Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 28
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 765-766 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360703--7655-3536644- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
765 Zur Kulturgeschichte der Juden in Frankreich. 766 wenn ich keim Belege in den Erwähnten finden werde, sondern in d-rr arabischen Sprache, so werde ich nicht anstehen, das daraus als Beleg anzuführen, was erwiesen ist und ich werde mich nicht enthalten, dessen das bekannt als Beweis zu gebrauchen, wie denjenigen unter unfern Zeitgenossen zu entsagen, deren'Wissen schwach und deren Unterscheidungskunst gering ist. Vorzüglich werde ich mich derer unter ihnen enthalten, die sich -mit dem Schleier der Strenge bedecken, und sichin den Mamcl der Frömmigkeit hüllen, indem sie ganz und gar nichts Erhebliches von den Sachen verstehen. - Ich habe gesehen,-daß das Haupt der Hochschule, Sa^adja, sich der nämlichen Stütze -jn so vielen seiner Uebersetzungen bedient habe, ich will sagen, baßer die seltenen Wörter durch das übersetzt, was ihnen in der arabischen Sprache entspricht. Ich habe auch gesehen, daß die Alten (und das sind diejenigen, welche uns in jeder Sache als Muster dienen können), um die seltenen Wörter unserer Sprache zu erklären, Beweise daraus ziehen, was ihnen in den andern Sprachen entspricht, was ich z. SS. in folgender Stelle sehe ^: MO irapm-jn ab-, büon b r^jb p iu/det ri hon pp'nörnnjnD OO> (Hiov 6, M) -pnp non DO1 * *?' bb p")ip’tfP ]?ttfb".4 Sie sagen ferner bei Gegcaphie des Na tan, des Verfassers des'Arüch (Anm. 32) und in der Biographie des HLja zu Mathe ziehen. Aus unserer Stelle und aus andern Anführungen bei Ibn G'anLch und Kiiuchi ergiebt sich, daß man auch anderweitige Schriften von Scherira in Bezug auf hebräische Sprache und Auslegung der heiligen Schriften besaß. Scherira und sein Sohn HLja, wie man aus unserer Stelle ersieht, haben sich des talmudischen und aramäischen Dialekts bedient, um gewisse dunkle Wörter der Schrift zu erklären. Eine Erklärung dieser Art, HLja gehörig, ist in einem handschriftlichen 'ArLch (Sorb. n. 180) angeführt, wo wir ein Dutzend Stellen angetroffen, vorzüglich von arabischen Anführungen, dir in den Ausgaben des Aruch fehlen. Zu Ende des Artikels liest man diese Worte: ^2 ■ pw r)’nr n:oi °)ni n> “?Np’ int£>n ndn jjj^n W d. h. nach Erklärung HLja's wird der Schmerz, wenn er heftig ist, genannt, und davon kommt rpni . $Pf- 72, 6. HLja scheint durch das letzte Wort' einen heftigen Regenguß zu verstehen, der die Erde zerreißt und ihr gleichsam Wunden schlägt. Wir wollen noch bei unserer Stelle die Worte NDDjy nbN bemerken, welche beweisen, daß zur Zeit als Ivn GAnLch schrieb, bereits HLja verstorben war. 3) Sabb. 63. Die Deutungen, der Schriftwörter in dieser und in den folgenden talm. Stellen dürfen nicht als ernstgemeint genommen werde, wie Ibn G'anLch weiterhin merken läßt; es sind nur zum Lheil Wortspiele, durch welche die alten Lehrer in geistreicher Weise gesucht haben, gewisse Grundsätze an Schriftworte zu heften,-um dem Gedächtnisse nachzuhelfen. Alle diese Stellen beweisen indessen, daß die Gelehrten es nicht verschmähet haben,' zwischen dem Hebräischen und mchrern andern Sprachen sogar fremden Namens gewisse Verbindungen hervorzusuchen, und in diesem Sinne ist es, daß diese Stellen hier von Ibn G^anLch erwähnt sind. 4) Es, ist kein griechisches dem gleiches Wort vorhanden, das Hund bedeuten soll;, wir glauben daher mit Hrn. Zipfer (LB. d. Or. 3848, c. 750), . Nfj R. Simeon auf Xaipog, als Ads. für gefräßig, gierig gebraucht, anspielt legenheit der Reden Gottes (Lev. 20, 14): ,,in?N iD^Vtf/NS jn nns<y pip w ptcta p® pa nn« nNtpnNt"5 * 7. Ferner sagen siepee iiyos? p HiPN '~i DWD pni’ 't TO (Hiob 28, 28) -)DN:ttt 13^3 D'Dlv nto N^N.n3"pn^> b jmp w jitcta nu3n nvi nNi' in ontP IVN'I 6p nriN1?". Ferner: „wq (Jos. 6, 3) ^3?n PP3 HUPCD N3’P3J '“I 1DN N’jm Nin N"DT1 NWp!?3)’ 'NHl JJDCCfO pnp nrj abb ,8 n^ot i\"i3~i? p-np vn NP-iyb 'N3Pntr-3 nyo^mp N’piDN1? , Pjod nt nbia: noib nut&f m:!? '313^> . KnpiNl nü'tt/p HND3 (Sri. 33, 19) 'tt/psb nv'2'p ■wn '->3p3 (@n. 60,5) mo .tvdd1? 1'iip dm NntM ip ninnl? ’n3^ntto p b ->dni M'33 msr 31 ’SJU rbzb , w ’d:j: nW> 1'3'P,vn *)i: no’ (Ps. 48, 3) nxnp ’nd ’P p MM' b nd\-toi 'n ND’n’Ni 3i idn 'Ot7!?o:nn^ . pxn ^>3 znm p: ’D in no3N mniP3 ’D <Hiod 38, 36) ,-jNip 'no in: ’D iN.ni'!?3n Pn riD3n mn©3 nty ’b n:’3 '132?!? ^upn nt rpo 'Dpb : , - ( Fortsetzung solgl.) ' Zur Kulturgeschichte der Juden in Frankreich. Die israelitische Bevölkerung^ in Frankreich wird annäherungsweise auf 87/000 Seelen geschätzt. Seit 1846 hat sie sich um 400—500 vermehrt. Die Israeliten haben ein Central-Konsistorium, in dessen Händen die oberste' Leitung ihrer religiösen Interessen liegt; acht.Konsistoriat- Synagogen, fi'mfnndneuuzig Gemeinde-Synagogen, deren Geistliche vom Staate besoldet werden, und eine rlnbestimmte von der Regierung autorisirtc, aber durch keine Geldmittel unterstützte Zahl Betsäle. Dre aus Staatskosten unterhaltene und unter Oberaufsicht des Central- Konsistoriums stehende rabbinische Ceutralschule zu Metz bildet die Geistlichen des israelitischen Kultus. Zahlreich sind ihre Wohlthätigkeits-Anstalten. Mit jedem Konsistorium ist eine Arbeitsschule oder ein Stift zur Aufmunterung von Künsten und Gewerben verbunden^ worin unbemittelte junge Leute während ihrer Lehrzeit bei irgend einem Meister Nahrung, und sich dieses Epithots bedient, um den Hund zu bezeichnen., R. Simeon stellt den schönen Grundsatz auf, daß man in seinem Hause keinen bösen Hund, der den Armen den Eingang versperre, hatten soll, und um diese Lehre an eine Schriftstelle zu lehnen, spielt er mit den Worten Hiobs. 5) Iebam. 94dz Sanhed. 76b. , 6) Sabb. 31b. 7) Rösch Ha-Schana 26 a. 8) S. mein: Memoire §ur l^inscriptioia phenicieiine I de Marseille. Im Journal asiatique Nov» - Dec. 1847»! P. 502.