Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 13 (27.3.1925)
- Date
- 1925-03-27
- Page
- Seite 230 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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230 Ms örrr Samfon-Schule Z« Wolfenbüttel Geschichtliche Skizzen. 1786. Psalmen. Und gegenwärtig sind die Leiden geringer als in den früheren Jahrhunderten. Inzwischen seid ihr, liebe .Minder, wohlgeborgen hier in der schule. Ernst, wenn ihr herangewachscn seid, werdet ihr zu euren Brüdern hinausgehn und ihre Last ansehn und ihnen Helsen/ Die Treppe zu seinem Wolsenbuttcler Cheder hinaus ging Herz Eamson. Er lauschte. Drinnen, waren sie am Lernen. Arme Lehrer, arme Schüler; aber ein königlicher Text: „Wie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht dahin znrückkehrt, bis er die Erde befruchtet und sie hat gebären und sprossen lassen und Samen dein Sämann gegeben und Brot dcnr Essenden: So ist das Wort, das ans .meinem stunde geht. Es lehrt nicht leer zu mir zurück, vielmehr cs «bewirkt, was ich gewollt, und führt durch, zu was ich es gesandt/ / (Jesaia 55, 10, ll'.) Andächtig kamen vom Lehrer die Fragen, Er-; läuterungen und Anwendungen zu diesem Prophetenwort, demütig von den Schülern die Antworten. Eine gemeinsame Zuversicht 31t zedem Wort dieser Verse verband Lehrer und Schüler zur altjüdischen Arbeits¬ und Schicksalsge meinschast. _„3o habe ich es gewollt", sagte sich Samson. „Es steht keine Scheidewand zwischen diesen und der Thauroh. Kommt eine neue Zeit der Freiheit, wie es jetzt allgemein heißt, diese hier werden sie in sich ansuehmen, ruhig und gelassen, wie Pflanzen die Sonne, und werden nicht Art noch Ramen zu ändern brauchen, sondern ihr Leben nur voller entfalten in der Thauroh, und werden eine Ehre sein im Lande Vraunschweig und wo immer sie sind/ 1806. Vor dein Inspektor Samuel Meier Ehrenberg ‘utstu am Jesaia die Schüler Markus Jost und Leopold Zunz. In schönen deutschen Versen gab Ehrenberg den Jesaiatert. Aber aufgeregt wehrte sich der Knabe Zunz gegen die Tröstung der Stelle. „Richtet nicht Gottes Regen auch oft ein Mabnl (Sintflut) an? Sind nicht wir Juden der Thauroh am nächsten und doch im schlimmsten Modul? Und zn Hause!", schluchzend hört das Kind aus. Mit Mühe beruhigt es der Lehrer: „Niemals ist das Thauroh-Volk durch Leiden verfünunert. Ein wenig Elend steh: Israel wohl an. Im Drucke der Leiden gab es sein Köstlichstes. Tie Thauroh entschädigte es für Verfolgung. Es behielt Stolz genug, selbst schuldloses Unglück als verdientes zu betrachten. Die Verfolgten hatten Mitleid mit den Verfolgern. Und sie haben ihren ^tolz und ihre Klage, ihre Schuld und ihr Mitleid ausgesprochen in der heiligen Sprache mit künstlerischer Freiheit wie die Propheten und die Dichter der 1903. In der Religionsstunde bei Dachau. Im Hellen, weilen Unterrichtsraum der neuen Schule sitzt, in höchster Aufmerksamkeit aus den Meister gerichtet, die große Zahl der älteren Schüler. Ihrer allcr wartet schon eine ehrenvolle Stelle im Berufsleben. Und jeder von ihnen weiß: was er an Kennt russen, Anschauungen und Erziehung seines Innersten aus diesen stunden mitnimmt, wird ihn befähigen, seinen Platz ansznfüllen mit Treue bis ins kleinste und mit Verantwortlichkcitsgesühl für das Größte: nick/ im Sinne irgendeiner Rützlichkeitslehre, sondern zum Dienst berufen wie die Propheten zu dem ihren, unmittelbar von Gott. Ausdauernd im Dienste des Guten wie die Propheten, unbefangen wie „liegen und Schnee", die nicht leer zurückkehrcu, vielmehr wirken, was ne gesollt. Und daß sich an das reine Wirken nichts Unwürdiges hefte, begleitet mancher» der Schüler Meister Dachaus Vrbel. tU1-' der Schule ins Haus mit ihren Rügen, Mahnungen, Verheißungen. 1924. Um die Junglehrer sitzen zu zwangloser Aussprache über die religiöse Frage die zwischen dem schlechten, der Niederlage und dem Ausbau zu Knaben und Jünglingen .Herangewachsenen. Unter so wechselnden Geschicken haben sie schon gelernt, sich dem^Augenblrck anzuvertrarren und der eigenen Kraft, die sie fleißig im Sport üben. Gesundes Rechtsgenihl und gesundes Ehrgefühl, starke Kameradschaftlichkeit, Freude an technischen Fortschritten, Dankbarkeit für jeden echten Kunstgenuß beseelen sie, zartes Verständnis sür Wehe und Wohl anderer ist ihnen eigen. Und sie atmen das reiche neu- Lobry/ciobrNokS Kinder zeigen sofortige Besserung« Dose M.1,50 in Apotheken und Drogerien. Ausführliche Schriften völlig unverbindlich und frei direkt durch Deutsche Mllchrerke A.-G.,ZwlngenSerg (Hessen) Z) Miarasafs — Ifemo? tohqisI r P?Gioss0-§B&!ägGsj©Gs-Kö®ssaraO©ffi©Erö© KOSÖO L08smIt195CCiia 5 Kiassea verteilten Gsv/innanu.2 Prämien. Die L06eaa2ahIbastehtaas2Pai-1iIsJaS1tenun3ealu.il za je 275Cmcsen(Hr.1-275Gü3),al3QD3ppe!!asea ZZSkLLZMI I« Klasss (bereits DM 17, mM M-- ßpril Ziehunsl!.KIesse15.u.15.KsI,Z!efu2ns!H. 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