Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 13 (27.3.1925)
- Date
- 1925-03-27
- Page
- Seite 229 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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229 (fijiiuilfvT., alte llrtuuDc'ii und Tofinnenrc so.oie Ttlunmtaseln nuft.ewahrl roerdeit, und das den Mitgliedern durch Anstunstserteilmig über gernein'ame Viluuui und ^eratniuj Zwecks Cyi*jorfctjunoj der Familiengeschichte zur Beile fielen foü. Iil der vor einigen Tagen im Titznugsiaal der 2\)iuirei\e, Jyn* laiicuftnifjo, vcranito.ltcten Beria mustring. in der Tr. Arthur E z e! l i \} e v über die „M c t h o c* e n ,d e r j ü d i } d) c n;v a in i 1’ i e n f o r s ch u rr g" und -H nbb:ner T r. st v lu c n t i) a l über , C lt e 11 c it der j n d i s st; e n T a rn : t r e n f o r f ch n i: g" in i'sterrms fesselnder Mri'e de richteten, lonnte ein überaus erfreu- Uches Brnvach'en der Bsttgliedcrzalg fcfra■:ft?Iit morden. Es iuäu1 überaus nnntfchensioerl, .voemt möglichst viele deutsche Juden dieser Bereinigung bestreten wurden, mn mit deren Hilfe ihre d'Mnstnngeschickpe. die in tuttureUcx und sozialer Hinsicht 'oftmals ebenso wertvoll. wie die des Sck'grertadels sein dürfte, zu erforschen und somit im ^iune der Eksollschast ..'nicht b-lost für die Er halturw des Judentums, sondern auch für die Er nichtig: mg und Mckenstärlnua der nacij uns kommenden zu nnrten". Es bedarf keiner besonderen Begründung, das; der Turchiorichung der eigenen Familie ein -kaum zu. überschätzender eil)ich,er Wert für die Erweckung eines gestruden ur.b berechtigten ^elbftgofülchs iu.riew'ohnt. Tas Sekretariat der Gesellschaft für jüdische ch-anickionsorschung befandet sich bei Herrn E. Wolfs. Berlin, t^euc Mm igsl ratze 70, und ist zu jeder Anslnnsterrestnrrg in. Fragen der Fa irritier Amdr gern bereit. Drei Iahrtausenöe jüöifchs Dichtung. Tie Freie j n d i f ch e B o 11 e f] o ch i ch u t e hal den angeii'mdigtea ^ezitations-Fnlins ..Trei -Aahrtaufcnd? jl-diche Tichnrng" mit beitem Eriolge durchgerülirl. Es waren erbebe u d e W e i b c - stunden, zu denen üch eine andächtig lauschende. begeisterte Zuhörer! cha r an sechs Tonnlanvormittagen in den stinnnnngsvoUeu Räumen der stoge ir^ der stleistst ratze zurarnnrensand. Ter Erönmnngsstster mit einer heb rai'-egen Bibelvorlerung durch Ead Shelafo. B'itgiied des PaläNinaineaters. folgten fünf Veranstaltungen. bei denen fünf angesehene Künstler und .Künstlerinnen die Z'u.börer durch Rezitationen e ei reuten: Ernst T ent sch. Edith h e r r n stadl - T e t t i n g e n . -H e-s-e V i clj i c n ft ein, ÜK einb.art Ä n it t und "llerander (3 r a n a ch. Bor jedem Bortroge sprach Tr. Israel A u e r b a ei) einleitende Worte, die dein Verständnis der folgenden Tnrbietnngen dienten. Ter tiieduer verstand es tueitz erlich, den tiefsten Empfindungen der füdifchen -eele Ausdruck zu geben. Tie jüdische Tichtung ist die Jahrtausende hindurch lebendig gelüicien; sie leuchtet wie eine Feuerfäule von Geschlecht zu Euuchtecht und lündet die stiebe Israels zu E»otl und zur Menschheit. Bott Anbeginn ist sie erfüllt vom Gedarrten der ewigen Gotcheit. mld so ist sie ein Trgclwert von elementarer tos-nischer «straft. Trete stärke ist im stause unendlicher Zeiten nicht geringer geroorderr. und gerade heute erneut sich du' Kraft jüdischer Tichtung zusehends. laicht in der Wiedergeburt des einzelnen Irrdividnnms sieht die jüdische 'stüligion das Heil, sondern in der stetigen inneren Er Notierung, imb so gilt gerade für das Iudenknux für feine stehre und für seine Kirnst bas Goethefche ..Ttirb und werde". Ter Trang n a ch 6* r I o f u g c n t f p u i n c\ t a n s T r n ck u n d B e r s o l - gnng, und unsere Ticknltmst bringt diese Sehnsucht immer wieder zrrm Ausdruck, lt ufere To'.nie wird trotz aller Bedrängnis nicht erloschen: sie stand und sie wird stehen. Bon ihrer Glut durchs tvärntl ist jeder staut unserer Tichtung/ Mit elementarer E>e:valt lernten die Zuhörer dies verstehen, ob 'ihnen nun die tirgewaltigett Szenen aus der Bibel vorgetragen oder ob ihnen fronune stegendeti der Haggada erzählt oder Schöpf'angen neuer Poeten zur -ttenutliis gebracht wurdoin Jeder der Kürrstler verstand es. die Zuhörer ztr fesseln, und zu lichteu Höhen elnporzufiu-reu. und es zeigte sich, dag die Gervalt der Bibel von t c i n c in andere lf W eite c r r e i ch t, gosch'.oeiae beim übertrosten wurde. Ten höchsten Eindruck erzielten wolst Ernst Teut sch nur der Erzälzlnug vom Süudeustal! und der Erinordnug Kains, sonne Rose st i ch t e n st c i n mir deur ganz wundervoch'u Vorträge des Hohen Liedes in einer ilebersebung von Mar Brod. Ter eben von schwerer Krankheit genesene Älerander Grauach mutzte die angelündigten modernen deistschen Tichttmgen ansmUen kasseu, errang dafür aber einen ganz besol'.dercn Erfolg ncit dem Bortrage einiger jiddische n lleineren Schöpfungen,'dm seinem Tale arte offenbar ganz besonders gut liegen. Fch hebe ein Wiegenlied msi» ein Tanzlied hervor. Tie Bolishochschule verdient airsr'chligen Trust für das schöne und so g-tt durchgofnbrte Zlnwrnehnrcn. und cs ist herzlich zu tvülstcheil. daß dem ersten Bcrfnche rveitere folgen mögen. H. it i i s ch n c r. fnerkonnt c-’s vöH’g unschädliches?&re^r7Fr<--w7:7i &ezuc? c?u#rch die Apcfheken, wo nicht erhälrJich: durch K.STEKKSERQ (fnem.-Fabrik3BRESD2M-Ä.£-^ für die festtags: ©ifflfrS' D)Ä!@ l t( > Hsbräisdie synsgogsia MämMnm Oberkantor Salomo Pinkasowicz Oberkantor Moritz Gordon Oberkantor Gerson Margulies Oberkantor Adolf 'Weitz, Cliarlottenburg Kantor Sirota mit Chor; Jiddische- * Orchester des Jüdischen Theaters in ^/'arschau Czernox*riizer Zivilkapelle J. Deutsch, Tenor / Helene Ges pass / Leon KaUseli Frau Zwickel-Goldstein. / öberkantor Moritz Gordon j Pepi Littmann / Jack Oster,jüdisclierVolksliedersänger j Jüdischer Gesangverein, Czernovritz U Hs&rSIsdi-paüstliilsclie Lfsdsr Musik von Professor A. Z. Idelsolin, Jerusalem Solo- und Chorgesänge Symphonien von Beethoven (darunter die Neunte mit Chor- und Sologesängen) t Haydn. Mozart, Brahms, Liszt, Schumann, Smetana, Bruckner, Mahler, Richard Strauss Sämtlich gespielt von den besten Orchestern Geleitet von berühmten Dirigenten (7 e fjpamm&pj» < fß Einsetzen': Schutze Verzeichnisse it. Platten in allen offiziellen VerkanLsfcllen der Bmisdkm Grammophon ßu Gl Grammophon -Spezmlhaus Tauentzienstrasse 13, Ecke Raukcslrassc Friedrichs t rasse 189, zwischen Kronen-«nd Mohrenstrasse Im Auslan-d unter dieser 5chu^mc?rke t A / . ::;:A