Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 6 (5.2.1925)
- Date
- 1925-02-05
- Page
- Seite 111 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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mal mtt In Nummer 4 der „C. B.-Zeitung" haben mit das Zahlenmaterial über die reinen Ehen gebracht; daran anschließend wollen wir heute die Relativzahlen für die Mischehen betrachten. Dieser Betrachtung.wollen wir aber die absolute Zahl der geschlossenen Ehen vorausschicken (vergt. Tab. I). Tabelle 1. Absolute Zahlen dir geschlosst-urn Ehen: $air; Elgcbttissc in-:-Qi'ja ait rein evangelisch rein kat^lisch rein jndisch Andere Ehen und 21t sch eh;u lö)i v.m 200 041 173911 87 113 2 574 7 410 iy >ß l’Jio 310182 181914 92 019 2 671 20 878 JU19 527 172 314 334 117 321 4 407 61 110 1920 54« 307 328 015 145 839 5 022 67 421 Nach dem Kriege stiegen gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1901/10 die Eheschließungen säst auf das Doppelte, auch die jüdischen Ehen; aber dabei beteiligt waren nicht nur die reinen Ehen, sondern auch die Mischehen. Und erst die Tabelle 2. Auf I0O0 Ehen entfielen Mischehen: 2ahr Enari a.Mauncr mit lalho'.i-chcn Frauen Kal hol. Männer mit er.angclhch. Frauen Zud. SJKinnec u.il chrisrNchen F.cnien Christi. Männer mit jüdischen Frauen 1910 45.5 47,7 1,3 1,0 1911 4),9 48,4 1.4 0,0 1912 47,1 49.2 1.4 1,0 1913 48,3 49,1 1.6 1,0 1914 55,3 56,6 2,0 1,3 1915 70,7 69,1 3,1 1,7 1916 64,6 63,4 2.5 1,8 1917 GO,9 66,4 2,3 1,4 1918 59,0 63,8 2.0 1.4 1919 47,6 54,8 1,59 1,1 1920 49,0 55,5 1,70 1,1 1921 50,7 55,5 1,74 1,2 1922 55,8 57,3 2,69 1,2 Relativzahlen geben uns einen Vergleichsmaßstab über Zu» oder Abnahme der Mischehen (vergl. Tab. II)* Diese UebersichL bestätigt unfcre früheren Betrachtungen. Gleichmäßig bei allen drei Konfessionen Preußens steigen d i e A n t e i l e d e r M i f cf) c h e n in den beiden ersten .Kriegsjahren, als die Begeisterung über die Waffenersolge die Schranken, die sonst die Schichten und Klanen trennen, satten ließ. Bei den Juden, sowohl bei Männern wie Frauen, nehmen die Anteilsatze stärker zu als bei den Evangelischen und Katholischen, weit während der Krregsjahre die Heiraten bei den Juden überhaupt aus einen Tiefstand sanken, der den Bestand es deutschen Judentums in Frage stellte. Bei den Mischehen fielen eine Reihe von Hindernissen fort, die bei Eingehung von reinjüdischen Ehen eine Rolle spielten. Aber mit der Friedenszeit änderten sich die Verhältnisse. M i s ch e h e n z w i s ch e n ch r i ft f icf) cn Frane n u n d j ü di sch e n Ntä nn ern erfolgten in den Jahren 1919 bis 1922 fast nur in demselben Ausmaße wie 31t Friedenszeiten; man kann darin den Eins l u tz des j ü d i s ch e n H a u } c § auf b i e Töchter, die znm großen Teil bei ihren Eltern wohnen, erblicken. Aber auch bei den jüdischen Männern sind nach dem Kriege die Anteitzifsern der Ehen mit christlichen Frauen gefallen, wenn sie auch in den zwei letzten Jahren 1021 22 im Steigen begriffen sind. Politische Einstellungen und Anstrittsbeweguugen sind zweifellos an dem jüdischen 6cme:itschaftskörper nicht spurlos vorübergegangen. Tie graphische Darstellung läßt mit einem Blick das Zusammentreffen der Wellenberge und Senkungen der Anteilzmern der Mischehen bei den drei Hauptkonsessionen von Preußen erkennen. Tie Kurven verlausen fast gleichmäßig und zeigen, daß hinsichtlich der Mischehen der jüdische B e v ö l k e r u n g s t e i l ui ch t schlechter a b s ch n e i d e L, a ls 3 u Frieden s- Zeiten. Dr. Julius R 0 t h h 2 l z.! f. 1! 1 /)! j i \ \! / \ rr \ y,; v / r/ // *- \ 1 — — — / / \ / r S 1 // // V! ---- \ r' 'Erläulerut na i . Fh&nbn täumd Ehen entfallen ——harmMeHSmermmiholis^n kauen Mlerhahon koi A*n -Karnoliscneffännermtevangebscn. trauen lischK.hen be, d^n yer- .JüdischeUrin ner mitchristlich. Frauen schiedenen (.onlessionen »■ -.Christliche Männer mit jüdisch. Frauen 6 4 2 o % t I t t I I 1 u »I « 1 X t \ tlMH , <911 1911 1L 14 15 16 1? 18 19 LS 0.1 o: LS