Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1925-01-29 · 5 (29.1.1925) · p. Seite 89

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
5 (29.1.1925)
Date
1925-01-29
Page
Seite 89 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2277379-2277569-2277574--01856-3536762
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

89 Die Men unö Jungen. W o ch e n b e t r a ch t u n g. „Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungend sagt das Sprichwort. Das mag richtig sein, folange die Jungen eben nur zwitschern. Sobald sie aber zu singen anfangen, pflegen sie erheblich anders zu singen als die Alten. Es gibt gar oft einen greulichen Alisrklaug zwischen den auseinandergehenden Stiunneu, und die starke jugendkrüstige Stimme der Jungen pflegt die schwache und abnehmende der Alten gar leicht und bald zu übertönen. So ist es denn zn einem geflügelten Wort besonders auch der Neuzeit geworden, das;, wer die Jugend hat, die Zukunft hat. Sollte das aber, so allgemein gesprochen, richtig sein? Es iinrt) drch darauf an kommen, was für eine Jugend, doch nur, wenn er die gesunde und lebensfähige Jugend hat. Und ferner, wofür er die Jugend hat. ob auch für eine gesunde, natürliche r.nb lebensfähige Lehre. Tenn in geistigen Tingcn kann die Mehrheit nicht entscheiden — Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen — und um so weniger die Jugend oder deren Mehrheit, der doch sicher die übwägende Entscheiduugssähigkeit fehlt. Pharao in Aegypten allerdings wähnte, er ftmnc die Männer ruhig in den Dienst der neuen Wesire ziehen lassen, wenn nur die Jugend zu Hause blieb. Jüdische Meinung ist das aber nicht. An der Spitze von Israels Stämmen standen die Alten. Tas graue Haupt an sich schon sollte geehrt Werdern mehr noch allerdings, wenn es mit Weisheit verbunden war. Ein .König, der sich von den Jungen leiten läßt, führt sein Volk ins Verderben. Eine Zeit wildester Zerrüttung ten-ngcich.net der Prophet mit den Worten.- „Es trotzt der Knabe frech dem Greise/ Indische Angelegenheiten sind nach der JH i rf) t s rh nur der j u d i s ch e n Lehre in ruhiger, besonne n er Ueberleg u n g z u ordne n. Begeisterung und Gefühlsüberschwang sind die schönen Vorzüge der Jugend. Sie sind eine Tugend für die, welche sich in das -beer der GotiesstrcAer eiureiheu und, von ihrem jugendlichen Eifer beflügelt, dem Anse ihrer besonnenen Führer folgen. Führer aber zu jüdischen Zielen kann nur sein, wer aus dem heiligen Luelt der Thora geschöpft hat. Tazu sind Eifer und Begeisterung gute Vorbedingungen. Dazu gelangt man aber erst in langer, angestrengter und mühseliger Lebensarbeit. Wie soll sich nun das Verhältnis zwischen Alten und Jungen gestalten? „Wer soll gehen?" fragt Pharao. „Mir unseren Alten und mit unseren Jungen wollen wir gehen?" antwortet Mose. Es heißt nicht, die Jungen oder die Alten oder beide zusammen sollen gehen. Es kommt nicht an auf die zufälligen, zeitbedingten Gefühle und Gedanken der Alten oder Jungen irgendeiner Zeit. Es lautet: Wir gehen mit unseren Alten und unseren Jungen. Tn ist etwas, dem sich Alte und Junge beugen müpen. Tas ist die Gesamtheit und ihr Wohl, welches sich für Israel wenigstens auf der Unterwerfung unter die göttliche Forderung gründet, vier ist der feste, unerschütterliche, gemeinsame Boden, auf dem sich alt und jung finden müsieu. Tie Alten dürfen sich nicht damit begnügen, den Jungen das Leben geschenkt zn haben und sie dann, wenn sie flügge geworden sind, ut bie Welt hinansstoßen und ihrem Schicksal überlassen. Es tft Pflicht der Alten, die Jugend geistig zu beeinflussen. Tie Kmder mügen rm Hause der Eltern auch ihre seelische Heimat finden. $ Hofsmann. flm 0cabe öes RmöerhirLen. Von S. Steinberg (Hamburg). ' ^Nachdruck verboten.I D o r b e m e r k u n g. An die Schristteitung der „G. D.-Zeituna/ Ich erlaube mir, Ihnen einen kleinen Beitrag in der Heberzeugung zu überreichen, das; er nicht mir_ allen juch scheu Lesern, sondern auch jedem anständigen Christen gefallen dürste. Ter voohrheit-gctreue, schlicht beschriebene Vorgang, soll die gesurwgebliebenen Aieusthen daran gemahnen, daß kern Anti'enuten- «eheul die sittliche Durchdrungenheit des ehrlichen Juden erschüttern kann: die fittlicfc Durchdrungenheit, die auch der unser deutsches Judentum ichütze-nde (mitrauerem erstrebt. Dem Achtzigjahr wen, der einst mit der Waffe bis teure Vaterland ehrenvoll im Kriege 1870/71 verteidigt hat. der allezeit im mW fa»** f t i t/T \ u I y <,<Vn Diaetel-leucon-Brötchsn, unbegrenzt haltbare NVmssnrötcheiu ärztlich begutachtet und verordnet. IO Beutel ä 4 Brötchen M. 3.- . 100 Beutel 3f. 30,— franko. Diaetci-Pri^Srbrct. tJoschnmck herzhaft wfa richtig-'.- Schwarzbrot. 1 Brot M. 0,75. Diastei-Prinärrr.eh! zur Herstellung des l’rimärbrotei im eigenen Haushalt. 1 Beutel — 2 Brote >i. 1,25, 15 Beutel M. 18,75 franko. Diae‘ei-Ferrrient-Schckc]2de, ohne Saccharin. Höchster Wohlgeschmack. 1 Packung M. 1,25, 30 Packungen M. 12,50 franko. Ferner: Weizenmehl, Frtlchte, Marmeladen, Safte. Verlangen Sie unsere ausführliche Preisliste, welche sofort frankozugesaedtwird. 1 SIMONS APOTHEKE, BERUH C2 SPANDAUERSnS.1? '■ •;! S&erlins älteste Ajootfxekjz, priv. A. D. 14Ö8. -■ * & TEi.-. MERKUR 3000-3004. RufeaSie an,wir tzr.qsnic&tü fm Kflg Bti Korpulenz - Fettleibigkeit 23r. Hoffbo.uers g„A. Entfettungstabletten toi voUkcnmcn unschädliches und erfolgreiches Nittel ohne Einhalten einer Diät, Keine Schilddrüse. Kein Abführmittel. Ausführliche Broschüre gratis. Elefanten-Apotheke sffJf" verschafft da? vorzügliche, billige, wohlschmeckende Biomalz. Es gibt wohf kein einfacheres, bequemere* Mittelkeines erfreut sich einer gleich großen und unemgAchräukren Beliebtheit w'.s Biomalz. Neben der Hebung des Kraftgesühls tritt fast immer eine Gründliche mm auffallende Besserung des Aussehens eiiz. Man fühlt sich geradezu wie verjüngt. Mit keinem anderen Hrästiguugsmsttel kann mau deffetc Erfolgs erzielen aI8 WaS nehmen die Aerzte. Alle brsatzpräparate und Gtfenmiitet erzielen nicht die Wirkung, was 5'wpetilanrcgung und NräfUgnng anlangt, wie Biornatz. In meiner rigencn glarnitie diu ich rnik her Anwendung ganz besonders zusricdeu. Dr. ß. in Ch. mlf Siomaf3. Das von nur schon oü und mit gutem Erfolge in der Praxis veror^ncte Bwmalz wird nun biedmal meinen Xtiubcrn zugute kommen. JL>r. med. 5t Biomalz Ijat sich bei meiner grau und beiden Dolmen vorzüglich bewährt Hr. Frhr. v. B. j D-relS einer Dose Biomalz 3,90 Mark, mit Lecithin 5 Mark, mit vrifen (für Blutarme und Blcich'üchrige) 2.20 Mark, mit Lka'.k ertra gnr Lungenleidende) 2.30 Mark. HofsmannS Viomolz-Tchokolade Taül GO Pf. AnZführliche Drucksachen kos-e:n'r-i von Cedr. Paterrnann, Teltow-Berlin 14. 'Vsöi« nVtst *' -MSM «ftes MichM „Bsr Wmhfhßiim“ I OIE DEUTSCHE lUERT-ZlöflRETTE

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.