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Central-Verein-Zeitung · 1925-01-02 · 1 (2.1.1925) · p. Seite 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
1 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
Seite 13 (sequence 25)
Language
German
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13 Jubiläen. JustizraL Koch mann in Gleiwitz feierte in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag. Seine hervorragenden Verdienste um das politische Leben Oberschkesiens, seine wichtige Wirksamkeit als Landtagsabgeordneter, seine segensreickje Arbeit für die Gleiwitzer Indische Gemeinde, seine herzliche Hingabe an unsere E. V.-Anfgaben sind allbekannt. Möge Justizrat Kochmamr nach jahrzehnrelaug zum Wöhle von Deutschtum und Judentum in ungebrochener Frische wirken! * Der Führer der jüdischen Lehrerschaft, Herr M. Steinhardt (Magdeburg), hat jüngst leinen 00. Geburtstag gefeiert. W r beglückwünschen ihn deshalb herzlich, weil er, einer der rstcn Mitglieder des Centralvereins, für die Interessen und für das Ansehen der jüdischen Lehrerschaft in aufopfernder Selbstlosigkeit gewirkt hat. * Rabbiner Dr. Warschauer (Berlin) begeht am 2. Januar das Jubiläum seines fsmfundzwanzigjährrgen Wirkens. Er hat in dieser langen Zeit sich viele Herzen gewonnen und durch seine ehrliche, überzeugende Art nur Freunde erworben. Auch wer seine politische Einstellung nicht teilt, wird dem treuen Manne und begeisternden religiösen Führer an feinem Ehrentage wünschen, daß er in voller Kraft unserer Gemeinschaft erhallen bleibe und auf hoher Warte das Judentum, zumal durch die wachsende Erkenntnis und Liebe unserer Glaubensgenossen. weiter zu Ehren bringe.^ Darum sendet ihm auch der Eentralderein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens herzliche Glück- und Segenswünsche! Auszeichnungen. Der Vorsitzende unseres Landesverbandes Bayern, unser hochverdientes Vorstandsmitglied Herr Tr. Fritz Aaron, München, ist von der bayerischen Regierung zum ^anitätsraL ernannt worden. Zum ersten Male in Deutschland wurde auch an Zahnärzte dieser Titel verliehen. Es freut uns ganz besonders, daß unser Freund Baron unter den ersten zwei Zahnärzten ist, die diese Auszeichnung erhalten haben. — Zum 3 u ft 13 rat ernannt wurde unser alter, treuer Freund Ncchtsanwalt Tr. Bernhcim in Nürnberg. Wir freuen uns mit dem also Geehrten, dessen Eifer für unsere ^ache ihr manchen wichtigen Treust leistete. Schauturnen des Jüdischen Turnvereins Berlin OL. Am Sonntag veranstaltete der Jüdische Turnverein Berlin 1 9 ü 5 ein Schauturnen seiner Damen- und Mädchenabtcilungen. In erfreulicher Frische wurden Äebungen am Reck und^ Barren, Pferd und Sprungbrett geze'gt; zu erwähnen ist besonders das Maricn-Lchauturnen und die exakten Freiübungen der gesamten Damen- und ALdchenadterlungen. Zn den Ansprachen kam rer Wille zum Ausdruck, das deutsch« junge Judentum ckörrcrlich zu ertüchtigen. Nachstehend die Sieger: 1. Z. D e u t s ch 19 Punkte; 2. U. A n s b a ch 1? Punkte; 3. T. Stemple! IG Punkts; 4. A. Schreiber 15 Punkte. N. St. Für einen <m£gebllbcUn SpezLLLLvzr für orthopädische Chirurgie bietet sich in Westdeutschland günstige Niedertayungsgelegenheit. Anfragen find zu richten an das Bureau des C. V.. Berlin SW 68, Lindenstraße 13. Der M-isthe öoxclub Maccabi. Ter Jüdische Borclub Maccabi in Berlin übersendet uns die folgende Zuschr.,., deren Ziele wir warm unterstützen: Ter I. B. C. Maccabi wurde von jüdischen Sportleutcn, die stch dre ideelle 'Aufgabe gestellt hatten und haben, die jüdische Jugend zum Sport zu erwecken und im Sport zu ertüchtisen, gegründet. Schon in der Werdezeit des deutschen Boxsportes erkannten diese Männer^ den holzen Wert der „noble art of defence“, wie der Engländer sagt. Ungeachtet aller Dornrteile, die sich diesem angeblich^ so rohen Sport entgegen stellten, wurden alle Hindernisse nüt wahrem Sport- und Kämpfergeist überwunden. Ter I. D. C. Maccabi kam als Freund der Jugend und wurde in seiner Bedeutung auch zuerst von der beherzten Jugend anerkannt, die ihm in scharen zuströmte. Heute ist der Boxsport in weiten Kreisen als vornehme Verleidignngsart anerkannt. Er bildet seinen Jüngern aber nicht nur die von der Natur gegebene Waffe, die Faust, aus; er ist ein nicht minder bedeutungsvoller Sport für die physische und psychische Entwicklung und Erziehung der Jugend Aus diesen Gründen haben die verdienftvollen Jug.mdbildner das Boxtraining kürzlich in das Lehrprogramm der Schule ausgenommen. Jüdische Eltern! Falls Ihr Euren Söhnen — neben gesunder körperlicher Entwicklung — neben der Erziehung im Sport zur Enthaltsamkeit (gegen Ausschweifung, Alkohol und Tat-ak) — schnelles Te nf en unb Handeln, Mannhaftigkeit und Entschlußkraft aus den Lebensweg nütgeben wollt, so gebt uns die Jugend! Wir treiben keinen Mißbrauch! Wir treiben Sport und nichts als gefunden Sport! Gebt uns auch die Z a g h a s t e n. Sie werden sich in kurzer Zeit zu Eurer Freude entwickeln. Sie werden, wenn der Boxsport als Schulfach in die Erscheinung treten wird, den Wettbewerb — sogar mit robusten Mitschülern — erfolgreich bestehen. Sie, die sonst schamhafte Eckensteher bleiben würden, werden nicht unbarmherzigem Spott ausgesetzt sein, sondern sich zielbewnßt Geltung verschaffen. Auch der psychische Erfolg durch das geförderte Selbstbewußtsein wird nicht ausbleibcn. Unsere sachkundigen Boxwarts, Trainer und ärztlichen Freunde bilden eine Gewähr für ein jeder Konstitution angepaßles Training. Unsere Ziele sind also: Erweckung und Erziehung der jüdischen Jugend im Spvrt! — Wir wollen durch gesunde Turchbildung des Körpers freie Bahn schassen für eine gesunde geistige Entwicklung, nach dem Grundsätze des klassischen Römertums: „Aens sana in corpore saco!" „Ter gesunde Geist nur im gesunden Körper!' Kurt Landsberger, 2. Vorsitzender des I. V. C. Maccabi. Bet Korpulenz - Fettleibigkeit Dr. Hoffbauers ta. »«-/>. 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