Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 5 (29.1.1925)
- Date
- 1925-01-29
- Page
- Seite 87 (sequence 13)
- Language
- German
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87 .... vum 2uuüv vrcgeu eine (miniiimü) Lubv^utio:; ['nuilliot, i;lI.!!'ftL’l;f[[eu stärke muß darauf hingearbcitcl werden. dic-c ,. -..iottoLLudlicken Sprach- und Schulfordernnacn ill Tenlschland '7^ . -ur Tat werden zu laßen. Dre Pslecze des Hebrattchen Studium unserer Gebete nah roUgiöien £d)riftcn, d;e (5crfditinni indischer schulen auf deutsth-tnlt'.rrcller Cvrim^age m j (cn CrT) r cii -- schar ssrcr .Unmpf nocr den 2K'strebrmgeu, ‘ ittclÄ hebräischer Ilmgaug^sprattte das. was öom deutschen 2en; ,-i uns lebt, au ertöten. $kx solches als Unheil für ^iiönmitn u’uC> ^eurschtum ansieht -- und wie wenige denken anders! der ^n^Töafüv, das; nur den religiösen ParLeo.m. niemals aber der ndchnhcn Bvrkspartei, am 1. Fedriwr die Sttrnmen zusn-ler-. Rein parLristrert irr die fugend! Ban Lcnka v. ttccvtocv lLeipzi g). Gegensatz zur Vorkriegszeit, in der die Jugend nil.hr allein Neun politischen Geschehen. sondern von allgemein staatsbürgerlichen nnmtiiijicii fast grundsätzlich abgesperr! wurde, werden heute schon die Kinder in das Bereich der Parteipolitik hiueingezogen. Co ist ziveisellos nollveildig. daß in den Schülern lebendige Anteilnahme mi der Entwicklung nnseres Staates cvau'ctr wird. Sa* frühzeitige 5stueinziehen in parteipolitische 11 m z ä u n nage n aber hi tunt die Cutscheidtmgskraft der Iugcu.dlichen, bevor sie zur Curjel'tung gelangt. Tie louseroative PorteiUugleit hat eine groue Schuld ans sich geladen, indem sie kritisches Tonten Jugendlicher, das bereits vor dem Kriege damaligen Ilelwrliesernngen den Kamp? ansagte, zu betäubeu verstand, um die Jungen unter prahlerischer und unwahrer -llarvle an ihren Wagen Zu spannen. Tadnrch wurden Lebenskräftige Strome der Jugendbewegung in das n ii« gesunde Fahrwasser der völkischen Beweg it n g vcrspült und damit ihren alten Zielen untre n. Zeit und Kraft ist diesen jungen Renten verloren gegangen, ihre Maßstäbe haben sich verschoben, und es ist and) für die wertvollsten unter ihnen, schwer, zu erkennen, daß sie hier ans eine raninierte Weise dazu verführt wurden, jenen Formen zu dienen, deren lieber- Windung sie mit der gesamten Jugendbewegung erkämpfen sollten. Besonders schwer hat cs heute die; u d i sche Jugend. Ihr wird vhne werteres der Platz in derr Linksparteien zudiktiert, bevor sie selbst ans eigener Erkenntnis und Beurteilung der politischen Strömungen ihren Weg gewählt hat. Dazu kommt, daß viele jüdische Eltern überzeugt konservativ sind und nur infolge der anlisemitischen Hetze der politischen Rechter! eine republillttnsche Partei <rns Selbsterlmlr-rngstrieb wählen müssen. — in ihrem Herzen trotzdem aber keine begeisterten Anhänger unserer Republik sein können. Wir Eltern aller Konfestlouen sollten, soweit wir überhaupt Blick für die Bedürfnisse der Jugend haben, uns mir Macht loch re n, daß kleine Kinder schon uii t lächerlichen Beden und Begriffen, die sie gar nicht verstehen können, vollgepfropft werden. Gewiß, ein solcher Feldzug ist nicht so einfach, aber mnn .sollte sich zum mindesten gründlich mit diesen Problemen au<einandersetzen, damit ein jeder wenigstens seine eigenen Kinder nach Kräften bewahren famu ou den letzten Monaten war der Kampf um S ch vo a r z - Weiß-Not und S ch w arz - Aot - Gold ja besonders Mode und wurde von Neun- und Zehnjährigen in geradezu grötesten normen ^anegekämpfr. Tabei lvareu die Begenirdmigen dieser Kinder für den Wert der Farl^en einerseits unendlich kindisch, anderseits in ihren von Erwachsenen angenommeueu Phrasen durchaus nicht ungefährlich. Gegen die widerwärtige Zwietracht, welcl>e heute durch halbbegrissene politische Schlagworte schon l>ei den Klei mm cinsetzt. müssen wir Mütter aus das aÜerent'chiedenste cm'chrciten.' ^Ieden Anlaß sollten wir benutz:!., um den Kleinen polttttchen Kämpfern klarzumacheu. daß sie von politischen Fragen gar nichts verstehen tön neu, weil fic noch lud zu wen kg davon wissen, und daß fidj mir ganz dumme Ärmchen über Unverstandenes ein 'Urteil anmaßen. . Alle politischen Gegensätze könnten dem den:schen Bolle nicht sihadeu. wenn cs den Willen hätte, der Zwietracht die Türen zu verPllicßeu. Man kann ehrlich miteinander rechten, wenn man den pullen hat. des anderen Weltaulchaunug zn prinen und ihr Bersiandnis ,en!gc genzubr i ngen. T i e m e : ft e n a b er gehen a m V c 11111 cl; c ii Gegner blind v o r n b e r und unterichatzcn sei^ne Meinung. . Wenn aber die Jugend, ja die „ Lir,r-*IC^ ia'on 111 ftnntofc Fenicheligwiten verrennen seineindet nlle .^vs>mmg auf ciactt gesundcn Fortschritt. Statt daß bei?, dcui'civ -'«Upte «Ile 8cW n: Be>vc<N!i,g seht, um nllr .ßindcr — ihipc- ‘•ct.itet der fituifenioncn und politischen Anschauung,-!, ihren Eltern— Z»!mi!inen in gemeiüschaitlichcu «Lchult-u crziehcu. wird auf die ArrpylagmiI der Boli^schülei! hingearbeiiet. die unser llinasau, erivachenoeZ,Ce,m:inschast.A'cwusjt!ri>! zun: Unglück der Eesauüheit rurnen inn-j. LSriruni geht eZ denn in den Ardeüsschnlen? Ich M* i'id in sortl-eii^rhulei, hospitier! und mit dort unterrichtenden Lehrern ichprvrhen. ^urch die Neinheit de? C c in c i n schas t s- "st '■■■V-3 - tlc-dcr i: o i: f c f i i o n Z st re i i von selbst stst, und ,ud!ich.: tittnticr Trichtern von ihren dort erlogenen Kinuistst-. li?nz uiwerührt rwn dem ZersressenLon Lader ir.J1!1. ^Clt Ln Drec-den I«|ici! barinn nianckx Eltern hVn,;*fi'f’^x-ftiiS ltlrr ^1C. Grundichuliahre hi>mu§ i„ dieser S6)nle. damit sie dre Freude heiterer Entwiektung' noch länger genießen. lind uv.vr.m sehen loir so gelnäen p n riei s, o l: i:! ch e Derln tznnaen in den höheren S-chnlen mit a:i' L6 i r Eitern müssen um: mit noiler Anteilnuhme l.m xid: T'nge tfumnern. nicht allein im Jnterew' nnwrer eigonen Kinder, sondern der gcsamten heranloachst'ud-ril Jugend willen. Der neuöeutsche D i e c u b c a r b c i t u tt $ des SLeigerscheu B u ch e s. Als vor längerer Zeit im Vertag der ..GernmniaJ von dem behumtrn katholinl-cn Schrittstellcr Tr. Alfons Steiger ein Werl über ,.K a t h o l i z i s m n s u u d I u d e n t u u.d erschien, fand co zahl re iW: ansmerchamc Lcstr und erregte in der Presto, insbesondere in der lathottichcr:. lebhaften Widerhall. Zum ersten Blale 'waren hier vo-n kundiger chau) in mühseliger Kleinarl>eil alle die Satznmpcn. Programme, Lehren derienazen cf} v i fto i i t-i 11 v. vf v i n 1 id} r u Nicht!', ngen beige bracht worden, die in den letzten Jahren unter der Be.zeichnnug „Tritt'che-: Ehristenluad, „Teutsche Eeueueruug:aemeindc". ..Germanenorden" üppig emporgewuchen waren. Tie christliche Lesfemlichleid sah jetzt hlitzarttg für das noerliescrte Ehristentum die Gefahr, die im völki'chen Goto au de und unter dem Schutz augdeheuer völkischer Kreise ing stillen heraugewachsen war. Während bi eher nur vereinzelt aus diese Einfälle vötti'cher Geistesrichtungen in das religiöse Gebiet hiugewiescn war, wurde hier z u m e r sic n Nt a l e ein u m t c } s c n d e s Bild davon gegeben, das alles crrcichbarc Material ans diesem schoer zugänglichen Gebiete str gedickter und cinwanchrestc Weise darbol. Tas Buch war alsbald vergrisseitt und endlich ist nunmehr rn deu letzten Tagen die neue Aus läge unter dem Titel „Ter ne u b c ii i s che Herde i m St a m p f gegen Ehr i st e n u n d In d erd cl^cusalls rvieder im B^rlag der „Germania", erschienen. Tas Material hat sich vermehrt, das Buch «ist dadurch wertvoller geworden. Tie mannigfachen erbitterten Angriffe, die kleiner seines Buchen und seiner Bor!rage wegen erfahren hat,, konnten den mutigen Wahchcirestmchr nicht er schrecke n. Gr fertigt sie mit überlegener Feder in dpm Bewußtsein, nicht zugunsten einer Partei, joudern zu Ehren der Aufklärung, der Wahrlsteik ztl fechten, ab. Wer über die a n s s ä l l i g e u n d g c s ä h r l i ch e Z e r s e tz u n g der ch r i st L i ch e n G l a u b e n § t a t \ a d) e n durch völlisckze Lehren sich gründlich aus einer rFülle besten Materials belehren will, der findet, was er braucht, int steigevschen Werke. 11 uD ex erkennt — nicht überraschend! —. wie der Wc-g zum Kampfe gegen das Christentum nur-bic Blerlängernng des Kampsweges gegen das Judentum ist. Diese Feststellu.ng gewinnt um so mehr Gewicht, als sie von dem Christen Steiger kommt, der sein Buch also Oefchließt: „Was im Vorwort gesagt worden ist, hat sich im Verlaus der ganzen Urnersuchrmg bestätigt. Jeder, der Offenen Augee^ die Politische Gestaltung innerhalb des Neichsgebiels verfolgt, muß zur Erkenntnis'kommen. daß die dentschvölkische Bewegung mit ihren Ai> arten und Unierarteu in unveränderter Leideufchas: den Kampf gegen die Bibel und gegen die Offenbarung führt, mögen es nun Juden fein oder Katholiken, die sich zu diesen Heilquellen bekennen. Tie immer wiederholten Angriffe dieser Freigeister auf alle Sätze der Lehre können von den r e ch t l i ch D e n k e n d e n n i ch r länger geduldet worden, wem: nicht die größte Gefahr uns alle bedrohen soll. Tic fündigen Führer, die Vertreter dcs Volts, nicht zuletzt die Scanner der Regierung sind in ihrem Gew ist en verpflichtet, alles zu tun und nichtZ. zu msterlauen, um die Gefahr zu dannen. W >i r w o 11 e n bewußt einem R eli g ionsk ri eg innerhalb der deutschen Grenzen Vorbeugen! Wir rvellcn rechtzeitig wavrrcn rnrd laut ansruferr, iutmii es alle hören: 'Jlitiyt die Edda, sondern die Bibel ist unser Buch! Nicht Wotan beten wir an, sondern wir beugen unser Knie vor dem Ewigen, der gctvesrn ist und jetzt ist und senZ wird, deur 2ttlmächtigcn, denr Schöpfer und dem Richter, iss dessen Hand Hur alle sind!"