Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1925-03-13 · 11 (13.3.1925) · p. Seite 195

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
11 (13.3.1925)
Date
1925-03-13
Page
Seite 195 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2277379-2277569-2277580--01968-3536880
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

105 riiitc linier fujicb des Geschlechts und der dlbstamnmng. Tiefe Leitsalte einer iiiimsnnt Ethik sind durchaus leine französischen Eirtfuhv- Lrtikel, sie entstammen tinscrcm Weimar imt> unserem Königsfccrö- Es war dnrchanZ keine leere Phrase, wenn Ebert in seinen Reden wiederhol: ans die SlnUitr von Weimar hinwies. Tie deutsche EoziatdcmoLratie hat ihre Wurzeln Lief in das große Zeitalter der deutschen K.tas'üt gesenlr. In der W c \ in orcr Be r fass u n g. deren A lt st andc! 0 mmc n ein loescntliches historisches Berdienst Zriedr ich Eber ts ist, klingt die Hnmanitätsidee harinoiiifi-ij mit dem sozialen 6edanken der modernen dlrbeiterbewegnng zusammen. Ebert hat als Reichspräsident loicderholt feierlich gelobt, daß er das g r 0 ße Erbe Gorth es und Schillers Ire u verwalten werde. ott der ..Goethe-Woche" in Frantjnrt a. M. lierueigte sich der Präsident Lies vor unserem großen dentsthen Dichterfürsten, der das Suülcimlc in das Menschliche hinauskutwickelt hat. Niemals wäre Friedrich EberL der große Bollsstihrer geworden, wenn ihm nicht das T c u t s ch! um tief im Blute gesehen hätte.?1ls kompetentester Zenge der Wirren der Jahre 1918 und 1919 hat der General Eebner nach dem Ad'eben Eberls bclnndet, daß dieser sich damals als ein treuer, deutscher Mann erwiesen habe, der sein Vaterland über olles liebte. „Tie geschichtliche Forschung", so schreibt er am den Ncichsbaaller, „wird dem ersten deutschen Reichspräsidenten cin T ent mal sehen, das späteren Geschlechtern geigen wird, wie. hoch über alle parteipolitische Einstellung hinaus. EbcrL nur in dem Gesamtroohlo und in der Bettung des Volkes aus schwersten imtcit= und außenpolitischen Ersah reu die sinchlschnnr seines Handelns fand/ Ter badische Staatspräsident Hellpach hat in seiner ideenreichen und gesuhtswarmen Gedenkrede ans den Reichspräsidenten an den llnrpsälger erinnert, der sich in seinem sonnigen Lebensbehagen und in dem kräftigen Zn Pallen so stark in der gangen Persönlichleit Friedrich Edens ans spricht. Tie pfälzische Wesensart Eberls trat, als ich seine Biographie schrieb, nur deshalb so deutlich ins Bewußtsein, weil ich mich in das fernfinnige, vottspst'chologische Werk des .llullnrhisroriters W. H. Riehl über die Pfälzer tief versenkt hatte. Ter Geist des Selbst prüfeus. Telbstnrleileus und SelbstentscheidenZ hat sich nach Riehl in seiner deutschen Boltsgruppe so lebenskräftig entfaltet, als bei den Badensern und Psälgern. „Mit diesem Geiste der -llritil und des Widerspruches" sind nach Riehl „viele der leuchtendsten Vorzüge der Pfälzer verbrüdert: ihre Aufgewecktheit, Rührigkeit, ihr Zortschrittseiser. ihre unverwüstliche Schnellkraft." Ebert ist als Staats- und Knlturpolitiker ste-s cin echter Pfälzer gewesen, der alle Tinge schnell von vorn und hinten prüft und daun mit seinem besonnenen Urteil offen heraustritt. Tein ganzes Wesen drängt zum Organisieren, zum Schaffen. Jede parteiische Rechthaberei ist ihm in tiefster Seele zuwider, denn er will praktisch gestalten, formen und umwandeln. Eine große Wegstrecke ist mit Ebert der feine Knltnrpolitilcr Franz Tiedrich gegangen, und dieser bat die sceliühe Struktur Friedrich Eberts mir den Worten sehr treffend ersaßt, das Handeln Eberts deute „ans eine Ratnr, in der nach dem Wort des amerikanischen Lebensdenkcrs Emerson das „Geheimnis" Kraft hat, daß das Beste im Leben gegenseitiger Austausch, daß der größte Erfolg Vertrauen ist. das heißt cin gegenseitiges Verständnis zwischen aufrichtigen Menschen. Man darf Ebert eine ousgleicheud? Strebigleit zuschrciben. Aber das Wort will mit Maß benutzt sein. Es umfaßt nicht alles. Tenn. cr will ausgleichcn. ohne der festen Entscheidung ansznweichen. Er werk;: Berhaudelu ist notwendig: aber es wäre falsch und würde sich schwer rächen, dies Verhandeln - Wollen für Schwäche zu nehmet!, der das feste Ina reisen nicht gegeben ist". Friedrich Ebert sollte nach dem. wohlmeinenden Rate seio.es trefflichen Lehrers Tr. Lender ein Bauingenieur, ein Baumeister werden. Tie Technik verschloß dem mittellosen Proletarierunde die Tür. aber die Politik öffnete sie ihm noeit. Und so ist dcnn Ebert cin trefflicher hl e r ch s b a 1:1 r. e i st e r geroorden, ebenso tüchtig im b e s 0 n 11 c n c 11 B c r h a 11 deln u? i c i 11t f c ft c n Zugroisc n. Anerkennt cts vct!-q unscHcdt-ches äez-uca durch die Apotheken.wo nicht erhältlich: durch H.ST&RMSE&Ö ehem.-F0brik*££2SS2tf-&.S-3> | 4 Es ist em Gebot der Ncinlichkcll, auf l A «• Sa über Haltung der Tapeten und Wände h zu achten. Die Fausfcau halt cs für selbstf verständlich, den Boden, dieBbödri, kurz alles, 1 was im Zimmer ist, von Zell zu Zeit griindllch | zu reinigen. Sorgsam achtet sie darauf, f täglich jeden Staub zu entfernen, ater an Die Tapeten und Wände denkt sic nur in den \ seltensten Fällen. And wie leicht kann der i darauf sitzende Stand mit .Tapeton" entfernt und dcr häßliche Fleck über Der 5bcirung be- | seiligk werden. ^Tapetvn" ist cino in ge- | brauchöferrigec Form erhältliche Paste; seine | Anwendung v erursacht meDer befondereBeühe | noch ncnncni-mcrtc Kosten. Die Zimmer N brauchen dabei nickll ausgerauml zu rverdcn. |f Dis roiuigencks Wirknntg ist Lsksächlich verblüffenä und es ist emo Freude, die Tapete wieder in ihren früheren, frischen Farben zu selben. Denn ^Tapetotll greif: selbst die zartesten Farben nicht an. 2 Die einfachsten Grund sähe der Lygrene ♦ gebieten, die Tapeten und Wärt de stets rein Zu halten, weil sie die Tlblagoruugsstättc für jeglichen Staub und dadurch den Schlupfwinkel für alle Bakterien bilden. Letztere bedeuten aber eilte stete Gefahr für die Gesundheit. Die KrankheilserreZec mit Brot oder Tüchern wegnuvischon, ist erfahrungsgemäß nicht möglich, sic werden vielmehr dadurch aufgewirbelt und golONZen leicht in die £uf(iucgc. Wit „Tapeten* Da* gegen wird eine gründliche Befestigung crzre't, denn dickes desinsiziercndc ^Reinigungsmittel bindet den Staub und lötet die in ihm nisiendcn 5ble'.ulcbowesen ab. Lsiawcnklich m den Schlafe Wunen sollten die Ta-^ctev. und Wände mindestens 1 bis 2 mal jährlich tapctonlert wer dom Beim Beziehen einer anderen Wohnung ist vorheriges Tapctoniereu eine direkte Dtolwendigkell. Neinlichleit verhütet manche Krankheit. Es ist aber euch ein Gebot der Wwtschaftlichkcll und Sparsamkeit, die Tapeten und Wände von Zeit zu Zeit mit ^Tapeten" zu reinigen. Bicifach sind die Tapeten nur an einzelnen Stellen schmutzig, l und da wäre cs gewiß Verschwendung, sie s zu erneuern, dorm das ^tcufapreren kcjtet [ vld Selä. Wcnr w^.rde es wodl z B. ein* 5 fallen, Vorhänge oder sonstige Wäschestücke wegzuwcrfettz weil sie schmutzig oder trüb geworden sind. Die kluge .Fausfrau mach! st sich alle Fortschritte der Dkcuzrit zu Nutz, j wozu unbedingt auch das „Tapeten^ gehört. I Seine Anwendung ist so einfach und seine j Neinigungslrafc sü hervorragend, daß L>aus* s fraucn, die dieses Ncinigungsntittcl einmal erprobt haben, os nicht ntehr entbehren möchllen. Eine Tapete, die ab und zu gereinigt wird, halt übrigens viel länger, als wenn man sic dem Verderb durch Staub und Schmutz überläßt. st ist demnach für den HMsHesitzev unc für den Mislsr cm roertvolles und - unentbehrliches Scernrgungsnüttel. Es ist in Dosen 311M. 2,— (ausreichend li fiii* ein großes Zürrtner) in den Drogerien erhältlich. Alleiniger &evjMe?: Bsrchsld Elbert, Chemische Fabrik, Kaiserslautern.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.