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Central-Verein-Zeitung · 1925-01-02 · 1 (2.1.1925) · p. Seite 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
1 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
Seite 14 (sequence 27)
Language
German
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14 Kleine Chronik. mutt* in Osnabrück vom Jüdischen Sportverein eia Großzügiger Werboabenh veranstaltet, der einen glänzenden Verlauf nahm und dem Sport viele neue Mitglieder -uführte. — Bei der von dem hessischen Ministerium für sämtliche Schulen des Landes vorgeschriebenen Totenfeier rouvde anläßlich dieser Feier an der höheren Mädchen- und Frauenschule in Artedberg in Lessen deisraelitische Religionslehrer Seelig vom Lehrer« Lollegium mit dem Halten der Gedenkrede beauftragt. Ein gewiß erfreuliches Le'.chen _ guten Einvernehmens. — Unserem Mitglied Herrn Profest or Dr. Richard Falk von der Forstakademie in Hannovrrsch-Münden vmrde auf der Land» und forstwirtschaftlichen Ausstellung in Königs« verg für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Forstwissenschaft der ^Ehrenpreis des Reichsministers für Ernährung uv d Landwirtschaft zuerkannt. — Seit längerer Zeit besteht in Gleiwitz ein jüdischer Sportklub „Ha ko ah", der die Mitglieder im Boxen, Schwer, und Leichtathletik ausbilden will. Alle Freunde in Oberschlesien werden gebeten, durch Mitarbeit den Sportgeist in den Reihen der jüdischen Deutschen zu stärken und Anmeldungen an den Schriftführer des Sportklubs, Herbert Totschek, Sleiwitz, Pfarrstraße 4, einzusenden. — Der Professor der Philosophie an der Universität Gießen, Dr. Kinkel, sprach in unseren Ortsgruppen Laer und Wilhelmshaven über „Judentum und Staat". Ausgehend von den drückenden politischen Verhältnissen, unter denen die Zuden in Deutschland vor der Emanzipation leben mußten, erläuterte der Redner die Bedeutung der Emanzipation in dem Sinne, daß dadurch die Entwicklung des sittlichen und humanen Charakters und ein Verhältnis -um Staat für den einzelnen Juden in Deutschland überhaupt erst möglich L«vorden seien. . Professor Kinkel schloß seine Rede mit der Aufforderung, cua dem Geist der Liebe heraus gemeinsam — Christ und Jude — für das Bohl des Vaterlandes und der Menschheit die Kräfte einzusetzen. — Am 1. Januar 1922 beging der Synagogeninspektor Herr Fustin Neustadl in Slogau, dessen Verdienste allgemein anerkannt werden, sein vierzig« yihr i ge s Berufs« und Ortsjubiläum. — Zn Frankfurt am Main starb hrer Viktor Gott lieb aus Mellrich st adt (Hesteu), der Uber 39 Jahre in der Israelitischen Gemeinde dort segensreich gewirkt hatte und in allen Streifen der Bevölkerung hochgeachteL war. Seine Beerdigung in Mellrichstadt fand unter starker Beteiligung der jüdischen und nichtjüdilchen Bevölkerung statt rrnd war in ihrem Ablauf eine in dieser Zeit seltene Ehrung für den Verstorbenen. Hereinsnachrichten. Unsere DrtSgruvve Osnabrück veranstaltet am 8. Januar 1925 einen Werbeabend in Gestalt eines großen Festes. Die geschmackvolle künstlerisch- Einladung, die andere Ortsgruppen bei dem Vorsitzenden, Herrn Hugo Mos* dach, Osnabrück, Krahnstraße 30b, anfordern können, falls sie ähnliche Veranstaltungen planen, zeigt im voraus, daß sich das Fest auf vorbildlicher Höhbewegen wird. V- Der Verein ehemaliger Schüler der KnrrdrnfchAle der Jüdischen Gemeinde zu Berlin begeht am 4. Zanuar 1925 sein llbjähriges Bestehen. Zwei große Festveranstaltungen weihen diesen Tag. Auskunft und Einlaßkarten .sind erhältlich: Dr. Lesser, Fasanenstraße 37, Bruno Lazarus, Elsässer Straße L, u. a. Jüdischer Gorklub Mcrccabi. Am Sonntag. 11. Januar, veranstaltet der Jüdische Boxklub Maccabi E. V. im Marmorsaal des Zoo, Kurfürsten« dämm 9, sein zweites Stiftungsfest, verbunden mit Tanz, Tombola, Vorführungen. Zur Nachahmung. Der Jüdische Zugendverein in Oberingelheim hat den Ueberschuß der Einnahmen einer Festlichkeit in Höhe von 50 Mark dem Eentralverein zur Verfügung gestellt mit der Hoffnung, das Beispiel solcher Opferfreudigkeit möge überall Nachahmung finden. Vaterländische VMStersüllunL. Herr Moritz Neumann, früher Ezersk (Westpr.), jetzt Polen, hatte fünf Söhne im Felde, davon vier an der Front, von denen einer verwundet wurde und ein anderer in russische Gefangenschaft geriet. Don vier Schwiegersöhnen waren drei an der Front und sind militärisch ausgezeichnet worden. Dieses einzelne Beispiel beleuchtet schlagend die Pflichterfüllung der deutschen Juden gegenüber ihrem deutschen Vaterland. Verlag: Eentralverein deutsch. Staatsbürger jüb. Glaubens-. D., Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheckk.: Berlin 30472. F.d.Schriftl.verantw.: Dr. Ludwig H o lländ e r, BeÄinSW63. —Iluverl.Manuskr. tuecb. nur zurückges., wenn Freiumschlag deiliegt. — Devantw. f. d. Anzeigenteil: Max Junge, Bln.-Friedrnau. — Druck: Rudolf Masse. Berlin SW 19. n Ziehung 15- 16-, 17. Januar 1925. Wohffahrta* für dis Ansgewlesencn wen Rhein und Ruhr 12833 dsv/isaae in bar ohne Abzug — M. (Porto und Liste 55 Ff. extra) versendet auch unter Nachnahme Emil SlSsr Bt™ EtE&srj, Holzdamra 37. Baldige Bestellung erwünscht. in $Q0 und §lafchsn mmm GABRIEL L

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