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Central-Verein-Zeitung · 1925-02-20 · 8 (20.2.1925) · p. Seite 143

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
8 (20.2.1925)
Date
1925-02-20
Page
Seite 143 (sequence 5)
Language
German
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iiiüiicn die Brr. Freimaurer sich prüfen, ob sie wieder hassen! lülmen, ob sie iuista'nde sind, Afeiiio Worte .Gerrnannr an il-rc Kinder' in die Tat run Fl setzen", und nun so-gr da-ö j bekannte Zitat, das mit den Worten schließt: „Schlagt ihn! tett' Das Weltgericht fragt euch nach den Gründen nicht!" - Wu man sollte meinen, das wäre deutlich genug! Der Antisemitismus in den L 0 g e u geht genau s 0 auf d i e Vernichtung der Logen aus, wie der Ant isemi tis tuu§ sich letzten Ende s aus ander e m G e b i e t gegen das 6 h r i st c n t n m s elbe r weit bet. Die Liebe der Völkischen 311 ihren Volksgenossen d^'teht darin, daß sie sie mit Haut und Haaren ausfressen. Das ganze Geschrei vom „Juieruationalicauns" der Maurerei soll die unwissenden Gimpel fangen, die auf solche Schlagworte hineinfallen. Wichtl und Rosenberg, und wie sie alle heißen, wissen sehr wohl, daß der „intime Zusammenhang" der deutschen und ausländischen Freimaurer sich auf Höflichkeiten und gelegentliche offizielle Besuche der Würdenträger beschränkte, vor allein aber, daß denn deutschen Jreimaurertum in ihren Schriften eine Bedeutung beigelegt wird, die es — leider — durchaus nicht hat. Es ist wirtlich erstaunlich, daß in den antisemitischen Schriften stets von der „Allmacht" des Judentums die Rede ist und daß diese „Allmacht" nicht einmal imstande ist, das Erscheinen derartiger törichter Schriften wie die hier in Rede stehenden zu verhindern. Wirtlich — es wäre dem deutschen Volke zu n>üujcCjeit, daß die Logen in ihm eine wirkliche geistige Macht! darstellten. Statt dessen beweisen die von Wichtl angeführten; Zahlen — G*2 00‘J Maurer in einem Volk von über 60 Milj lioneii — das Gegenteil. Die Logen sind eben! kleine G e nt c i 11 ]' dj a f t c n , in heuert mit E r n st - um W e l t a n s ch a u u n g s - und Sittlichkeitsfragen gerungen wird; solche Gesellschaften Pflegen ohne Einfluß auf die Außenstehenden zu bleiben, schon deshalb, weil die Ideale, zu denen man hier strebt, von der großen Masse nichr begriffen werden. Ten deutlichsten Beweis liefern ja die erschienenen völkischen Bücher, deren Verfasser mit dem Menschheitsideal überhaupt nichts anzufangen wissen, als kräftig darauf zu schimpfen! Es ist tieftraurig. daß auefj die Tempel der Freimaurer, diese Stätten reinsten Jdealie-mu^, von der Psychose des deutschvöllncheu Antisenüti--mrls nicht frei bleiben. Aber keiner menschlichen Einrichtung bleibt Menschliches fern. Tie Idee der Freimaurerei steht so hoch, daß sie auch diese Psychose überwinden wird. Wir verehren unter den beutfefjeu Freimaurern zahlreiche Juden als vorbildliche Brüder. Nicht* wäre falscher, als diesen zu raten, der Freimaurerei den Rücken zu Lehren. Jedem echten Freimaurer gebietet die Pflicht, nur seinem Posten zu bleiben, um die Freimaurerei gegen entgleisende Freimaurer zu schützen. Tie Flucht ist die falscheste Abwehr. Dafür wird man gerade in dieser Zeitung Verständnis finden. -SutituravOeit ist noch nie aus die Dauer vergeblich gewesen! Im Süden Hitlers Nationalsozialistischr ArbciLcrparLer, im Norden Gracfes Volttschc ^rcrhe.rnsoewegrnrg — Vücktrilt Ludcndorfsv — G:;chül(nugcn des „Fränkischen Kurier" - - Die Unterredung Held-Hitier und Ludendorss-Hillcr — Vom Lkampf gegen den „lUtvamonlaniSurns" — „Mieder m-.L dem Borrüterkonzeru" — Wird sich Hilter durchsetzen 7 Uebcr dir Vorgänge int völkischen Lager, die sich an die Entlassung Hitlers aus der Festung Landsbcrg knüpf len, haben wir unsere Leser fortlaufend, so erst wieder iu der letzten Nummer, unterrichtet. Die Auseinandersetzungen, die zum Teil in schärfster Form sich in der Oenentlichleit' abspielten und tagtäglich zu den verschiedensten Verhandlungen hinter verschlossenen Türen führten, haben nunmehr die Entscheidung gebracht: Adolf Hitler gründet die N a t i 0 n a l j 0 z i a l i st i s ch 0 Deutsche Arbeiterpartei (N.S.D.A.P.) von München aus neu. Ludendorff, Gräfe 1111 d Straffer, die die Völkische Freiheitsbewegung als Neichsführer leiteten, sind znrückgeireten. Dafür wird durch einen Ausruf im „Deutschen Tageblatt" vom 14. Februar (Nr. 38) die D e u t s ch v ö l k i s ch e F r e i h c i t s b e w e g u n g im Norden selbständig gemacht. Wer diese führt, ist noch nicht mitgeteilt: der Ausruf ist unterzeichnet von völkischen Führern wie -Neventlow, Gräfe, Theodor Fritsch, Wulle, Jürgen v. Namin, Heumng. Kube und anderen. Tie G r 0 ß d e n t s ch e B 0 t k s g c m e t n - s cf) n f t der Dinier, Streicher und Esser in Bayern scheint tforfchtfig noch weiter 311 bestehen. Die zu Hitler allein stehenden Nationalsozialisten in Mittel-- und Norddeutschland werden sich der KS.D.A.1\, deren Hau Pt sitz in München ist, anschließen können. Die Bedeutung der änßerert Vorgänge scheint nicht so groß, wir die k e tt n z e i ch n c n d e W a u d l u u g i m I n u e r n. Es schein» sicher, daß die Formen der Bewegung andere werden wie früher. Sil müssen andere werden, wenn die bayerische Negierung das Verbot de: Nationalsozialistischen Arbeiterpartei au sh eben soll. Wie sich Hitlet seine Weiterarbeit denkt, geht aus Mitteilungen hervor, dm in Nürnberger „Frank t f chen Kurier" vom 11. Februar abgedrncl und und sür deren Richtigkeit wir dent Blatte die Verantwortung überlasi'en müssen. Es handelt sich um die schon in diesen Blättern ge würdigte Besprechung zwischen dem bayerischen Ministerprüsidenter Dr. Held und Adolf Hitler. Der „Fränkische Kurier" schreibt dazu „Durch Vermittlung von Sanitätsrat Pittinqer und anderer fand nun eine Besprechung zwischen Hitler und Dr. Held statt, ir oussuhrte, sein Kanrpf gelte der Niederbrechung bet ^zudlsai-marristikchen Geistes"' und der „internationalen jüdischer > Hüler zwei Tage nach dieser Unterredung ir ocr BZechnung errws Oberregierungsrates, eines Freundes von ihm vor Verschiedenen seiner Parteifreunde cucssührte. babe die Unter reoung rn den grundlegenden Fragen die beiderseitig! A e v e r e in st i m m u n g ergeben." ,-^rese Nachrichten würden, sollten sie zutressend sein, ein sehr be Setchuendes Licht auf die innorpolitische' Lage rvcrfen. De: Kmier" berichtet in diesem Aussatze, der aus besondererrmpe.er Ouelle stammen soll, in e'mgelveihten Kreisen rechnet! man sicher damit, daß die Hitler-Partei im März bestimmt ihr. beginnen kann, es fei aber Vorsorge getroffen, daß de' Trommler" diesmal nicht wieder über das Ziel hinaus 1 nenc. unter dem Vorwand „Kampf dem jüdischen Marxismus' soll das, was fän S. Nooember 102-1 durch die T 0 llp a r: chig - feit Hitlers und die P 0 litis eh e U u führ g k e i t L u d e 11 - d 0 rfss verhindert wurde, nrunuel-r mit besserem Erfolg durn;gewhrt werden, das heißt mit anderen Worten: es m den reisen um llahr, Bauer, Pirtmger und Genossen gelungen. Hnler^iur die bancrilch-pariitulariftischen Benrebunaen zu getvinnen und n-i) 'einer unbezweiselbaren Werdekrast für diese Zwecke zu bedienen. D<r Aufsatz gibt drei Punkte wieder, in denen Hirler on einer Unterredung zwischen ihm und L ivd e it d v x f t An.rang Janrar seine Meinung fest ge leg: harte. Es sind die rolgendeu: 1. Eine gemeinsame politische Zusammenarbei: zwrschr.l Ludendorff und mir ist aus mehr als einem Grunde undurchführbar, sie besteht in erster Linie darin, daß bk G e g c ti s a tz e zwischen den Vaterländisch oingefGllLen bayerischen Kreven und Lnd-endorss nicht zuletzt durch seinen Konflikt mit Rnvprechi und seine Einstellung 311m Mtramontanismus zu dauernden schweren Neidungen fuhren voürde. Mit dem Tage der Nengründung der alten N.-S.- Partei ist die Reichsfützrerschasr der N. S. F.-Partei überslüßig geworden und die am 18. Februar 1024 geschlossene Bcrbimd'.lng Lwr'cheu beiden Parteien durch die neuen Tatsachen überholt. 3. Die aite N. S.-Partei halt nam wie vor am Antipaelamentarismus fest und beteiligt sich nicht an den Wahlen. Es ist wertvoll, ans der schon erwähnten Knndgebrnig der Deut s ch v ö l t ij ch cn F r c i h e i t s b e w e g u n g einige Stellen herauszuheben. So heißt es in dem Aufruf: „Tie Abdankung des preußischen Staates als Führerstaat durch die Revouuion hat jene separatististhen und partitularistischon Kräfte ansgclöst. die im Interesse des Weltj u dc n t u ms u 11 ö b e -3 1! I i x a nt 0 u tanis m u s Deutschlands Ohnmacht verewigen wollen. Darum muß Preußen wieder der Mittelprnrtt für alle nnsbauenden völkischen 5träsre loerden. Was Preußen ge wi nn t.gewinnt da s R eichll Was den „Illtramontanismus" anbelangt, dem die völki'che Freihei L sGuoogri n g heftige Fehde ansagt, so ist nocl) folgen Le Stelle im Aufrufe beachtenswert: „Insbesondere können wir uns niemals und von niemandem abbringen lassen, von dem uns aufgepvungetren Kantpf gegen den Ulrramontanisnvus. Dieser erstrebt die politische und ^geistige Versklavung DenLschlandsT Jniercffav.t ist. daß das „Deutsche Tageblatt" diese Stelle später widerruft, indem es angibt, dieser Tert des zu früh veröffentlichten Aufrufs sei nicht authentisch. Authentisch fei ledialich der sollende: „Insbesondere können wir uns auch nicht nehmen lassen, die Freiheit der Betätigung des völkischen Gedankens gegen den Ultranwutanismus zu erlämpfen. Geistige Freiheit und Verwirklichung des völkischen Gedankens und damit' Deutschlands Erneuerung würden unter ihm, wiübrigens auch unter.

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