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Central-Verein-Zeitung · 1925-01-02 · 1 (2.1.1925) · p. Seite 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
1 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
Seite 12 (sequence 23)
Language
German
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Neue Sucher. Jahrbuch für jüdische Volkskunde; heranögegeben von Dr. Mar GrunwaLd in Wien 1923. Verlag Benjamin Harz, Berlin-Wien. 430 S. Seit 1898 erscheinen. von^Gruuwaw Lerausgegeben, die ..Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde", bisher m einzelnen Periodisch herausloinmeuden festen, von diesem Bande an, dem 25., einem Jubiläumsbande also, als ..Jahrbuch für judncye Lolksrunde". In den 25 Jahren des Erscheinens ist unendlich wcle» gesammelt worden von dem, was charakteristisch rst für das Leben der Juden als einer zwar in sich geschlossenen und ihr Eigenleven führenden, aber doch mit den verschiedensten Weltkulinren in Berührung stehenden und von ihnen im Denken und in den Sitten beeinflußten Gruppe. Mundartliches und Namenkunde. Dichtung. Glaube und Sage. Sitte und Brauch. Gemeindeleben und Berufe, Aberglaube und Volksmedizin, Trachten und Hauseinrichtung, all das und noch manches andere hat in diesen ketten, seinen Sctcbcr* schlag gesunden. Die Forschungsergebniste und. die gesammelten Beobachtungen und Notizen sind ein getreues 'Spiegelbild des forschen Lebens besonders in jenen Gegenden, wo es auf der Tatsache mohr oder minder geschlossener Jud^nswdlungm beruht, und sie bereiten und erläutern den Gang der meist passiven politistGm Geschickte der Juden und den Gang ihrer heroischen Geschichte als Märtyrer und Dulder um der Ihren willen durch das Ächthaben auf die Intimitäten und säzeinbaren Belanglosigkeiten des täglichen Lebens, die aber doch für die Seelenkunde von großer Wichtigkeit sind. Aus dem reichen Inhalt des vorliegenden Heftes sei im besonderen aus drei größere Abhandlungen aufmerksam gemacht, , aus einen Aufsatz von Lowinger „Tie Auferstehung in der jüdischen Tradition", der den Glauben an die Auferstehung in seinem Niederschlag im Denken der Menschen, ganz besonders in den gelegentlichen A eiche run gen der Haggadah und der sagenhaften Erzählungen verfolgt. die un Volk un Schwange sind. Ferner auf die volkskundliche Studie „Der Fuß" von Jakob Nacht, die sehr reizvoll all die Vorstellungen durchgeht, die im Volksdenken sich mit dem Fuß und seinem hebrüisil-en Aequivalent ro^o! verbinden, und die sich in einer unendlichen Mannigfaltigkeit der Beziehungen verznoeigen, alles mit einem reichen Schatz von Nachweisen ans der haggadischen Literatur belegt. Und hingewiesen sei schließlich noch aus einen in dem Jahrbuch abgedrucktcn Vortrag von Grumvald „Berufe der Juden", der eng mit dem Kamps gegen den Antisemitismus zusammeuhängt, da er aufzeigt, wie falsch die Behauptung von der einseitigen Betätigung der Juden im Handel ist. und tute sie in den verschiedenen Phasen ihrer Geschichte und in den verschiedenen Gegenden mit allen Berufen verknüpft sind und in einzelnen Handwerken sogar führend, toimngebond mb lehrend wirkten. Außer dem Genannten bietet das Jahrbuch noch mancherlei, was einzeln hier awszuzälsten nicht möglich ist; der mteu'ifterte Leser wird jedenfalls au vielem seine Freude haben. D i e n e m a n u (Ofscnbach a. M.). GocLhe und das Alte Testament, von Leo Deutsch- Länder; Orreonrrts) - Verlag, Ktr^uksurt a. M., 1923, 199 Seiten. Das Buch soll nach den Worten-des Verfassers eine Lücke cmsfüllen, da ein selbständiges Werk über das Thema nicht vorhanden ist. In der Tat bietet der Versuch, d en E i n f l u ß d es e w i g e n Buches auf eine Persönlichkeit wie Goethe zu schildern, mannigfachen Rei.z. Die flüssige Sprache des Buches macht es dem Leser leicht, dem Verfasser zu folgen, der zeigt, wie die Bibel Goethes Begleiter von den Zliuderjahren im Hause der Eltern, bis zur Epoche der Vollendung gewesen ist. Besonders interessant sind die Hinweise darauf, welche Veranlassungen Goethes ursprüngliche Neigung für die Bibel verursachten und ihn auch nach Perioden einer geringeren Wertschätzung, ja so^ar be* Widerwillens, immer wieder zur Bibel greisen und ihn so zum bibelfestesten Dichter werden ließen. Im zlveiten Kapitel will der Verfasser die Spuren von Goethes V o r l i e b e f ü r das A l t c T e st a m c n t in seine m dichterischen Schaffe'»! zeigen. Bon den Arbeiten und Versuchen des jungen Goethe an bis zum „Faust" lasten sich zahlreiche biblische Motive Nachweisen. Ter Goethe-Forscher wird hier manchen wichtigen Anhaltspunkt zum Verständnis der Werke des Dichters finden. Anderseits erhält manches Bibelwort für uns durch die Aufsagung des Dichters Klarheit und tiefere Bedeutung. Das dritte Kapitel, in dem die Bedeutung des Alten Testaments für Goethes Weltanschauung dargestellt wird, erscheint verhältnismäßig durstig. Immerhin sehen wir hier, wie stark die Eoethesche Weltanschauung sich der alttestamentlichen annähert. Die Gedanken der Bibel erscheinen im Lichte der Ewigkeit, da wir sie wiederfiuden in den Bekenntnissen des Lichters. So ist das vorliegende Werk geeignet, nicht nur das Verständnis Goethes zu fördern, sondern auch die Liebe zur Bibel zu stärken. Dr. Albert Wolf (Dresden). j:. 1 m ” ■ i G „> v* smi Für dir WMM SMÄhL WWW (Orgeisyrrag^ge) wird zum I.Iamrar 1925 cm filr hm erteilen RMgiopA lchrer und Voriger vorläufig aus ein. Dierkrljahr g e l U ck t. der möglichst auch die Desähigung zürn Schächten hat. Sehatt nach der ÄleichS- VefoldungsordnttngGruppeVlI.Ortsttaneü. Lewerüungeu sind zu richteu au den Sbcrrrai der ZsraeMsSkn Leligionssememschsf! Württemberg, Siuttgart. IceeIeeII ES 5 in cUeu Zweigen der Kranlenpflegr drrrchaus \ ersahrcu. sucht daÄ j UMM ßtencenfiaag, Oanaoost. j Ich nehrns zatn Frühjahr noch. nf^fro I w liLii il vj träLjuaÜ auf. Diesbezügliche Anmeldungen wolle man möglichst frühzeitig an mich richten. U.KEyER flACHF., BßRIIEfl. nüD Lü 8 ow 5914. Berlin W Hohenstaufevftr.31. llntrr Anfsirüt des '«KobbinatS der ßafcbnitlj» Korurnänon der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. MonlÄDaren <- MllH frisches SchuZe! H prima AuffHniii. Auf Wunsch freie Zusendung ins HauL. | Sterbekleider (Tachrichin) $ § für Jgät&är rmd graueti, ganze Gflmititcfn % I und ciuzelue Teile, mir und ohne SisffzWLde L § fertigt zu biilißcit Preisen %? Jeni gebt), Crailsheim (WürlLLg.) % H Froul^rgstrahe 14. % Junger Mann, 22 Zehre alt, sucht Slellnng im Mnufakturwarengeschäft.! Zuichrisicn erbitte uittcr J. O. 767 an Nudolf! Masse, Berlin swio. r «Zur SnlereTfe un- EfLreSV'a-'rs bitten $ wir, bei Veßellunce.ic'ILrLndvon Anzeigen aus die mm Blatter für Deutsch-!! tum und Judentum | sielS ausdrücklich Bezug zu nehmen. DIE DEUTSCHE IÜERT-ZIGRRETTE

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