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Central-Verein-Zeitung · 1925-03-27 · 13 (27.3.1925) · p. Seite 228

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
13 (27.3.1925)
Date
1925-03-27
Page
Seite 228 (sequence 15)
Language
German
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22 S Lirizzi, der feine lieben Hctzs tzrücheln in bei* Berliner 3 u b c in* ri) n l Gelernt hat/' 2o ist „alles von sonnigem Humor durchglüht", io das;, wie es auf bem Umschlag weiter hcitzt, der Leser „doch immer wieder hell anflallst, und bas Buch schließlich mit der frohen Zuversicht forllcgt: es muß doch Frühling werden". Das ist die „Fortsetzung^ die Herr Ernst v. Wo! zogen nach 'einer voriührigen Versicherung nicht schreiben wollte, mcii die Geschichte sie acschricGm habe, und bann sofort stlber schrieb, weil er es sichtlich bester als bie Geschichte zu macheu sich berufen fühlt Aber das wird noch nicht das Ende sein, und wenn er bie michite Fortsetzung trotz seines Aassenstrhzes abermals dem Berlaq Dr. Ehsler n. Eomp. anöieten sollte, weil Pocunia non ölet, i0 sei die P r ü s u n g des M a n u f f r i p t s Herrn Alexander Akoszkowski, dem jüdisthen, aber aus sonnigen -Humor reefa, schaffen geeichten Ehesredalteur der in demselben Verlag erscheinenden „Lustigen Blätter" empfohlen. Mus -en VsstssZsfAsn. „Srunncrs NriNk öer pJprüären aöecüs." Am 17. Marz d. I. begann die ..Briinv.er-Gcmeinschaft" ihre Vortragsreihe ans dem Wirken Konstantin Brunners mit einem Veserat des Herrn Dr. B l an k e n f e! d nb-cr ..Brunners stririk der populären Ideale". Endlich einmal wieder einer Gemeinschaft mit geistigen Idealen Positiven Wertes. Inhalt des Vortrages und anschließende Besprechung vcranschantichicn dies. E o n st iui t i ii V r n n n c n setzt die 'Wahrheit wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens. Wir hatten bisher leinen Denker, der uns die D e n k c r f a h r n n g e n verständlich' zn machen versuchte. Brunner zeigt, wie Gedankenüchalt und Gedankenäntzerung des einen dem anderen unverständlich bleiben, als seien sic sinnlich entrückt. D i e Nt e n s ri) e n denke n n i ch t bie geistige W ahrheit a 1 s s o l ch e. F« h ri p r a k t i s ch e r B o r st a n d b e e i n f l n s; t i h r Denken. Die kommen so znm „analogischen" Denken, einem Denken, das der Lebenssürsorge dient. Ein solches Denken entkleidet sich seines geistigen Inhalts: es gestaltet Ideelles in Praktische Realitäten um. es „verabsolutiert" das Relative. An die Dtelle geistigen Inhalts treten W e r t b e g r i f s e. Ans rein Gedanklichem wird Verursachtes oder Verursachendes gedacht. Das ist das W e s e n des A b e r g t a u b e n s. Nichtdingliche Dings erhalten in ihm dingliche Begriffsform. Wir finden so eine Form des Aberglaubens z. B. in den R e l i g i o neu. im N a t i o n a l i s m n s. Dolchcr Aberglauben hat kulturgeschichtliche Bek<ntnng und Entnncklnng. Er wird durch Aufklärung^ niäst aufgehoben, sondern macht einem anderen Aberglauben Platz. Do z. B. der m o d e r n e M o n t s m n? . der nicht wegen seiner Neligions k r i t i k, sondcr-n feines neue n Glaubens wegen geschätzt wird. Der Monismus zeigt auch die u r f n ch c n einer Entwicklung, nicht ihr Ziel. Umkleidet nch das praktische Ideal ..Aberglaul>e" mit sogenanntem „Höheren", mit „Weltanschauung", so wird es zur Utopie. Gl an be a l s Gegensatz z u -m Denken ist nur unrichtiges Denken, das Denken eines Nichts als sei es etwas, mit anderen Worten die oben erwähnte Absolutierung des Nelativeu. Ties erzeugt den Aberglauben, und die Erkenntnis eines solchen iimid)!i^i Denkens dient seiner Bekämpfung. Tie Junge Gemeinschaft scheint uns die Möglichkeit zn positivein, geistigem inneren Wiederaufbau und Erfüllung der geistig Iutcrcfficvtcu mit wirklichm Idealen im Brnnnerstchen 3:nnc zu bergen Dr. S. F. ' Iüöische §amUienforschung. Man Pflegt uns Inden einen ganz besonders stark entwickelten Familiensinn znznschreiben und ihn als eine der st ra flauesten zu bezeichnen. die unsere -Kcliuion - ge mein' cl>a s t zur Ueberwindung alle der lahrtausendlangen 'Anfeindungen und Vor such ungen befähigt ha».-. W\w ]o bedanerAcher und' st/t sanier ist es. das; biAzer nur in einem ganz geringen Umfange seitens der einzelnen jüdischen Familien eine planmäßige und systematische Erforschung der Dchicksale ihrer Vor sah reu erfolgt ist. Es ist somit überaus ersrenbich, das; sich im Mai v. ch die G e s e l I schafr f ü r i ii d i f ch e F a m i l i-e ri s o r s clz u n g. unter dem Vorsitz von Dr. A. Ezellitzer, in der Erkenntnis begründet hat. das; die „Pflege der Familienkun.de. insbesondere die Beschäftigung mit der eigene n Famiäengeschichle. den- Zusammenhang der einzelnen Familienmitglieder stärkt und erhält, in ihnen ein qe- N indes und derechägtes De! bst ge fühl weckt und durch das B'c - w u st t w e r d e n der V e r a n t w o r t n n g gegenüber den nach- 7 eigen den Geschlechtern uns denjeriigen inneren Aücthalt gewährt, der das Judentum vor Zerjall und Zersetzung schützt". Unterstützt von der Mitarl>oit führender Fachgelehrter'ist zu die sein Zivecke rin Archiv errichtet worden, in dem Familiengeschichten. L K'16 -p H Tf^ Neiveuscöraer/en u mtüniüitnmiininthm^iiuina RSyliüIÜQl WWtMükllÜ!. {'. Gi.tnzi'nde Gutachten Ton Kliniken ond Aerztcn. I Erhältlich In allen Apotheken, TTp, f~-3 m n CC in eigenen Werkstätten aus guten Stoffen gefertigt Ist wein ^©rsöslIcEisr Passf@rKi itnd losserst preiswert! .............. 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