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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 28 · p. Seite 789-790

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 28
Date
1851-01-01
Page
Seite 789-790 (sequence 53)
Language
German
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W'g S a ch s , Stimmen vom Elischa vm Aöujay, genannt Acher. (Von Sachs.); . . i. Einer von den Ersten, Reichsten In der alten Gottesstadt . War Abujah, hoch in Ehren, Und sein Haus voll Glanz^ und Pracht. Als ein Sohn ihm wargeboren, Gab es lauten Jubel dort, Und am achten Togo, da er In den Wund ward ausgenommen, Lud der Glückliche die Reichsten. Und die edelsten der Stadt, Daß als Gäste sie ihm schmückten Seines Freudentages Lust. Um die Tische langgercihet Saßen da die ersten Männer, Und es rauschte laut beweget Des Gesprächs lebendige Welle. Diese sangen laute Lieder, Alfabetisch angeordnet. Und die Andern tanzten, sprangen. Wie es Jeglichem gefiel. Auch die beiden, großen Lehrer, Elieser und Joschua, Waren unter den Geladnen, Und des Festes höchste Krone. Während Jene, sprach der Eine Zu dem Andern, traulich milde. Thun, was ihrem Sinn behaget,. Laß doch uns das Unsre thun. Singen Jene-laute Lieder, Sagen her kunstvolle Strophen, Laß uns Beide nun beginnen, Von dem Gotteswort zu reden. Und es reihte im Gespräch sich Dem Beginne aus der Thora Bald das. Kraftwort der Propheten Und daran das Wort der Schriften, So natürlich, (eichtgefüget, Wie an einem Halsgeschmeide. Von des Juwelirers Händen Perl' an Perle ist gereihet. Immer lichter wird's den Beiden In den gotrerfüllLen Geistern, Und ausflammt zu heil'geu Gluthen Der Begeistrung mächtiger Drang. Jordan und Euphrat. > WO Freudig.jubeln ihre Reden, Feurig sprühen ihre Worte, Wie am Sinai im Feuer Gottes Wort sich .offenbarte. Und da saßen nun die Beiden, Wie von Gluthen rings, umlodert, Und das Haus — das schien zu leuchten, Wie im hellen Flammenscheine. Und Abujah schaut ergriffen Solche Wunderkraft der Lehre Uud er sprach; Es soll das Knablein Eiin Gesetzeskundiger werden I Hält' ich nie es doch geahnet, Daß so groß der Lehre Kraft, Daß sie so den Geist beflügeln, So zur Flamm' entzünden mag! — , Weil er nicht um Gotteswillen, Nur aus Ehr' und Ruhmestuft Seinen Sohn der Lehre weihte, Ist es übel ihm gerathen. Denn aus jenem Knaben sollte Einst ein Lästrer und ein Ketzer, Seines Glaubens Feind und Spötter, Sollt'Elischa Acher werden. -—— ■ 2. Wie Elischa ward zum Leugner Und zum Feind der Gotteslehre, Daß zu einem wüsten Leben, Daß zu Heidenart und Sitte Er sich mehr und mehr gewendet, Das vernimm nach alter Kunde. Zweifel waren's, die ihn brachten Zum Verzweifeln an der Lehre. '.In der Ebne saß er forschend Einst am See Gcnezareth, Und ein Vogelnest bemerkt er' Hoch an eines Baumes Krone. Und ein Mensch von roher Sitte Kommt heran, nimmt schonungslos Mit den Küchlein auch die Mutter, Und steigt wohlbehalten nieder. An dem Abend sah er wieder, Wie ein Andrer nimmt ein Nest; Nur die Jungen nimmt er für sich, Und die Mutter läßt ec frei. 50*

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