß sie das Hebräisch sprechen in der Familie „koscher" gemach: hat. In Jaffa bestanden damals drei _ Kindergärten mit 399 Zöglingen, eine Knabenschule mit 150 Zöglingen, der später Handelsfchulklasien und eine entsprechende Mädchenschule angereiht wurden; in Haifa: Kindergarten und Schule; in Lafsed: Kindergarten und Knabenschule; Liberias und Bairut: Kindergärten; Hebron: Talmnd-Thora-Lchule; Kolonie Rechowoth: Kindergarten und Lchule für Knaben und Mädchen; Kolonie Katra: Lchule; insgesamt 19 rein hebräische Anstalten und 9 Zweisprachige mit einen: hebräischen Unterbau. In Zehn Jahren hatte das Schnlwerk des Hilfsvereins der deutschen Juden in Palästina 3000 Zöglinge mit über 100 Lehrern und Lehrerinnen. Leit der B a l f o u r - T e k l a r a t i o n ist das Hebräische als offizielle Sprache anerkannt. Ter türkische Kultusminister in Konstnntinopel hat zedoch bereits im Jahre 1913 feem Lehrerseminar und der Handelsrealschulo, welche beide Anstalten im Anschluß an die Lämelschule einen zwölf- bis dreizehnjährigen Lehrgang hatten, den Rang eines Gymnasiums zuerkannt und den Abiturienten die Berechtigung zum Besuch der Universität gegeben. Ter^ türkische Kultusminister, mit dem ich mit Einverständnis des deutschen und österreichischen Botschafters persönlich verhandelt habe, hatte seit einer Reihe von Jahren die Entwicklung des Hilfsvereins-Lchnlwerks in Palästina verfolgt und hatte nichts' gegen unseren Lehrplan und die überwiegende hebräische Unterrichtssprache einznwenden. Er hatte, wie er mir sagte, nur F)en einen Wunsch, daß wir auch in aller Zukunft dem türkischen ^taat gegenüber die gleiche Loyalität bewahren, wie wir sie gegenüber der altehrwürdigen hebräischen Sprache und den Idealen der modernen Pädagogik üben. Der Talmud versteht unter ..heiliger Sprache" die heiligen Bücher des Kanon. Dem Judentum ist aber das ganze hebräische Schrifttum heilig und wertvoll geworden, welches das Seelenleben des Inden darstellt, den jüdischen Geist, jüdisches Empfinden und Ortsgruppe Hannover des Lenkral-Verelirö deutscher StaaisSürgrr jüdischen Glaubens. Vortragsabend Donnerstag, den 7. Mai, abends L Uhr, in der Aula ein Gcorgeplah. Dr. Norbert Einzeln: Gälte willkommen. / -■; ( \\ /////wy /;^7/ LjCß^JtiU 12?6 Von Sr. Jakob ßlm, 1Msruhb ist die vielfach verlangte Abhandlung, welche die Stellungnahme des k iarlegt Preis brosch. 1,50 Mark. Dönhoff 3596. [Berlin SYIT68 Lindenstr. 13. M Dtoos Apotheker j Erich Frasnkel | j Berlin X0 43, Neue Königitraße 6 j I hvn: e r q « D c r 4907 \ Drop GDanifafitn;ejFß DnrlMW Jßfe Catfe ♦ pijotonrttEcl Parfümerien Toilettsartillel Haushalt - u. WrrLfchaslsartikel 'Ifilsinden durch die „C.B.-Ncitung" - a/4 V |eins lehr zweckiuLhigr Verbreitung. -^yerLWes KotzleNksNtsr?:$; Zentrale: Tlürnberg, Furt her Straße 2 (Hansa-Haus) Telephon 8155. 8156. 6157, 8158. 6159 Filialen und Detail«Lagerplätze: München (Tel. 25842, 25843. 25S44) Augsburg (Tel. 847, 867) Regcnsburg (Tel. 74> Straubing (Tel. 9I> Schwandors (2el.il4). Vorteilhafte Bezugsquellen für 54o!)len. Koks. VrikottS, Antbrazit, Holz aus allen Erzeugungsgebieten. Kostenlose Beratung durch unsere Heizungsingcnieure. vMiiliWbMMkörii Stuhlverstopsung, Bläünngen nsw. bcscitigt man sicher durch unseren f i - \ fj [<• {! ckn st ff«! ** * 1 L■/j*'i II Vl ii I! k II fifi illl •* \; 1/>/ V U^^ iiv yi,’*$^9$ verglich glänzend begutachtet! 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